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Giftköder? Hunde sterben nach Spaziergang auf dem Maifeld

WochenSpiegel-Leser warnen vor "Paradiesweg"

Polch. Zwei Hundebesitzer haben sich geschockt in der Redaktion gemeldet. Ihre Tiere starben qualvoll nachdem sie mit ihnen auf dem "Paradiesweg" im Polcher Ortsteil Kaan unterwegs waren.

Ein drittes Tier wurde ebenfalls vergiftet und überlebte nur knapp. Alle drei Hunde hatten kurze Zeit nach dem Sparziergang Vergiftungserscheinungen mit starken Krämpfen und Lähmungen.

Ob die Tiere vergiftete Köder oder Pestizide aufgenommen haben, kann derzeit noch nicht mit Gewissheit gesagt werden. Für zwei Hunde kam jede Hilfe zu spät, sie mussten nach einer qualvollen Tortur eingeschläfert werden.

Bei der Kriminalinspektion Mayen wurde Strafanzeige wegen des Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Einer der geschädigten Hundebesitzer hat für sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Falls eine Belohnung von 500 Euro ausgesprochen.

Hundehalter werden gebeten, den besagten Bereich vorerst zu meiden oder aber ihre Tiere an der Leine zu führen. Bei der Wahrnehmung von Auffälligkeiten bitte Kontaktaufnahme mit der KI Mayen über Telefon 0 26 51 / 80 10.

Themenfoto: Archiv

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Kommentar von Marina
Das kann auch was mit Gülle sein. Habe letztens was gelesen. www.tierschutz4all.de

Einsamer Tod

Kreis Bitburg / Prüm. Ein Mensch stirbt einsam im Krankenhaus und die Angehörigen kriegen es nicht mit. Wer muss sie informieren? Und wer kümmert sich um die Beerdigung, wenn es keine Erben gibt?  Folgender Fall hat sich im November in Bitburg zugetragen: Ein todkranker 57-jähriger Mann aus Lambertsberg stirbt 14 Tage nach seiner Aufnahme im Bitburger Krankenhaus. Soweit nicht ungewöhnlich. Doch erst fünf Tage später erfahren die drei Kinder und die Exfrau des allein lebenden Mannes von seinem Tod. Eine seiner Töchter bekam die Mitteilung, als sie im Krankenhaus anrief. Gegenseitige Vorwürfe stehen nun im Raum. Die Familie habe sich nicht um den Mann gekümmert, so das Krankenhaus. Die Familie wirft diesem wiederum vor, sie nicht über den Tod informiert zu haben. Beide verteidigen sich. Das Krankenhaus sagt: »Mitarbeiter der Klinik haben die Angehörigen nicht nur zu erreichen versucht, als sich abzeichnete, dass Herr S. sterben würde. Sie haben auch nach seinem Ableben versucht, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Leider ist nie jemand an den Apparat gegangen oder hat zurückgerufen.« In Teilen ist dies über ein Telefonprotokoll belegbar.Der Sohn, der angibt, seinen Vater mehrmals im Krankenhaus  besucht zu haben, bestreitet dies jedoch. Wie dem auch sei, der Fall gibt Anlass zu fragen, was geschieht, wenn ein Mensch im Krankenhaus stirbt und die Angehörigen dies nicht unmittelbar mitbekommen, wofür eine Vielzahl von Gründen denkbar ist. Heribert Frieling,  Sprecher der Marienhaus Holding, zu der das Bitburger Krankenhaus gehört, weist darauf hin, dass nach dem Tode eines Patienten das Krankenhaus rechtlich nicht verpflichtet sei, Familie, Angehörige oder Freunde darüber zu informieren. »Einzige Ausnahme ist, wenn der Verstorbene einen gesetzlichen Betreuer hatte. So regelt es das Vertragsrecht. Und bei Aufnahme des Patienten im Krankenhaus schließen beide Seiten einen Vertrag ab.« Das Ordnungsamt übernimmt Es sei jedoch Usus, dass das Krankenhaus die Angehörigen, soweit bekannt, benachrichtige. Gelingt dies nicht, muss nach Angabe des Klinik-Sprechers das Krankenhaus für die Beerdigung sorgen. »Das wird zusammen mit einem Bestatter und dem zuständigen Amt der Stadt- oder Gemeindeverwaltung (...)  geregelt.«  In der Praxis komme dies nur äußerst selten vor. Joachim Schmatz, Bestattungsunternehmer aus Neuerburg, hat es allerdings schon erlebt. In einem Fall hat er gemeinsam mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes in den persönlichen Habseligkeiten des Verstorbenen einen Hinweis auf Verwandte in Finnland gefunden, die dann informiert werden konnten. Sind keine Angehörigen bekannt oder können sie nicht ermittelt werden, dann versucht die Polizei sie ausfindig zu machen. Bleibt das erfolglos, gehe die Zuständigkeit  für Formalitäten und Beerdigung nach »wenigen Tagen«  auf die Stadt- oder Verbandsgemeindeverwaltung über. In Bitburg ist das das Ordnungsamt. Wenn bis sieben Tage nach dem Tod kein für die Bestattung Verantwortlicher gefunden oder erreicht werden konnte, muss das Ordnungsamt die Bestattung veranlassen. Und wer zahlt? »Die Kosten werden von dem Bestattungspflichtigen zurückgefordert«, antwortet Pressesprecher Werner Krämer für die Stadt. bil EXTRA: Aus dem Bestattungsgesetz Die Pflicht zur Bestattung obliegt dem Erbe.  Ist der nicht rechtzeitig zu ermitteln, sind laut Bestattungsgesetz folgende Personen dafür verantwortlich (in der Reihenfolge): Ehegatte oder Lebenspartner, Kinder, Eltern, sonstige Sorgeberechtigte, Geschwister, Großeltern, Enkelkinder. Paragraph 10 regelt, in welcher Zeit derjenige, der »einen Toten auffindet oder beim Eintritt des Todes anwesend ist«, eine der oben genannten Personen oder die Polizei zu benachrichtigen hat, allerdings mit der ungenauen Angabe »unverzüglich«. Wie lange bis zur Bestattung gewartet werden darf, ist folgendermaßen bestimmt: »Eine Leiche darf frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes bestattet werden. Die Erdbestattung oder Einäscherung muss innerhalb von sieben Tagen nach Eintritt des Todes erfolgen.« Ein Mensch stirbt einsam im Krankenhaus und die Angehörigen kriegen es nicht mit. Wer muss sie informieren? Und wer kümmert sich um die Beerdigung, wenn es keine Erben gibt?  Folgender Fall hat sich im November in Bitburg zugetragen: Ein todkranker…

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Verdächtiges Huhn nicht infiziert

Kreis Bitburg / Prüm. Seit November ist die Vogelgrippe in Deutschland nachgewiesen. Diese Woche gab es einen Verdachtsfall im Eifelkreis. Es herrscht höchste Achtsamkeit. Hatte das Huhn nur Schnupfen, oder war es mit dem H5N8 Virus infiziert, sprich der  Vogelgrippe? Diese Frage beschäftigte das Veterinäramt des Eifelkreises diese Woche. Die klinische Untersuchung  im Landesuntersuchungsamt in Koblenz brachte Entwarnung. Geflügelhalter bangen, dass sich das bald ändern könnte. Eine Halterin  aus der Eifel,  deren Produkte das Bio-Label tragen, fürchtet die drohende Stallpflicht. Diese führe dazu, dass die Tiere sich gegenseitig picken und die Legeleistung  nachlasse. Für sie als Bio-Bäuerin wäre es fatal, wenn die Eier nicht mehr  die Klassifizierung »von freilaufenden Hühnern« tragen dürften. Gewinneinbußen wären die Folge.  Die noch viel größere wirtschaftliche Katastrophe droht im Fall der Infektion. Dann müssen alle Tiere notgeschlachtet werden. Laut Kreisverwaltung ist eine Gefahr durchaus gegeben. Den Virus schleppen Zugvögel ein, die in Gewässernähe rasten und dabei die einheimische Wildvogelpopulation oder auch Nutzgeflügelbestände anstecken können. Das Risiko für den Eifelkreis sei jedoch »eher gering«, da es nur wenige größere Wasserflächen gebe. »Gänzlich ausgeschlossen werden kann es allerdings nicht«, heißt es in der Antwort auf unsere Anfrage. Im Rahmen eines Wildvogel-Monitorings werden derzeit tot aufgefundene Wasservögel und Greifvögel eingesammelt und durch das Veterinäramt des Eifelkreises Bitburg-Prüm anschließend an das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz zur Untersuchungen auf das Virus der Geflügelpest eingesandt. Untersuchungen in Hausgeflügelbeständen erfolgen nur in Verdachtsfällen. bil/sch Vogelgrippe, ein tägliches RisikoEntwarnung nach einem Verdachtsfall – Regeln zum Schutz Kommt sie oder nicht? Um das Risiko der Vogelgrippe einzudämmen, herrschen auch im Eifelkreis besondere behördliche Vorgaben. Noch gab es keinen Fall eines infizierten Geflügels. Aber das kann sich täglich ändern. Bestätigt sich der erste Verdachtsfall, wird es zur Stallpflicht kommen. »Eine Stallpflicht ist vernünftig, insbesondere in den Gebieten mit einem hohen Vorkommen an Wassergeflügel sowie an Rastplätzen von Zugvögeln«, heißt es aus dem Kreisveterinäramt. Denn die Zugvögel sind häufig  die Überträger des Virus an das Nutzgeflügel.  Im Kreisgebiet gibt es acht große Geflügelhöfe, die mehr als  1000 Tiere halten und sieben mit einer Herde zwischen 100 und 1000 Tieren.  Daneben existieren rund 880 kleine Betriebe mit weniger als 100 Tieren. Hierbei handelt es sich  meist um Eigenversorger. Um eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus zu verhindern, hat der Bund am 21. November in einer Eilverordnung »Biosicherheitsregeln« erlassen. Diese geben vor, dass Geflügelhalter in einem Register die Zahl der verendeten Tiere und die Zahl der pro Tag gelegten Eier eintragen müssen. Kein Unbefugter darf Ställe betreten und wer hineingeht, muss Schutzkleidung tragen, die nach Verlassen des Stalls entsorgt oder  desinfiziert werden muss. Vor dem Betreten eines Stalls sind Schuhe und Hände zu desinfizieren. Ansonsten gilt, den Kontakt zu Hausgeflügel und Wildvögeln zu meiden.  Um die Wildvögel nicht anzulocken, sollte Futter geschützt aufbewahrt werden und Oberflächenwasser sollte beseitigt werden.  Krankes Huhn untersuchtIm Rahmen eines Wildvogel-Monitorings sammeln derzeit die Städte und Verbandsgemeinden tot aufgefundene Wasservögel und Greifvögel ein und das Veterinäramt des Eifelkreises schickt sie anschließend an das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz zur Untersuchungen auf das Virus.  In Hausgeflügelbeständen gibt es die Untersuchungen nur in Verdachtsfällen, wie in dieser Woche bei einem Huhn aus dem Kreisgebiet. Ergebnis: Entwarnung.  Besondere HygieneZwar ist bislang kein Fall aufgetreten, in dem das Virus auf den Menschen übertragen wurde, dennoch sollten Verbraucher bei der Zubereitung von Geflügelfleisch auf besondere Hygiene achten.  Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine Übertragung über Lebensmittel unwahrscheinlich. Wichtig ist es, Geflügelgerichte gründlich durchzugaren. Rohes Geflügelfleisch sollte getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt werden und Küchengeräte gründlich gereinigt werden. Verbraucher können sich mit Fragen jederzeit an das Veterinäramt unter Tel. 06561/153390 wenden. bil  Foto: Janne Kloepper/ Pixelio Seit November ist die Vogelgrippe in Deutschland nachgewiesen. Diese Woche gab es einen Verdachtsfall im Eifelkreis. Es herrscht höchste Achtsamkeit. Hatte das Huhn nur Schnupfen, oder war es mit dem H5N8 Virus infiziert, sprich der  Vogelgrippe?…

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