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Entscheidung in Weilerswist

Weilerswist. Gebannt richten sich die Blicke am Sonntag, 27. November, nach Weilerswist. Dort entscheiden die Bürger darüber, ob ihre Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst im Amt bleiben soll.

Über das Abwahlverfahren, für das sich 26 Mitglieder aus dem 34-köpfigen Gemeinderat von Weilerswist vor wenigen Monaten ausgesprochen hatten, ist viel diskutiert worden. Die Kritiker von Horst bemängeln vor allem fehlende Transparenz an der Amtsführung. CDU- und FDP-Fraktion hatten sie aufgefordert, zurückzutreten. Ihre Befürworter machen sich für Horst stark und sehen in dem Verfahren den falschen Weg. Die Bürgermeisterin selbst hatte kurz nach der Entscheidung im Rat von zwei Herzen, die in ihrer Brust schlagen, gesprochen: »Zum einen ist die Situation nicht ganz einfach. Zum anderen bin ich froh, dass nun die Bürgerinnen und Bürger wieder das Wort haben.«

Ja oder Nein

In zehn Wahllokalen können die Bürger am Sonntag zwischen 8 Uhr und 18 Uhr ihr Kreuz bei Ja oder Nein machen. Wahlberechtigt sind 14.775 Bürger. Nach Paragraph 66 der Gemeindeordnung NRW ist die Bürgermeisterin dann abgewählt, wenn sich für die Abwahl eine Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen der wahlberechtigten Bürger ergibt, sofern diese Mehrheit mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten beträgt. Im Weilerswister Fall sind dies 3.694 Wahlberechtigte. Der aktuelle Verlauf der Wahl kann am Sonntag in Weilerswist verfolgt werden - ab 18 Uhr auf einer Leinwand im Sitzungssaal des Rathauses.

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