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Über Hellenthal wird es nachts besonders dunkel

Sternenregion Eifel informiert im Rathaus

Hellenthal. »Viele Gäste können in ihrer ersten Nacht bei uns kaum schlafen«, erzählt Rudolf Westerburg, Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal. Und er liefert den Grund für die Schlaflosigkeit gleich mit: »Bei uns ist es einfach zu dunkel. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.«

Dieser Feststellung kann Harald Bardenhagen vom Projekt »Sternenregion Eifel« nur beipflichten: »Menschen in Köln etwa kennen schon lange nicht mehr den freien Blick in den Sternenhimmel. Dort ist es nachts einfach zu hell, um die natürliche Dunkelheit erleben zu können.« Und der Einfluss dieser Metropolen auf die weitere Region sei so groß, dass man mittlerweile von einer Lichtverschmutzung der Nacht sprechen können. Für Freunde der Nacht bildet die Eifel einen wertvollen Rückzugsort. Die Region um den Nationalpark Eifel sei ein idealer Platz, um den Sternenhimmel und die Milchstraße zu beobachten. Und daher hätten sich der Nationalpark Eifel und der Naturpark Nordeifel zum Ziel gesetzt, die Natur vor den Belastungen des künstlichen Lichts zu schützen. Deshalb wurde der Nationalpark Eifel im Jahr 2014 als erster »International Dark Sky Park« in Deutschland durch die International Dark Sky Association (IDA) mit dem Titel »Sternenpark Nationalpark Eifel« ausgezeichnet.

Sternenregion

Der Sternenpark soll nun zu einer „Sternenregion Eifel“ weiterentwickelt werden. In diesen Prozess sollen alle Kommunen NRW-Eifel eingebunden werden, auch die Gemeinde Hellenthal. Doch dort tut sich die Politik momentan schwer und befürchtet mögliche Verbote im Falle eines Beitritts. Auch deshalb wurde für alle Bürger und Gäste eine Ausstellung im Ratssaal des Rathauses eingerichtet, die ausführlich zum Thema informiert. Westerburg: »Da wird an praktischen Beispielen gezeigt, wie man etwa mit der richtigen Ausrichtung des Lichts viel bewirken kann.« Er glaubt, dass sich eine Sternenregion Eifel auch touristisch vermarkten lässt.

Ausstellung

Informative Rollup-Poster sowie mehrere Beispiele für eine vorbildliche und belastungsarme Beleuchtung, ein Groß-Monitor mit Videoanimationen, mehrere Fotoposter aus der Eifelregion bei Nacht und eine große Sternkarte mit Tiermodellen laden ein, sich über die Folgen der Lichtverschmutzung und die Bedeutung der natürlichen Dunkelheit zu informieren. Die Ausstellung zum nächtlichen Himmel und seiner Lichtverschmutzung wurde durch den Bürgermeister Rudolf Westerburg zusammen mit Harald Bardenhagen vom Projekt »Sternenregion Eifel« eröffnet. Sie ist während der Sommerferien bis zum 28. August montags bis donnerstags von 8.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr bei freiem Eintritt im Rathaus der Gemeinde Hellenthal zu sehen. Besucher erfahren nicht nur eine ganze Menge, sondern können bei einem Ratespiel attraktive Preise gewinnen.

@ Mehr dazu im Netz:

www.sternenregion-eifel.de

 

 

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