Jupp Hammerschmidt: Ne baschtisch wracke Wönk

Bad Münstereifel 20:00
Einzeltermin

Jupp Hammerschmidt: Ne baschtisch wracke Wönk

Für Nicht-Eifeler: Dieses Programm ist keineswegs ein Schnellkursus für einen selten gesprochenen ungarischen Dialekt, nein, es handelt sich hierbei tatsächlich um eine Variante der deutschen Sprache. Keine Angst also, auch Nicht-Eifeler werden alles verstehen.
Jupp Hammerschmidt bemerkt dazu:

Nichts bestimmt das Leben in der Eifel so sehr wie der heftige, ekelhafte, fiese Wind. „Ne baschtisch wracke Wönk“. Der Wind ist so grausam – da musst du dir schon einen „Wrack“ mehr anziehen. Oder auch zwei. Und wenn du das nicht tust, zerbirst es dich. Und „zerbersten“ heißt im Eifeler Platt „baschte“: „Ne baschtisch wracke Wönk“ also.
Als natürlichen Windschutz haben die Eingeborenen dann im Laufe der Jahrtausende bekanntlich hohe Buchenhecken angebaut, beschnitten und liebevoll gepflegt, bis sie schließlich das wurden, was sie heute sind: Das achte Weltwunder.
Der doppelte Überschlag in der Schiffschaukel kommt ebenfalls zur Sprache, auf jeder Kirmes eine herausragende Möglichkeit für einen männlichen Heranwachsenden, den Mädels zu imponieren, vor allem, wenn er beim Überschlag den Halt verlor und in einer 20 Meter entfernten Baumkrone landete – oder auf dem Misthaufen nebenan.
Der „baschtisch wracke Wönk“ dominierte das Leben in der Eifel in allen Belangen – bis hin zur sparsamen Verwendung der Sprache – man wollte diesen ekelhaft fiesen Wind nicht auch noch in den Atemwegen haben.
Die immer wieder zu hörenden hämischen Kommentare über die Folgen der „innerfamiliären Fortpflanzung“ auf engstem Raum hinter den Hecken weist Hammerschmidt klipp und klar zurück – Forschungen haben längst eindeutig nachgewiesen: Die Eifeler waren vom IQ her immer schon in der Lage, einfache Sortierarbeiten zu verrichten, da gibt es keinen Zweifel.
Allerhand „Versenktexte“ fehlen ebenso wenig wie das Poem über den berühmten „Brunnen auf der Triftstraß“, das Franz Schubert so einfühlsam vertonte.
Und wozu es gut war, sich vor der Wallfahrt nach Heimbach die Hosentaschen voll Kaffeebohnen zu stopfen – diese seit Jahrzehnten immer wieder gestellte Frage wird ebenfalls endlich beantwortet.

Kosten

19.00 €

Webseite

http://www.theater-1.de/tkprg.htm