Kai Brückner

Expedition in die Heimat: Unterwegs im Nahetal

Hunsrück/Nahe. Die Nahe rockt - und sie ist gleichzeitig ein Ort besonderer Ruhe. Das stellt Expeditionsleiter Jens Hübschen während seiner Tour entlang der knapp über 100 Flusskilometer zwischen der Quelle im saarländischen Selbach und der Mündung in den Rhein bei Bingen immer wieder fest. Nach der Sommerpause sendet das SWR Fernsehen die unterhaltsame Reisereportage "Expedition in die Heimat" wieder jeden Freitag, um 20.15 Uhr. Den Auftakt macht die 90-minütige Sendung mit "Unterwegs im Nahetal" am 4. Oktober.

Die Nahe steht unter anderem für Stille und Abgeschiedenheit: Da ist der Disibodenberg, auf dem zugewuchert, wie im Dornröschenschlaf, die Ruinen des Klosters liegen, in dem die heilige Hildegard von Bingen den Großteil ihres Lebens verbrachte. Ein Ort, der noch heute zum Innehalten und zur Meditation einlädt. Genauso wie das in den Fels gehauene Eremitenkloster von Bretzenheim, in seiner Art einmalig nördlich der Alpen. Und hier ist auch die vom Deutschen Wanderinstitut gerade mit einer Traumnote bewertete Wandertour rund um das Örtchen Nohen, die Wanderer in fast unberührte Natur lockt und ihnen atemberaubende Ausblicke bietet. Jens Hübschen macht an der Nahe auch das kleinste und das größte Museum von Rheinland-Pfalz ausfindig. Und er besucht zwei Holländer, die mitten im Wald ihr Traumhaus gefunden haben ? so abgeschieden, dass sie ihren eigenen Schneepflug brauchen.

Die Nahe rockt

Aber die Nahe kann auch wild und laut sein. "Expedition in die Heimat" besucht ein Konzert der Toten Hosen am Bostalsee unweit der Nahequelle. Jens Hübschen lässt sich von "Ausbilder Schmidt" bei einer Stadtführung der besonderen Art durch dessen Heimatstadt, die Edelsteinmetropole Idar-Oberstein, dirigieren. Er besucht Winzer, die einen Riesling speziell für Rockfans abfüllen, und hört Alphörnbläser "Highway to hell" schmettern ? am Rotenfels, der größten Steilwand nördlich der Alpen. Und ganz still geht es auch nicht beim Matschfußballturnier in Simmertal zu, genau so wenig wie beim Mettwoch in Rüdesheim, zu dem sich junge Kreative treffen, um vergängliche Kunst zu schaffen ? aus Mett. Aber es gibt natürlich auch solche Naheländer, die die lauten und die leisen Töne beherrschen, wie Gerhard Engbarth, der den Blues an die Nahe geholt hat und Jens Hübschen in die Kunst des Mundharmonikaspielens einführen will.

Sendetermin. Expedition in die Heimat: "Unterwegs im Nahetal", Freitag, 4. Oktober 2013, 20.15 Uhr, SWR Fernsehen

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