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Bürgermeister-Kandidaten stellen sich

Podium im Saal Gier in Kall

Kall. Der Chefsessel im Kaller Ratshaus ist verwaist, seit der bisherige Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden musste. Mit Hermann-Josef Esser und Rolf Schneider gibt es zwei Männer, die den Posten an der Spitze der Kaller Gemeindeverwaltung gerne hätten. Sie stellen sich am Sonntag, 24. September, zur Wahl.

Es wird eine richtungsweisende Entscheidung. Das ist nicht nur dem Umstand geschuldet, dass zeitgleich auch die Bundestagswahl stattfindet. Durch das frühe Ausscheiden Radermachers wird der neue Bürgermeister gleich für acht Jahre gewählt. Sehr früh im Jahr machte die Kaller FDP ihren Kandidaten bekannt. Rolf Schneider, der in Golbach lebt, ist in der Region kein Unbekannter. Er ist derzeit noch als Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Eifel tätig. Auch Hermann-Josef Esser, den die Kaller CDU als Kandidaten nominierte, ist bekannt. Er ist Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der ene und war kommunalpoltisch in der Gemeinde Blankenheim aktiv. Mittlerweile hat er seinen Wohnsitz von Uedelhoven nach Kall verlegt. Beiden Kandidaten ist gemeinsam, dass sie bislang in der Kaller Kommunalpolitik eher unbeschriebene Blätter sind. Hoch gehandelt wurde im Vorfeld auch eine Kandidatur von Karl Vermöhlen (SPD).

Verzicht

Obwohl ihn diese Aufgabe eigener Aussage nach sehr gereizt hätte, verzichtete Vermöhlen aus beruflichen Gründen. Er ist Chefarzt der Rehabilationsabteilung in der Klinik St. Josef in St. Vith. Somit stellen weder die SPD noch Grüne einen eigenen Kandidaten. Beide Parteien haben bislang auch keine Empfehlung ausgesprochen.

Faktencheck im Saal Gier

Die beiden Bürgermeisterkandidaten Hermann-Josef Esser (CDU) und Rolf Schneider (FDP) erhalten am Dienstag, 22. August, um 19 Uhr ausreichend Gelegenheit, Standpunkte deutlich zu machen und Vorstellung zur Entwicklung der Gemeinde Kall zu erörtern. Dann stellen sich die beiden Kandidaten sich nicht nur den Fragen des Journalisten Klaus Pesch, der die Podiumsdiskussion moderiert, sondern auch den Beiträgen der Bürger. Für die wird dieses Podium überhaupt erst veranstaltet - und zwar von zwei Parteien, die sich in der täglichen Ratsarbeit eigentlich in Opposition zueinander befinden - Grüne und SPD. Die erinnerten sich an die Veranstaltung im Jahr 2013, als sich der damals amtierende Bürgermeister Herbert Radermacher und seine Herausforderin Petra Kanzler dem Podium stellten. »Das ist«, so Grünen-Fraktionschef Ekkehard Fiebrich und Emmanuel Kunz, Ortsvereins-Vorsitzender der Kaller SPD, »sehr gut angekommen.« Und daher habe man beschlossen, eine solches Podium erneut zu organisieren. Alle Bürger seien eingeladen, sich bei der parteipolitisch neutralen Veranstaltung selbst ein objektives Bild der Kandidaten zu machen. 

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