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Naturschutz kurbelt Wirtschaft und Tourismus

Hunsrück/Nahe. Dreyer/Höfken/Wissing: Naturschutz kurbelt Wirtschaft und Tourismus an Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat heute anlässlich des zweijährigen Bestehens des Nationalparks Hunsrück-Hochwald im Hunsrückhaus am Erbeskopf getagt und damit die Bedeutung des Nationalparks für die Landesregierung sowie das Interesse an der gemeinsamen Weiterentwicklung des Nationalparks und der Nationalparkregion betont: "Wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung des Nationalparks und der Nationalparkregion in den vergangenen beiden Jahren.

In der Sitzung des Ministerrates, aber auch im Gespräch mit den Verantwortlichen aus der Region haben wir konkrete Maßnahmen vereinbart, wie wir auch in den kommenden Jahren den Nationalpark weiterentwickeln wollen", unterstrichen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Umweltministerin Ulrike Höfken und Wirtschaftsminister Volker Wissing anlässlich der heutigen Gespräche. Der Ministerrat dankte im Rahmen der Sitzung den Beschäftigten und Ehrenamtlichen des Nationalparks für ihr großes Engagement. Der Nationalpark ist identitätsstiftender Bürgernationalpark Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigte sich erfreut, dass der erste Nationalpark in Rheinland-Pfalz so schnell zu einem Touristenmagnet geworden ist: Mehr als 45.000 Besucherinnen und Besucher im vergangenen Jahr seien Ausweis dafür. "Mit dem Nationalpark gelingt es uns, die Natur zu schützen, Biodiversität zu gewährleisten und eine ganze Region profitiert davon. Wir wollen in diesem Sinne diese positive Entwicklung mit den drei Nationalpark-Landkreisen weiter voranbringen. Allein für den Breitbandausbau der drei Landkreise stellen wir 30 Millionen Euro in Aussicht", unterstrich die Ministerpräsidentin.

Der Nationalpark ist gelebter und konkreter Umwelt-, Natur- und Klimaschutz

Seit der Eröffnung seien schon zahlreiche Projekte aus dem Nationalparkkonzept angestoßen und umgesetzt worden: Tourismusentwicklung, Anschluss an den öffentlichen Pesonennahverkehr, Breitbandausbau, Baukultur und Umwelt-, Bildung- und Umweltforschung. Erfreulich sei hierbei die intensive Zusammenarbeit der rheinland-pfälzischen und saarländischen Landesregierungen, der Kommunen, des Naturparks Saar-Hunsrück, der regionalen Unternehmen sowie der Bürgerinnen und Bürger der Region bei der Entwicklung des ersten Nationalparks in Rheinland-Pfalz: "Uns ist es wichtig, dass die Menschen, die in der Region des Nationalparks leben, die Zukunft ihres Nationalparks aktiv mitgestalten", so die Ministerpräsidentin. Dabei sei es von besonderer Bedeutung, dass von Anfang an die Aspekte des Naturschutzes und der Regionalentwicklung gemeinsam gedacht worden seien. "Mit der Gründung des Nationalparks haben wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Strategie für die Erhaltung der biologischen Vielfalt geleistet. Der Nationalpark ist gelebter und konkreter Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Schritt für Schritt kehrt nun unberührte Wildnis zurück.

Uralte Wälder und seltene Tierarten

Wälder werden uralt, seltene Katzen wie die Wildkatzen finden unberührten und geschützten Lebensraum vor, mit der Keltenkatze als Markenzeichen verbinden wir die einzigartige Kombination von Natur- und Kulturschätzen", unterstrich Umweltministerin Ulrike Höfken. Landesregierung gibt rund 95 Mio. Euro für weitere Unterstützung für Naturschutz und Regionalentwicklung Seit dem Jahr 2013 hat die Landesregierung mit 62 Millionen Euro die Region unterstützt. Zum Beispiel in Projekte von Lokalen Aktionsgruppen (LEADER-Projekte), in die Stadt- und Dorfentwicklung, in den Breitbandausbau sowie in den Tourismus. In den kommenden Jahren sind weitere bis zu 95 Millionen Euro aus Landesmitteln sowie Bundes- und EU-Mitteln in den Bereichen Naturschutz, Stadt- und Ortsgemeindeentwicklung, Tourismus und Breitbandausbau vorgesehen, so Umweltministerin Ulrike Höfken. Die Umweltministerin verwies auch darauf, dass in diesem Jahr das Naturschutzprojekt "Bänder des Lebens" starte, bei der für die Vernetzung von Biotopen in der Nationalparkregion 15,6 Millionen Euro zur Verfügung stünden. Von großer Bedeutung für die Marke Nationalpark sei eine flächendeckende Beschilderung mit touristischen Hinweisschildern. Diese sei bereits an Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen vorgenommen worden. Höfken zeigte sich erfreut, dass eine Ausweisung von Wanderparkplätzen und Nationalparktoren anstehe. Nun sei auch eine wegweisende Beschilderung an den Ausfahrten und Kreuzungen notwendig, so Höfken. Sie freue sich, dass die zuständigen Behörden das Thema aufgreifen und die notwendigen Schritte eingeleitet werden. "

Nationalpark soll wirtschaftlich ein Erfolg werden

Aus wirtschaftspolitischer Sicht wollen wir, dass der Nationalparkt ein Erfolg wird", betonte Wirtschaftsminister Volker Wissing. Allerdings sei der Nationalpark kein Selbstläufer. Es bedürfe vielmehr einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der touristischen Angebote vor Ort sowie der Infrastruktur. "Tourismus braucht Menschen und diese benötigen gut ausgebaute Verkehrswege, um die Ziele bequem erreichen zu können", so Wissing. Besonders hob er die Bedeutung der Nationalpark-Ranger als Naturbotschafter vor. "Durch die Ranger wird Naturschutz von einer abstrakten Idee zu einem direkt erfahrbaren Erlebnis", so der Wirtschaftsminister. Die Führung der Ranger für Groß und Klein, Alt und Jung sowie Menschen mit Handicap seien ein wichtiger Beitrag für die gesellschaftliche Akzeptanz des Naturschutzes. "Die Park-Ranger leisten mit ihrer großarten Arbeit vor Ort einen wertvollen Beitrag für den touristischen Erfolg des Nationalparks", unterstrich Minister Wissing. Der Wirtschaftsminister dankt im Namen der Landesregierung den Beschäftigten des Nationalparks für die hervorragende Arbeit vor Ort. "Dass der Nationalparkt heute nicht als Fremdkörper, sondern als fester Bestandteil der Region akzeptiert wird, ist nicht zuletzt den vielen Menschen zu verdanken, die sich ehrenamtlich oder auch beruflich für den Naturschutz vor Ort einsetzen", so Wissing. Umweltministerin Ulrike Höfken hob hervor, dass die gemeinsame Nutzung von Räumen durch den Umweltcampus Birkenfeld und dem Nationalparkamt auf dem Gelände des Umweltcampus erhebliche Synergieeffekte bringe. Nicht nur die Einsparung von Fläche, sondern auch die Nutzung bestehender Infrastruktur wie Bibliothek, Mensa, Sozialräume sei für beide Seiten von großem Vorteil. Die Erreichbarkeit mit Bus und Bahn sei dadurch ideal und auch die Nutzung der Hörsäle bei Veranstaltungen und die Nähe eines Tagungshotels machen den Standort zusätzlich attraktiv. Umweltministerin Ulrike Höfken begrüßte auch weitere Formen der Kooperation: "Die intensive Kooperation im Bereich Forschung und Lehre bindet Wissenschaftler und junge Menschen an den Nationalpark, der wiederum von deren Arbeiten profitiert und als großes Freilandlabor zur Verfügung steht. Es liegt auf der Hand, diese Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. Der Umweltcampus, der vor über 20 Jahren als Konversionsprojekt angestoßen wurde, ist ein inzwischen weltweit bekanntes Symbol für die regionale Entwicklung. Mit einem international bekannten Label "Nationalpark" rundet sich dieses Bild ab", so Umweltministerin Höfken.

Die Entwicklung des Nationalparks und der Nationalparkregion sei auf einem guten Weg. Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Umweltministerin Ulrike Höfken und Wirtschaftsminister Volker Wissing versicherten, dass die Landesregierung auch in Zukunft mit großen Engagement zum Erfolg des Nationalparks beitragen werden: "Wir werden uns weiter dafür einsetzen, die biologische Vielfalt, den Tourismus, die regionale Entwicklung und die Identität in der Region kontinuierlich voranzubringen. Die Entwicklung des Nationalparks ist in vollem Gange, die Entwicklung wird über 30 Jahre erfolgen!"

 

 

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