Michael Nielen

Skat für Weihnachtstüten "gekloppt"

Mechernich. Weihnachtstüten voller Süßigkeiten bekamen die Kinder der AWO-Kindertagesstätte "Glück auf" vom Mechernicher "Skattreff" geschenkt. Neben den Vertretern vom Skattreff, Peter Reuter, Erik Pühringer und Rolf Cöln, war auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bei der Übergabe anwesend.

Denn die rund 20 Skatspieler um Reuter, Pühringer und Cöln haben es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Spieleinsätze einem guten Zweck zukommen zu lassen. "Bei den Spielen, die alle zwei Monate stattfinden, bezahlt jeder zehn Euro Startgeld", erklärte der Skatprofi Peter Reuter, der auch 20 Jahre Vorstandsmitglied im Deutschen Skatverband war. Zudem müssten die Mechernicher Skatfreunde auch für jede verlorene Runde bezahlen.

Stromrechnung bezahlt

Rolf Cöln berichtete, dass der Skattreff unter anderem auch die Übermittagsbetreuung der Kommerner Grund- sowie der Satzveyer Förderschule unterstützt. Ebenfalls wurde aus dem "Skat-Topf" die Stromrechnung finanziell schwacher Familien bezahlt. Im Gespräch mit Pfarrer Erik Pühringer betonte Reuter auch, dass sich Bedürftige bei der Mechernicher Pfarrei melden könnten, um in konkreten Notsituationen vom Skattreff unterstützt zu werden. "Kinder stehen dabei im Vordergrund", fügte der Skatprofi an. Bürgermeister Dr. Schick half, die Tüten zu verteilen. Er ist von der Idee des Skattreffs begeistert: "Toll, dass es heutzutage noch Leute gibt, die teilen und anderen helfen", sagte der Bürgermeister mit Verweis auch auf Sankt Martin und den Nikolaus.

Weihnachtslieder

Als "Dankeschön" für die prall gefüllten Weihnachtstüten sangen die Pänz um Kita-Chefin Beate Hausmann Weihnachtslieder. Und dann wurde auch direkt schon die nächste Spende klar gemacht: Beate Hausmann berichtete nämlich, dass es für die "Glück-Auf" Kinder für sieben Euro pro Tag Essen gebe.

 

Allerdings sei es für manche Familien schwierig, die 140 Euro im Monat aufzubringen. Spontan regte Peter Reuter hier die Hilfe des Skattreffs in Form einer 200 Euro-Spende an, mit der 2014 hier und da Löcher im Budget gestopft werden könnten. Da mit Erik Pühringer, Rolf Cöln und Peter Reuter der halbe "Treff"-Vorstand in Strempt war, konnte die Maßnahme schnell beschlossenen werden. Laut lachend wünschte sich Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, dass doch auch bei der Stadt Entscheidungsprozesse immer so schnell und problemlos über die Bühne gehen sollten. Felix Lang/pp

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Spürnasen für entlaufene Tiere

Adenau. Monika Wirfs und Susanne Lehmann helfen mit ihren Hunden Trusty und Jimmy Haltern dabei, ihre entlaufenen Haustiere wieder zu finden. Ihre Hilfe wird oft in Anspruch genommen. Wie Susanne Lehmann und ihr Hund Trusty zusammen gekommen sind, ist eigentlich schon eine Geschichte für sich. Lehmann hörte von einem Tier, das offenbar herrenlos im Wald bei Adenau herumlief. »Als ich davon hörte, wollte ich dem Hund helfen«, erzählt Lehmann. Über drei Monate hinweg machte sie sich auf die Suche nach dem herrenlosen Hund. Während dieser Zeit lernte sie Monika Wirfs und ihren Suchhund Jimmy kennen. »Als wird den Hund schließlich gefunden hatten, habe ich ihn aufgenommen«, so Lehmann. Sonst wäre Trusty im Tierheim gelandet. Diesen Hund hat Lehmann nun zum Suchhund ausgebildet und gemeinsam mit Wirfs beschlossen, die Talente der Tiere für einen sinnvollen Zweck zu nutzen.Hunde suchen Tiere Die beiden Damen gründeten ein Suchhundeteam – aber eines das nicht nach Menschen sondern nach entlaufenen Tieren sucht. »Die Hunde könnten auch Menschen finden«, erklärt Wirfs. Aber ihre Tiere haben die beiden privat und ohne offizielles Zertifikat ausgebildet. »Das braucht man für die Tiersuche ja auch nicht«, sagt Wirfs. Anfangs haben sie ihr Angebot einfach privat verbreitet und ausgeholfen, wenn jemand um Unterstützung bat. Vor einem Jahr jedoch haben die beiden mit ihrem Team eine Homepage eröffnet und ihre Arbeit vorgestellt. 29 Mal wurden Wirfs und Lehmann in 2016 angerufen, um nach entlaufenen Haustieren zu suchen. Ihr Team ist mittlerweile auf vier Frauen mit fünf Suchhunden angewachsen. Katzen, Pferde und vor allem Hunde mussten Trusty und Jimmy und ihre neuen Kameraden bereits aufspüren. »27 Tiere sind mittlerweile wieder zuhause«, sagt Lehmann. Die richtige SpurDie Formulierung ist mit Bedacht gewählt, denn nicht in allen Fällen finden die Hunde die Tiere selber. »Bei Katzen sind es zu viele Spuren«, erklärt Wirfs. Was die Hunde allerdings tun können, ist die Besitzer auf die richtige Spur bringen und das Gebiet eingrenzen, in denen die Katze sein könnte. So geschehen an Silvester, als eine kranke Katze entlaufen war. Da war das Team mit vier Hunden vor Ort und konnte ein Waldgebiet ausmachen, in dem die Katze sich wohlmöglich versteckte. »Wir haben den Besitzern dann gesagt, sie sollen mehrmals zwischen dem Waldgebiet und ihrem zuhause hin und her gehen«, sagte Wirfs. So wurde eine Geruchsspur gelegt, der die Katze nach Hause folgen konnte. »Am Abend dann ist sie zurückgekehrt«, erzählte Lehmann. Für Susanne Lehmann ist es eine besondere Freude, die Tiere aus der misslichen Lage zu befreien und wieder mit ihren Herrchen zu vereinen. »Es ist Wahnsinn zu sehen, wie froh die Tiere dann sind«, sagt sie. Haustiere, die sich verlaufen haben, womöglich mit der Leine noch irgendwo hängen geblieben sind, schalten nämlich auf einen Überlebensmodus. »Die Tiere geben keinen Mucks von sich«, sagt Lehmann. Sie hätten Angst, Feinde auf sich aufmerksam zu machen. Selbst wenn die Bezugsperson nach ihnen rufen würde, gäben sie aus Angst keinen Laut von sich. KontaktSusanne Lehmann (01 71 / 2 05 02 06) und Monika Wirfs (01 51/ 41 20 35 92) helfen bei der Suche nach entlaufenen Haustieren.www.tiersuchhunde.com Monika Wirfs und Susanne Lehmann helfen mit ihren Hunden Trusty und Jimmy Haltern dabei, ihre entlaufenen Haustiere wieder zu finden. Ihre Hilfe wird oft in Anspruch genommen. Wie Susanne Lehmann und ihr Hund Trusty zusammen gekommen sind,…

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