Die Schule fit machen für die Zukunft

Gillenfeld. Wie wird Bildung in unserer direkten Umgebung im Jahre 2030 aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer der Zukunftskonferenz. Angeleitet von erfahrenen Referenten folgte auf einen Blick in Vergangenheit und das aktuelle Geschehen der Ausblick in das Jahr 2030. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das Ortsgeschehen in Gillenfeld und der Gemeinden am Pulvermaar auch in Zukunft ohne Schule schwer vorstellbar ist. Deutlich plausibler erschien die Öffnung des Schulgebäudes in den Sozialraum, als Veranstaltungsort, dessen zentrale Infrastruktur und Ausstattung von einem größeren Publikum als bisher genutzt werden soll.Positiv bewertet wurden die bisherigen Aktivitäten der Schule, sich als wohnraumnahe Bildungseinrichtung zu positionieren und das Bewusstsein für den Lebensraum Vulkaneifel zu stärken.Vor diesem Hintergrund wurde auch erörtert, welche möglichen Auswirkungen auf Gillenfeld und die umliegenden Orte eine Verlagerung des Schulstandortes hätte: Man war sich einig, dass Schüler und Lehrpersonen in Zukunft auch an anderen Orten lernen und lehren würden. Das Fehlen einer Schule als Standortfaktor wäre jedoch in vielen Bereichen spürbar:Es ging aber auch um konkrete Vorhaben. Unter dem Stichwort »Jung trifft Alt« sollen der bestehenden Idee einer Gemeinschaft aus Schülerinnen und Schülern, ortsansässigen Senioren und der Seniorenbeauftragten vernetzt werden. .Auch die Vernetzung mit den Betrieben vor Ort soll erweitert werden. Eine Beratungsstelle an der Schule mit Angeboten für Eltern soll ab Sommer eingerichtet werdenIm Rahmen einer Homepage-AG soll die Digitalisierung thematisiert werden. Zudem sollen die Klassenräume der Grundschule mit Whiteboards und Internetzugang ausgestattet werden.Im Bereich Natur und Umwelt passiert schon viel an der Schule mit „Essbare Schuke“, „Natur und Unesco-Geoparkschule“ und der Wundermaar-AG bereits sehr viel. Dieses Angebot wird abgerundet durch eine biologisch-geologische Schulung der Lehrkräfte und einen Ausbildung der Schüler zu zertifizierten Rangern.Wie wird Bildung in unserer direkten Umgebung im Jahre 2030 aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer der Zukunftskonferenz. Angeleitet von erfahrenen Referenten folgte auf einen Blick in Vergangenheit und das aktuelle Geschehen…

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Nicht länger von den Nachrichten abgehängt

Bitburg. In den Westeifel-Werken schaffen Mitarbeiter für Menschen mit Handicap einen Zugang zu Nachrichten. Beim Wochenspiegel informierten sie sich, wie dort Zeitung gemacht wird.  Im globalisierten Medienzeitalter, in dem immer und überall Nachrichten aus aller Welt abrufbar sind, gibt es immer noch Menschen, die von ihnen abgeschnitten sind. Das sind häufig Menschen mit Handicap. In dem Westeifel-Werk in Gerolstein hat sich vor zwei Jahren eine Gruppe zusammengefunden, die das ändern möchte. Die Idee dazu hatte Yasmin Klein aus Lissendorf, damals in der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. „Der Prokurist unserer sozialen Dienste, Hermann Dahm, hat mit dem Werkstattrat den Touch-Computer Cabito, ein barrierefreies Informationssystem der Caritas, angeschafft“, erzählt sie, wie es dazu kam, dass sich seitdem vier Mitarbeiter mit Handicap um die Aufbereitung von Nachrichten kümmern. Diese stellen sie abrufbar in einen Terminal, den jeder der behinderten Werkstattmitarbeiter nutzen kann. „Unsere Leute haben einen erschwerten Zugang zu den Medien. Ich wollte ihnen zeigen, wie sie sich Nachrichten beschaffen können und wie man mit Medien umgeht.“ Und davon profitieren nun alle Mitarbeiter in den Werken. Einmal in der Woche füttert die Medien-Gruppe das Informationssystem Cabito mit aktuellen Nachrichten. 80 Prozent der rund 540 Mitarbeiter in den drei Westeifel-Werken in Gerolstein, Wißmannsdorf-Hermesdorf und Weinsheim rufen sie ab. Nachrichten für Blinde und Gehörlose Bevor es soweit ist, wählen Patrick (29), Stefan (41), Kurt (32) und Manuela (38) aus, worüber sie berichten wollen. Dabei nutzen sie sorgfältig ausgesuchte Quellen aus dem Internet. Im nächsten Schritt schreiben sie die Nachrichten in eine verständliche Sprache um. Zweimal pro Woche unterbrechen sie dafür ihre Werkstattarbeit und treffen sich für zwei Stunden im Computerraum. Nachrichten machen statt Dichtungsringe aufschrauben oder Teile für Fahrzeuggangschaltungen zu montieren. Eine Abwechslung, die die Teilnehmer sehr schätzen. Damit alle Mitarbeiter der Westeifel-Werke die Nachrichten abrufen können, werden sie von ihnen nicht nur schriftlich und bildlich übermittelt, sondern auch eingesprochen. So können sich auch Blinde und Gehörlose informieren. Am Donnerstag besuchten die Medienleute der Westeifel-Werke die Wochenspiegelredaktion in Bitburg, um sich zu informieren, wie dort Zeitung gemacht wird.  Manju Rouzaud, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit bei den Westeifel-Werken, erklärt, dass das Erlangen von  Medienkompetenz ein weiterer wichtiger Schritt in der Aufgabe der Westeifel-Werke sei, Menschen mit Handicap die Teilnahme am Arbeitsleben und dem Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Alle vier Teilnehmer der Projektgruppe haben viel dazu gelernt: Sie können mit dem PC und dem Internet umgehen und sie gehen kritisch und aufmerksam mit dem um, was dort geschrieben ist. „Im Betrieb achtet man sie sehr hoch, denn sie können Nachrichten lesen und verstehen“, macht Yasmin Klein bewusst, dass das längst keine Selbstverständlichkeit ist. Ihre Mediengruppe steuert dazu bei, dass mehr Menschen mit Handicap trotzdem nicht von Informationen abgehängt werden. bilIn den Westeifel-Werken schaffen Mitarbeiter für Menschen mit Handicap einen Zugang zu Nachrichten. Beim Wochenspiegel informierten sie sich, wie dort Zeitung gemacht wird.  Im globalisierten Medienzeitalter, in dem immer und überall Nachrichten aus…

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