Schmuckes Hotel für Insekten gebaut

Mechernich. Tiere gehören mit Sicherheit zum Hauptbestandteil eines Tierheims. Nur denkt man bei den Bewohnern eher an Hunde, Katzen, Meerschweinchen oder Kaninchen. Im Kreistierheim Mechernich hat nun eine Gattung aus dem Tierreich eine neue Heimat gefunden, an die kaum einer denkt - die Insekten. Sie durften dort ein eigenes Hotel beziehen. Seit Schuljahresbeginn trifft sich die Outdoor/Tierheim-AG der Gesamtschule der Stadt Mechernich jeden Mittwoch im grünen Klassenzimmer. Das Ziel der dreistündigen AG ist immer die Begegnung mit der Natur. Dazu gehören Wanderungen, Geocaching, am offenen Feuer Stockbrot-Backen, Schlittenfahren, Schneeballschlachten und vieles mehr.Im zweiten Schulhalbjahr standen wöchentliche Besuche des Tierheimes in Mechernich auf dem Stundenplan. Insgesamt 18 Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe machten sich mit ihrer Lehrerin Martina Herbrand in der Mittagspause und der anschließenden achten und neunten Stunde auf den Weg. Im Tierheim Mechernich lernten die Jugendlichen unter der Leitung von Reiner Bauer, Vorsitzender des Tierschutzvereins Mechernich, das Tierheim und seine Aufgaben bestens kennen. Und sie durften selbst tätig werden - etwas das Pony und die Esel striegeln und sreicheln oder die Schafe und Ziegen mit frisch gepflücktem Gras zu füttern. Aber das Ziel der Besuche im Tierheim Mechernich war eigentlich die Errichtung eines Heimes für Tiere, die man häufig übersieht, den Insekten. Europaletten Aus Europaletten bauten die Kinder gemeinsam Woche für Woche stetig weiter an einem großen Insektenhotel mit den Maßen 120 x 80 x 200 Zentimetern. Das Schleifen, Sägen, Anstreichen, Bohren, Tragen und Stapeln der schweren Europaletten kostete die Schüler viel Muskelkraft, ebenso die Gartenarbeit beim Freischneiden des heutigen Standortes. Das Mobiliar für ihr Insektenhotel fanden die Schüler auf ihren zahlreichen Wanderungen in der Natur. Sie mussten es nur einsammeln. Es steht unter anderem aus Tannenzapfen, Schilfrohr, Fruchtbechern der Buche, Eicheln und Holzstücken in verschiedenen Größen. Passend für ihren neuen Einsatzort mussten diese bearbeitet. Will heißen, das s das Holz in Form gesägt oder angebohrt wurde, damit auch Wildbienen im schmucken Insektenhotel ein neues Zuhause finden können. TierschutzDer Planung des Insektenhotels gingen viele Recherchen über das richtige Füllmaterial voraus. Zudem wurden auch detaillierte Baupläne in Gruppenarbeit gezeichnet. Die Tierheim-AG freut sich ab jetzt auf viele kleine Besucher im Tierheim Mechernich. Die Schüler werden auch weiterhin mit Freude das Tierheim besuchen, um zu schauen, welche Bewohner in ihr selbstgebautes Haus eingezogen sind. Sie sind stolz, dass sie sich im Tierheim Mechernich aktiv für den Tierschutz einsetzen können. Tiere gehören mit Sicherheit zum Hauptbestandteil eines Tierheims. Nur denkt man bei den Bewohnern eher an Hunde, Katzen, Meerschweinchen oder Kaninchen. Im Kreistierheim Mechernich hat nun eine Gattung aus dem Tierreich eine neue Heimat gefunden,…

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Eifeler setzen ein deutliches Zeichen

Kreis Euskirchen. Die Eifel hat ein Zeichen gesetzt gegen den Atomreaktor Tihange 2. Alleine aus den Kall, Hellenthal, Schleiden, Mechernich, Marmagen und Wolfert nahmen rund 220 Eifeler an der Menschenkette zwischen Tihange und Aachen teil.»Ich hatte nicht mit so einer großen Resonanz gerechnet«, freut sich Guido Huppertz von den Kaller Grünen, die mit der CDU vier Busse zur Demonstration organisiert hatten. Zahlreiche Teilnehmer reisten auch mit privaten Autos an. »Es war ein breit gefächertes Spektrum an Teilnehmern jeden Alters und aller sozialer Schichten. Es gab Leute, die bereit waren, dafür Strapazen auf sich zu nehmen«, so Huppertz. Einem älteren Ehepaar wollte  sogar trotz Rollatoren unbedingt teilnehmen. Der Gruppe war von den Organisatoren Kilometer 19 der Menschenkette zugeteilt worden. Somit verschlug es sie ins belgische Seraing. Nach der Ankunft stärkte sie sich erst einmal an der Gemüsepfanne, mit der Emanuel Dümmer aus Wolfert bereits wartete.  Am Pavillon, den die Grünen aufgestellt hatten, herrschte reges Treiben. »Die Teilnehmer haben sich gegenseitig mit Protestklebebändern verziert, die es dort gab. Ein Liedermacher spielte auf der Gitarre«, berichtet Huppertz. 1100 Postkarten Der Grund für die Menschenkette war auch in der Gruppe immer wieder Thema. »Von Beginn der Busfahrt an ging es zum Beispiel immer wieder darum, dass neue Risse entdeckt worden sind, und dass der Betreiber wenige Tage vor der Menschenkette verkündete, die Laufzeit um 20 Jahre verlängern zu wollen«, berichtete Huppertz: »Viele sagten, dass sie teilnehmen, weil sie dauerhaft in der Eifel leben wollen und auch wollen, dass ihre Kinder dort leben können.«  Um die Menschenkette zu schließen, hatten Grüne und CDU 1100 Postkarten von Kaller Bürgern mitgenommen und an Schnüre geknotet. »Nominell stand auf jedem Meter ein Kaller«, erklärt Huppert. Um 14.45 Uhr gelang es den Eifelern tatsächlich, die Menschenkette auf Kilometer 19 komplett zu schließen. »Man merkte, dass die Nachricht den Leuten Auftrieb gab«, so Huppertz. Am Ende der Aktion bedankte sich eine Gruppe belgischer Jugendlicher für das Engagement und umarmten alle, die ihnen entgegen kamen. 50.000 Teilnehmer Am Ende verkündeten die Organisatoren der Menschenkette, das Bündnis »Stop Tihange«, dass sich rund 50.000 Teilnehmer in die 90 Kilometer lange Menschenketteeingereiht hatten. »Das ist das stärkste Signal, das die Region sendet«, zeigte sich der Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg von dem Engagement der Teilenhmer begeistert. Auch wenn die Menschenkette nicht lückenlos gelang, zeigten die Teilnehmer mit einem eindeutigen Zeichen ihr Sorgen und Bedenken.Die Eifel hat ein Zeichen gesetzt gegen den Atomreaktor Tihange 2. Alleine aus den Kall, Hellenthal, Schleiden, Mechernich, Marmagen und Wolfert nahmen rund 220 Eifeler an der Menschenkette zwischen Tihange und Aachen teil.»Ich hatte nicht mit so…

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200-Meter-Windriesen befinden sich im Bau

Kallmuth. Der Bau zweier 200 Meter hoher Windkraftwerke auf dem Ravelsberg zwischen Kallmuth, Dottel und Keldenich hat begonnen. Der Bau eines dritten beantragten Windrades dieser Größenordnung befinde sich noch in der Schwebe, weil Rotmilane in der Nähe brüten, so der Kallmuther Ortsvorsteher und frühere Mechernicher Vize-Bürgermeister Robert Ohlerth.Franz Weigel, Teamkoordinator Immissionsschutz und Abfallwirtschaft beim Kreis Euskirchen, gab auf Anfragebekannt: Die Baugenehmigung für das dritte 2,4 Megawatt-Windrad sei nicht erteilt worden – und werde aus artenschutzrechtlichen Gründen auch nicht erteilt.RotmilanIn der Nähe des geplanten Standortes befinde sich der Horst eines Rotmilan-Paares - ein Umstand, auf den schon während einer Bürgerversammlung im Kallmuther Bürgerhaus 2015 in Gegenwart vieler Bürger und ihrer Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (Mechernich) und Herbert Radermacher (Kall) hingewiesen worden war. Die Pläne der Firma GKV-Windparks mit Sitz in Sindelfingen hatte Geschäftsführer Joachim Gießler 2015 in dieser Bürgerversammlung in Kallmuth vorgestellt. Jedes der neuen 200-Meter-Räder – damals war noch von dreien die Rede - kostet demnach rund 4,5 Millionen Euro und verfügt über eine Leistung von 2,4 Megawatt.Da der Ravelsberg als Konzentrationszone für Windkraft von der Stadt Mechernich ausgewiesen ist, gibt es planerisch kaum Argumente, den Bau der Riesenwindräder zu verhindern. Ursprünglich hatten dort in den neunziger Jahren 14 Windräder gestanden, zur Zeit sind es noch fünf, bis zu drei neue 200-Meter-Giganten sollten dazu kommen. Es sei denn, es gäbe bedrohte Tierarten, die durch die Anlagen in ihrem Lebensraum eingeschränkt werden.Genau das sei der Fall, erklärte Ortsvorsteher Robert Ohlerth seinerzeit in der Bürgerversammlung und legte zum Beweis Fotos eines Milan-Nestes vor. Der Kreis ging dem Hinweis nach und fand in der Natur bestätigt, dass sich ein Milan-Horst in der Nähe des geplanten dritten Windradstandortes befand. Joachim Gießler, Geschäftsführer des Windpark-Betreibers GVK, reagierte gelassen. Er erklärte, dass das Vorkommen eines seltenen Vogels im fraglichen Bereich nicht zwingend dazu führe, dass die neuen Windräder nicht aufgestellt werden dürfen. Jetzt soll nach einem alternativen Standort für die dritte 200-Meter-Anlage gesucht werden. red/pp/Agentur ProfiPressDer Bau zweier 200 Meter hoher Windkraftwerke auf dem Ravelsberg zwischen Kallmuth, Dottel und Keldenich hat begonnen. Der Bau eines dritten beantragten Windrades dieser Größenordnung befinde sich noch in der Schwebe, weil Rotmilane in der Nähe…

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