Thorsten Wirtz

»Der Lückenschluss bleibt das wichtigste Straßenbauprojekt«

Kreis Vulkaneifel. Seit 2009 gehört Patrick Schnieder aus Arzfeld dem Deutschen Bundestag an. Am 22. September stellt sich der 45-jährige CDU-Politiker erneut zur Wahl, um sich in Berlin für die Interessen des Wahlkreises 203, dem unter anderem der Vulkaneifelkreis angehört, einzusetzen.

Infrastruktur, Mittelstand und den ländlichen Raum stärken - diese drei Themen stehen für Schnieder aus lokalem Blickwinkel im Mittelpunkt seiner Arbeit in Berlin. »Der A1-Lückenschluss bleibt das wichtigste Straßenbauprojekt in Rheinland-Pfalz und für unsere Region. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass der Lückenschluss kommt«, macht der ausgebildete Jurist darauf aufmerksam, dass man insgesamt gute Verkehrsverbindungen in der ländlich geprägten Region brauche. »Darüber hinaus zählt schnelles Internet zu einem grundlegenden Element der Infrastruktur. Wir brauchen einen zügigen, flächendeckenden Ausbau von Breitband-Internet.«Daneben möchte sich der gebürtige Kyllburger und in Birresborn aufgewachsene Christdemokrat für eine Politik einsetzen, die die mittelständischen Betriebe, welche die hiesige Wirtschaft prägen, stärkt. »Dazu zählt für mich unter anderem gezielter Bürokratieabbau.«Ebenfalls charakteristisch seien für die gesamte Region die landwirtschaftlichen Betriebe. »Auch kommende Generationen sollen in diesen Betrieben wirtschaften und davon leben können«, macht sich Schnieder  für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Landwirtschaft stark. Leben im ländlichen Raum heißt für ihn aber auch, eine gute ärztliche Versorgung vorzufindet. »Diese muss auch für die Zukunft sichergestellt werden.«Der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU trat den Christdemokraten 1984 bei, weil sich deren Grundüberzeugungen mit seinen Vorstellungen decken, »Politik aus dem christlichen Menschenbild heraus zu machen.« An der Berliner Arbeit reizt ihn, dass dort die Weichen für die Entwicklung des Landes gestellt werden. »Hieran mitzuwirken, ist allein schon eine riesige Herausforderung. Für mich kommt hinzu, die Belange meiner Heimat in die Entscheidungsfindung mit einzubringen. Denn manche Rahmenbedingungen müssen für die Eifelregion anders gesetzt werden als für städtische Bereiche.«Sachlichkeit und Gelassenheit seien ihm immer gute Ratgeber in seiner Arbeit gewesen, sagt Schnieder, der politisch keinem Vorbild nacheifert. Geprägt habe ihn aber vor allem die Kanzlerschaft Helmut Kohls mit der Vollendung der Deutschen Einheit und dem Zusammenwachsen Europas.Die Arbeit auf bundespolitischer Bühne ist für ihn nicht nur weiter erstrebenswert, sondern sie erfordert auch ein hohes Maß an räumlicher Flexibilität. »Der Bundestag tagt durchschnittlich 22 Wochen im Jahr. In diesen Wochen bin ich von Montag bis Freitag in Berlin. Die restliche Zeit bin ich im gesamten Wahlkreis unterwegs«, erklärt Schnieder, dem es wichtig ist, trotz der vielen unterschiedlichen Termine und Verpflichtungen Zeit mit der Familie zu verbringen. »Deshalb planen wir gemeinsame Freizeit«, bevor es demnächst für eine weitere Legislaturperiode in den Deutschen Bundestag gehen könnte.

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