Andrea Wagner

Per App zu den Kirchen am Mittelrhein

Boppard. Das Ökumenisches Forum Mittelrhein hat die neue Smart-Phone-App "Kirchen im UNESCO-Welterbe Mittelrhein" vorgestellt. In ihr sind 121 Kirchen zwischen Bingen und Koblenz verzeichnet.

Die einmalige Kulturlandschaft beiderseits des Rheins werde durch Burgen und Schlösser, nicht weniger aber auch durch Kirchen geprägt, hob  Propst Sigurd Rink, Vertreter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hervor.

Ökumenische Zusammenarbeit

Durch die Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen in zwei evangelischen Landeskirchen und des Bistums Limburg sei in Zusammenarbeit mit der Wiesbadener Unternehmensberatung Pilar May ein digitaler Führer zu 121 Gotteshäusern zwischen Bingen und Koblenz entstanden.  Rink, der neben seinem Propstamt  auch Beauftragter der EKD für "Kirche in Freizeit und Tourismus" ist, sprach von einem Perspektivenwechsel, den die Kirchen vollzögen: Von einem Blick auf die eigenen Gemeinden hin zu den jährlich hunderttausenden Touristen, die den Rhein besuchten. Die Kirchen auf beiden Seiten seien baulich oft herausragend.

Zahlreiche Funktionen und Übersichten

Für viele Menschen sei das Smartphone zu einem selbstverständlichen Begleiter geworden, gerade wenn sie sich in einer fremden Region befänden, erklärte Propsteisprecher Dr. Roger Töpelmann den Hintergrund für die Kirchenbewerbung mit dem neuen Medium. Die App besitzt zahlreiche Funktionen und Übersichten, mit denen Besucher Kirchen finden können, so etwa auch in Kaub, St. Goarshausen, Bacharach oder St. Goar. Alle Gotteshäuser werden kurz beschrieben und sind auf ihrer jeweiligen Homepage erreichbar. Auf einer eigenen angeschlossenen Facebook-Seite können "User" Bewertungen abgeben und eigene Fotos vom Flusspanorama und dem Gang durch die Kirche veröffentlichen. Zur Unterhaltung gibt es ein Puzzle mit Kirchenbildern, ein Quiz und eine Taschenlampe.

Seit mehr als zehn Jahren setzt sich das ökumenische Forum Kirchen im Welterbe Mittelrhein weitgehend auf ehrenamtlicher Basis dafür ein, den hohen Stellenwert der Gotteshäuser für die Kultur und das Leben in der Region zu unterstreichen.

In den App-Stores Google und Apple steht die App künftig zum kostenfreien Herunterladen unter dem Suchwort KirchenMRH zur Verfügung.

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