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Betrügerischer Teppichreiniger unterwegs

Hunsrück/Nahe. Bei der Kripo in Trier sind zahlreiche Hinweise und Anzeigen wegen mutmaßlich betrügerischer Teppichreiniger eingegangen. Ermittlungen führten zu mehreren Tatverdächtige und zahlreichen Geschädigten.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei haben die Männer in Werbebroschüren damit geworben, hochwertige Teppiche kostengünstig zu reinigen und kleinere Reparaturen daran durchzuführen. Für ihre Dienstleistung  sollen sie teilweise Beträge von mehreren tausend Euro verlangt haben. In einem Fall sollen wertvolle Teppiche gar beschädigt worden sein.

Bereits im Mai hatten sich besorgte Bürger an die Polizei gewandt und von dieser Masche berichtet. Betroffen waren meist ältere Menschen. So sollte eine 85-jährige Frau aus der Verbandsgemeinde Ruwer 5.000 Euro für die Reinigung bezahlen. Ein aufmerksamer Nachbar meldete dies der Polizei. Die war zum ausgemachten Übergabezeitpunkt an der Wohnanschrift der Seniorin und konnte zwei 29-jährige Männer aus Nordrhein-Westfalen vorläufig festnehmen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die beiden in noch weiteren Fällen ihre Dienstleistung angeboten hatten. Zum Beispiel in Konz, wo sie bei einer 82-Jä#hrigen elf Teppiche für 22.000 Euro gereinigt und teilweise beschädigt zurückgebracht haben sollen.

Die letzten Anzeigen und Hinweise gingen im Juli bei der Kripo ein. Auch hier konnten die Beamten zwei 19 und 20 Jahre alte Männer aus Nordrhein-Westfalen ermitteln, die mit der gleichen Maschen vorgegangen sind. Zwischenzeitlich sind bei der Kripo über ein Dutzend Fälle bekannt. Die Beamten haben zahlreiche Teppiche und Beweismittel sichergestellt und mit weiteren potentiell Geschädigten Kontakt aufgenommen. "Wir nehmen an, dass es weitere Menschen gibt, die sich auf die Annoncen in den Werbeflyern gemeldet und hohe Summen für die Reinigung oder Reparatur von Teppichen bezahlt haben", sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, Karl-Peter Jochem. Er warnt vor solch angeblich günstigen Angeboten und rät dazu, Vergleichsangebote einzuholen oder sich vor dem Abschluss von Aufträgen bei der Verbraucherzentrale zu informieren. Sollten überhöhte Zahlungen gefordert werden oder bereits gezahlt worden sein, rät Jochem zur Anzeigenerstattung bei der Polizei.

Die Polizei bittet um Hinweise und Meldung weiterer Zeugen an die Kripo Trier, Telefon 0651/9779-2243 oder 0651/9779-2290.

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Ein neues Leben fern der Heimat

Eicherscheid. »Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö). Natürlich, weil er seine Frau Mira, mit der er seit Sommer standesamtlich verheiratet ist, nun auch zeremoniell sein Ja-Wort geben kann. Aber besonders, weil seine Familie und viele Freunde den gebürtigen Eicherscheider in seiner neuen koreanischen Heimat besuchen werden. Drei Jahre wird der 32-Jährige dann schon auf der koreanischen Halbinsel leben. Zunächst für 18 Monate in Gwangju an der Westküste, nun in Pohang ganz im Osten des Landes. Aktuell macht er seinen Master in Maschinenbau. Das Abenteuer von fernen Ländern und Kulturen ist dabei fast schon nichts Neues für Mario Rüttgers. Er reiste durch Südamerika, studierte dort und in China und lebt eben nun in Korea - mit Ehefrau Mira und Tochter Nara. »In Korea spielt das Alter eine sehr große Rolle«, hat Rüttgers festgestellt. In der Sprache gibt es mehr als acht Formalitäts- und Höflichkeitsstufen. Man verwendet dann zum Beispiel im Gespräch mit Älteren eine ganz andere Grammatik. Und in der U-Bahn werden speziell Plätze für Senioren bereitgehalten. Rüttgers: »Da setzt sich kein junger Mensch hin - das ist wirklich beeindruckend.« Auch der Einfluss der Großeltern auf die Kindeserziehung sei größer als in Deutschland. »Wir haben aber eine gesunde Mischung für unsere Nara gefunden«, lacht Rüttgers und ist dankbar, dass seine Schwiegereltern viel Verständnis für den Europäer aufbringen. Alter statt Leistung »Auch auf der Arbeit gilt das Altersprinzip und nicht wie bei uns die Leistung.« Leider wirke sich das auch auf den Fußball aus, erklärt Rüttgers. »Wenn wir Studenten gegen Teams mit älteren Spielern spielten, sind für die andere Mannschaft Regeln wie Abseits einfach wegefallen. Damit kann ich mich bis heute nicht abfinden«, zeigt der Eifeler Unverständnis. »In alteingesessenen Firmen gilt das Prinzip: Befehlen und gehorchen«, weiß Rüttgers. Er selbst ist für einen westlich geprägten Professor tätig und hat daher Glück. Mit gerade einmal sieben Tagen Jahresurlaub muss er nicht auskommen. Dagegen gefällt Rüttgers das Freizeitverhalten vieler Koreaner. »Am Wochenende geht es zum Wandern und Bergsteigern. Der 32-Jährige selbst fährt gerne Rad. »Es gibt hier ein Intercity-Fahrradwegenetz durch das ganze Land.« Von seinem Sprachkurs in Gwangju hat er 300 Kilometer zu Freundin Mira nach Pohang zurück gelegt. Im Februar 2016 hat er die Westküste 900 Kilometer lang beradelt und im August 2016 war ein alter Schulfreund zu Gast - Sebastian Milz aus Huppenbroich. Mit ihm ist er von Seoul nach Busan gefahren (ca. 700 km). »Ein tolles Erlebnis für uns Beide!« Von einer Selbstverständlichkeit in Korea träumen viele Eifeler: »Bei Internetkonnektivität und –geschwindigkeit ist Korea weltweit führend«, weiß Rüttgers. Ständig bringe Samsung neue »smarte« Produkte auf den Markt. »Einkaufen gehen wir nur als Freizeitbeschäftigung - Lebensnotwendiges wird online bestellt.« Familie zu Besuch Als Eltern und Schwestern im Sommer zu Besuch waren, genoss es der Neu-Koreaner aber auch, seiner Familie das traditionelle Korea zu präsentieren. Und das werden sie auch bei der Hochzeit im Juni kunterbunt und lebensfroh erfahren. »Dann wird auf dem Boden geschlafen, gefeiert und gereist - ganz traditionell eben«, sehnt Mario Rüttgers dem großen Tag und vielen schönen Begegnungen entgegen.»Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö).…

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