Thomas Förster

»Weiße Ritter« verirren sich in der Eifel

Kalterherberg. Er hat einen Touch von 50er und 60er Jahren, setzt sich aber mit modernen Themen auseinander und die Eifel-Landschaft derart in Szene, wie sie selten gezeigt wird: Die Rede ist von »Weiße Ritter«, dem neuesten Streifen der »Westendfilme«.

Wieder hat eine Filmcrew die idyllische Eifel für einen Kinofilm entdeckt. Das 20-köpfige Team ist im Hotel Hirsch in Kalterherberg untergebracht, dreht im Hohen Venn, im »Ländchen« bei Hellenthal oder auf Burg Manderscheid in der Vulkaneifel. »Die Eifel bietet die Ruhe und Abgeschiedenheit, die für unseren Film wichtig ist«, weiß Markus Mischkowski. Seiner Feder und der von Kai Maria Steinkühler entstammt die Story, das Drehbuch und ganz nebenbei sind die Beiden auch die Hauptdarsteller in »Weiße Ritter«:

Als Maik und Alfred verkörperrn sie zwei befreundete Langzeitarbeitslose, die sich von einem windigen Kleinunternehmer überreden lassen, Schwarzgeld nach Luxemburg zu transferieren. Auf der Fahrt durch die unwegbare Eifel-Ardennen-Landschaft in der deutsch-belgischen Grenzregion gerät das Ziel immer weiter aus den Augen und Konkurrenzkampf entbrennt unter den Männern, da sich eine attraktive Tramperin (Steffi Gosejohann) dem Gaunerduo anschließt. Die Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt...

Der Film spielt zwar in moderner Zeit, ist aber bewusst in Schwarz-weiß gehalten. »Das gibt dem 80-minütigen Film eine ganz besondere Note«, so Steinkühler. Die Eifel biete viele tolle Motive, die gerade in schwarz-weiß besonders gut zur Geltung kommen. Auch das »Fluchtauto«, ein Trabant, trägt zur Eigenart des Films bei.

Der Kölner Westendzyklus ist ein von den Regisseuren Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler inszenierter Filmkomödienzyklus, dessen Figuren, Geschichten und Motive im Westen Kölns (Ossendorf, Bickendorf, Ehrenfeld) beheimatet sind. Nun geht es erstmals fernab der Großstadt aufs Land mit all seinen Eigenarten und Besonderheiten. Das Werk wird von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert. Im Januar soll der Streifen beim Filmfestival in Rotterdam Premiere feiern, im Frühjahr dann in die Kinos kommen.

Weitere Infos gibt es unter www.westendfilme.de

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