Geht ein "Feuerteufel" um?
Hunsrück/Nahe. Nachdem in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche ein Gewerbebetrieb in Roxheim brannte (der WochenSpiegel berichtete), wurden die gleichen Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Rüdesheim in der Nacht von Samstag auf Sonntag erneut zu einem Brand einer Gewerbehalle gerufen.












Um 03:14 alarmierte die Leitstelle Bad Kreuznach die Feuerwehren aus Hargesheim, Roxheim, Rüdesheim und Wallhausen sowie der Führungsdienst zum Brand im Hargesheimer Gewerbegebiet "Auf dem Rullstein". In der Halle, in der eine Fahrzeugaufbereitungsfirma, eine Oldtimer-Garage und ein Maler- und Lackiererbetrieb in drei räumlich getrennten Gebäudeteilen eingemietet sind, kam es in Folge des Brandes zu sehr starker Rauchentwicklung in allen drei Hallenbereichen. Neben einer Brandstelle im Inneren eines Hallenabschnitts brannten beim Eintreffen der Feuerwehr bereits Teile der auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage.
Die Feuerwehr musste zunächst die Zugänge gewaltsam öffnen, um dann mit Wärmebildkameras den Brandherd zu ermitteln. Insgesamt wurden parallel drei Angriffstrupps unter schwerem Atemschutz zum Innenangriff eingesetzt, die das Feuer schnell unter Kontrolle brachten und die Flammen ablöschten. Während der Brandbekämpfung wurden parallel mehrere Überdrucklüfter von außen in Stellung gebracht, um das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Mehrere Campinggasflaschen und Chemikalienbehälter wurden sicherheitshalber ins Freie gebracht und gekühlt.
Prüfungen der Feuerwehr ergaben, dass keine Schadstoffe mit dem abfließenden Löschwasser in die Kanalisation gelangt waren. Weitere Kontrollen mit Wärmebildkameras ergaben eine weitere Gefahr der Wiederentzündung. Nachdem letzte Glutnester gelöscht und alle Hallen von Brand- und Rauchgasen befreit waren, wurde die Einsatzstelle zur weiteren Ermittlung der Brandursache der Polizei übergeben.













Artikel kommentieren
Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.