mb

Gerechtes Unentschieden in Mehring

FC Karbach startet mit 0:0 in das Ligajahr 2016

Hunsrück/Nahe. Betrachtet man die Ergebnisse im Hin- und Rückspiel, dann könnte man meinen, der SV Mehring und der FC Karbach haben einen Nichtangriffspakt geschlossen. Wie im Hinspiel auf dem Quintinsberg trennte man sich nun auch zum Oberliga-Auftakt 2016 mit einem torlosen Remis.

Das Spiel auf dem Mehringer Kunstrasen zeigte aber über die gesamte Länge, dass die sportliche Rivalität, die beide Vereine besonders bis in die Schlussphase der letzten Rheinlandliga-Saison 2014/15 gepflegt haben, auch in der Oberliga Bestand hat. Gleich von der ersten Minute an gingen beide Teams engagiert zu Werke, suchten jeweils vor dem gegnerischen Tor den Abschluss. In den ersten zehn Minuten war Karbach etwas präsenter, dann aber hatten die Platzherren ihr System gefunden und kamen in der 14., 18. und 20. Minute zu sehr guten Einschusschancen. Doch die Bälle gingen jeweils knapp am Karbacher Tor vorbei.

Ball lag im Netz - aber auf der falschen Seite

In der 32. Minute lag der Ball dann im Netz, allerdings auf der anderen Seite. Eine Hereingabe von rechts in den Strafraum flog auf Karbachs Torjäger Enrico Köppen zu, von hinten lief auch David Eberhard herein. Schlussendlich traf der lange Abwehrspieler mit dem Kopf ins Tor. Da aber Köppen vorher im Abseits gestanden hatte erkannte das Schiedsrichtergespann unter der Leitung von Ingo Kreutz den Treffer leider nicht an.

Viel Elan, viele Chancen, aber kein Treffer

Ohne Wechsel ging es für beide Teams in die zweite Spielhälfte, in der sie weiterhin mit viel Elan die Chancen suchten, jeweils aber meist an den gut spielenden Abwehrreihen scheiterten. Bei Karbach zeigte hier besonders Philipp Flaßhaar im defensiven Mittelfeld eine gute Partie. In der Vorrunde war er Einwechselspieler, diesmal kam er nach guten Leistungen in den Testspielen gleich von Anfang an für Thomas Klasen in die Startelf. Und dort rechtfertigte er auch in Mehring das Vertrauen von Trainer Torsten Schmidt.

Es blieb beim Unentschieden

Fast wäre der SV in Führung gegangen, als Karbachs Kapitän Maxi Junk in der 73. Minute mit einem „Blackout“ vor dem eigenen Strafraum den Mehringern den Ball überließ. Doch auch dieser Schuss traf nicht ins Ziel. Auf der Gegenseite hatten Mathias Fischer und Enrico Köppen im Laufe der letzten 15 Minuten noch Chancen, aber die wurden nicht genutzt. So blieb es bis zum Ende beim 0:0 in einem kämpferischen Spiel, das beide Teams mit Respekt und Fairness absolvierten. Schiedsrichter Kreutz kam mit je einer gelben Karte auf beiden Seiten aus.

"Ordentlichen Start geschafft"

„Uns fehlte vorne die letzte Überzeugung, dann hätten wir das Spiel gewinnen können. Karbach konnte dank seiner Tabellenposition etwas mehr wagen, letztlich war das Unentschieden gerecht.“, meinte Mehrings Trainer Frank Meeth nach dem Spiel. Torsten Schmidt sah es für Karbach ähnlich: „Wir haben verglichen mit den Testspielen einen ordentlichen Start in das Ligajahr 2016 geschafft, mit dem Auswärtspunkt kann ich zufrieden sein. Unser Ziel ist für die restliche Saison ein Punkteschnitt von zwei pro Spiel, dann dürften wir auch weiterhin im oberen Bereich der Tabelle bleiben können.“

Am Samstag geht's gegen Borussia Neunkirchen

Am kommenden Samstag hat der FC Karbach auf dem Quintinsberg um 15 Uhr Borussia Neunkirchen zu Gast. Die Saarländer zogen mit ihrem Sieg gegen Salmrohr in der Tabelle mit 35 Punkten an Karbach vorbei auf den dritten Platz, die Karbacher haben jetzt auf dem vierten Rang 34 Zähler auf dem Konto. Damit ist für reichlich Spannung im ersten Oberligaheimspiel im Hunsrück gesorgt.

Text/Foto: Arno Boes

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

weiterlesen