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1000 Pänz op de Stroß

Kinderzug in Kommern

Kommern. 1100 Pänz trotzten den angesagten schlechten Wettervorhersagen und feierten in Kommern den Auftakt in den Straßenkarneval. Ob es für Schulleiter Willy Gemünd der letzte Kinderzug war, bleibt abzuwarten. Es gab auf jeden Fall deutlich weniger Krankmeldungen vor dem Zoch als noch im Vorjahr. Nach dem Zug kapitulierte der stellvertretende Bürgermeister Peter Wassong schnell und übergab den Stadtschlüssel an Kommerns Prinz Rolf III. (Meier).

Sturmwarnung und Starkregen ließen die 1100 Kinder in Kommern kalt. Sie starteten pünktlich um 9.30 Uhr auf dem Andersenweg in Kommern und zogen bis zur Bürgerhalle. Dabei waren die Kids unter dem Motto „Mir dohn spelle, rechne, schrieve un liere, evver och jeck sinn un Fastelovend fiere“ unterwegs. Der größte Teil des närrischen Lindwurms kam  von der Grundschule Kommern. Aber auch Pänz vom Katholischen Kindergarten Kommern, vom AWO-Kindergarten Kommern, vom Waldkindergarten im Rheinischen Freilichtmuseum, vom Krankenhauskindergartens Mechernich und von der Gesamtschule Mechernich sowie dem Gymnasium am Turmhof in Mechernich waren mit am Start.

Willy Gemünd

Vor Jahren hatte Schulleiter Willy Gemünd mit dem Kinderzug durch den historischen Ortskern von Kommern begonnen. Gemünd geht in Sommer diesen Jahres in den verdienten Ruhestand. Ob er auch weiterhin federführend für den Zug der Pänz bleibt, ließ er auf Anfrage offen: „Stand heute ist das der letzte Kinderzug unter meiner Leitung. Aber man weiß ja nie, wie das alles so läuft“, meinte Gemünd mit einem gewissen Lächeln auf den Lippen. Der Kommerner Kinderkarnevalszug ist der größte dieser Art im Kreis Euskirchen.

Bei der Vorbereitungen für den Zug hatten die Kindergärten und Schulen ganze Arbeit geleistet. Die Zuschauer am Zugweg konnten wieder tolle Kostüme und Gruppen bewundern. Ob Außerirdische, Heinzelmännchen, Eisbären oder Grashüpfer, Zauberer, Verkehrsschilder, Fledermäuse, Zwerge, Cowboys und Robin Hood und Freunde die Pänz hatten ihre große Freude.

„Wir hatten in diesem Jahr so wenig krankheitsbedingte Absagen wie selten. Heue morgen sind zwei Kinder krank gemeldet worden“, meinte Willy Gemünd. Auch Kommerns Prinz Rolf III. (Meier) gab den Kindern die Ehre und lief mit seiner Abordnung als letzter im Kinderzug mit. Nach der Auflösung des Zuges an der Bürgerhalle bekam er aus den Händen des stellvertretenden Mechernicher Bürgermeister Peter Wassong den Stadtschlüssel für seine Regentschaft bis Aschermittwoch. Text und Fotos: Paul Düster

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