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Und was ist mit der Umgehung?

Einwohner von Weißenbrunnen melden sich als Betroffene

Weißenbrunnen. Die Einwohner von Weißenbrunnen verstehen derzeit die Welt nicht mehr. Da werde ausgiebig darüber diskutiert, ob an der Deponie-Kreuzung der Bundesstraße 266 nun ein Kreisverkehr, eine Ampelanlage oder gar ein Brückenbauwerk installiert werden soll. »Dabei«, wundern sich die Bürger, »soll doch bald die Ortsumgehung Roggendorf kommen.«

Diese Umgehungsstraße sei längst fällig. Schon vor Jahren habe man doch festgestellt, dass die Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt auf der Trasse der B 266 deutlich zu hoch ist. »Und der Verkehr wird durch die Ansiedlung von Schoenemakers und des Kreisbauhofes an der Kreisdeponie noch einmal deutlich zunehmen«, sind sich Stefan Kühl, Klaus und Jutta Pyritz, Christa Fohr, Sabrina Hägemann und Johanna Anders als betroffene Anwohner sicher. Schon jetzt brauche man teilweise 20 Minuten, um mit dem eigenen Auto auf die Bundesstraße einbiegen zu können, ein Überqueren der Straße sei mit hohen Risiken verbunden. Und jetzt werde über teure Baumaßnahmen diskutiert und über die Belange der Menschen aus Schleiden oder Hellenthal beraten.

Direkt betroffen

Mit den Bürgern, die direkt betroffen seien, unterhalte sich jedoch niemand. Man werde noch nicht einmal frühzeitig über den Beginn der Baumaßnahme unterrichtet. »Davon«, klagen die Anwohner, »haben wir zuerst aus dem WochenSpiegel erfahren.« Gespannt ist man, wie es auf der Baustelle weitergeht. Da die Aktivitäten bislang sehr bescheiden ausfallen, herrscht Skepsis, ob der Termin bis Ende Oktober eingehalten werden kann. »Mal sehen, wie die Schulkinder in zwei Wochen transportiert werden, wenn die Schule wieder beginnt«, fragen sich ob der derzeitigen Verkehrssituation nicht nur die Eltern ...

Eine Straße im »vordringlichem Bedarf«

»Das Projekt ist aufgrund des hohen Nutzen-Kosten-Verhältnisses vordringlich. Es erfolgt eine Einstufung in den ‚Vordringlichen Bedarf‘«, so wird die Ortsumgehung Roggendorf im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 eingestuft. Damit befindet sich das Vorhaben in der höchsten Dringlichkeitsstufe. Laut Plan führt die Verkehrsbelastung mit rund 15.000 Fahrzeuge am Tag zur »Stop-and-go-Verkehr sowie verkehrlich kritische Situationen durch kreuzenden Fußgängerverkehr.« Diese Situation hat sich aktuell durch die bestehende Baustellenampel noch verschlechtert. »Es kommt sehr schnell zu langen Rückstaus«, berichten die Anwohner. Daher halten sie auch nichts von einer Ampelanlage.

@ Internet

www.bvwp-projekte.de

 

 

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Kommentar von Thorsten R.
Was mich extrem wundert ist das es auf der Baustelle eigentlich, schon seit über einen Monat, gar keine Bewegung mehr gibt.
Ist die Baufirma pleite gegangen oder was ist da los?
Kommentar von Ute Schmitz
Ich meine mich erinnern zu können, dass vor Jahren sogar in der Zeitung gestanden hätte, daß mit dem Bau der Umgehung Roggendorf ganz sicher 2009 hätte begonnen werden sollen. Ist offensichtlich nicht geschehen. Stattdessen kommt aus dem Rathaus dann große Stellungnahmen, das in Roggendorf ein sozialer Brennpunkt am entstehen wäre, da könnte man eben nichts dran machen. Sprich, man degradiert uns hier zu Bürgern 2. wenn nicht 3. Klasse und investiert dann lieber woanders. Das hier Kinder auf dem Weg von und zu den Schulbussen extrem gefährdet sind interessiert da natürlich auch niemanden.