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Rekordversuch auf der Nordschleife

Mayener Motorsport-Team unterstützt Dodge

Mayen. Der Plan ist klar: Die Dodge Viper mit dem 654 PS starken 8,4-Liter-V10-Motor soll auf der Nürburgring-Nordschleife die schnellste Rundenzeit eines straßenzugelassenen Fahrzeugs in den Asphalt "brennen". Der Mayener Viper-Experte Michael Mintgen und sein Team sind bei der Rekordjagd mit im Cockpit.

"Rekordjagd die Erste": Das Wetter spielt nicht mit. Regen, Wind und wenig sommerliche Temperaturen geben weder Dominik Farnbacher noch Luca Stolz die Chance auf einen Rekordeversuch.

"Rekordjagd die Zweite": Zwei Tage später schafft Farnbacher eine Rundenzeit von 7:03,45 Minuten. Das Viper-Team stellt gleich drei neue Rekorde auf: als schnellstes amerikanisches Auto, als schnellstes heckangetriebenes Auto und als schnellstes Auto mit Handschaltung. Der Rekord eines Lamborghini Huracán Performante mit 6:52 Minuten ist zwar noch in weiter Entfernung, aber eine "Sechs vorm Komma ist absolut möglich, aber dafür brauchst Du ,Big Balls‘, wie die Amerikaner sagen, denn der rund 1.600 Kilogramm schwere Bolide ist im wahrsten Sinn des Wortes eine Giftschlange", ist Mintgen in punkto Rekord zwar zurückhaltend, aber optimistisch.

Dabei hatte das Rekordteam beim zweiten Anlauf nur einen Versuch und das stimmt ihn zuversichtlich für die "Rekordjagd die Dritte", die am Freitag 25. August, in Angriff genommen wird. "Die Performance der Dodge Viper passt", erklärt auch Manfred Theisen vom Reifenpartner "Kumho Motorsport Europa". Möglich wird die Nordschleifen-Rekordjagd der Dodge Viper durch US-Fans, die in einer Crowdfunding-Kampagne bislang mehr als 193.000 US-Dollar sammelten. Ein texanischer Händler hatte daraufhin zwei Viper ACR nach Deutschland gebracht, deren Produktion jetzt in der fünften Generation eingestellt wird.

Der Mayener Michael Mintgen ist ein absoluter Viper-Experte, der die "Schlange" auf einer erfolgreichen Rekordfahrt in der Grünen Hölle begleitete und in den ADAC GT-Masters einsetzte. Das Werk hat ihn darauf hin immer wieder zur Vorbereitung des Sportwagens eingesetzt. Unter anderem war er für die US-Autobauer in Dubai und Saudi Arabien. "Ein saudischer Prinz war total begeistert, als er hörte, dass ich aus der Nähe des Nürburgrings komme. Er ist uns nicht mehr von der Seite gewichen. Vielleicht kommt er ja irgendwann einmal in die Eifel und dann will er bei mir vorbeischauen", erzählt Mintgen.

Foto: Pauly

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