Magdalena Bomba

Schwächere Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt

Bad Kreuznach. Arbeitslosigkeit steigt auf 6,5 Prozent

Im Juli stieg die Arbeitslosigkeit in allen Regionen des Bezirks der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach an. Der Anstieg resultierte aus den jahreszeitlich üblichen Arbeitslosmeldungen von Schul- und Ausbildungsabsolventen, aber auch von zusätzlichen Arbeitslosmeldungen von zuvor Beschäftigten. Erfreulich ist, dass die regionale Wirtschaft auch im klassischen Ferienmonat Juli einen hohen  Arbeitskräftebedarf hat.

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist zum einen jahreszeitlich üblich und beinhaltet die zusätzlichen Meldungen der Schul- und  Ausbildungsabsolventen zu Ferienbeginn. Zum anderen meldeten sich aber auch mehr Menschen unmittelbar nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Weiterhin stabil ist erfreulicherweise die Nachfrage nach Arbeitskräften."

So beschreibt Joav Auerbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit die Situation am Arbeitsmarkt das erste Mal, seit er die Geschäfte am zweiten Juli in Bad Kreuznach übernommen hat.Im September kommt der Arbeitsmarkt üblicherweise wieder in Schwung.Vor dem Hintergrund der abgeschwächten Entwicklung sind die ErwartungenAuerbachs für den Spätsommer nicht mehr ganz so hoch. "Von einer Trendwende am Arbeitsmarkt gehe ich aber nach der derzeitigen Lage für dieses Jahr nicht aus", so seine Einschätzung. In den einzelnen Regionen des Agenturbezirks hat sich die Arbeitslosigkeit durchaus unterschiedlich entwickelt, insbesondere, wenn man den Vergleich mit dem Vorjahr heranzieht.

Im Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach 10 249 Menschenarbeitslos, 555 oder 5,7 Prozent mehr als im Juni und 508 oder 5,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit stieg die Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent im Juni auf 6,5 Prozent im Juli an.

Erfreulich ist, dass die heimischen Betriebe und Verwaltungen im Juli trotzUrlaubszeit einen hohen Arbeitskräftebedarf haben. Insgesamt stehen denArbeitsuchenden 635 neue Arbeitsstellen zur Verfügung, darunter 597 sozialversicherungspflichtige.Das sind insgesamt 12,2 Prozent mehr als noch im Juni und auch 10,6 Prozent mehr als im Juli 2011. 1 384 Stellen sind zurzeit im Agenturbezirk vakant, davon sind 1 290 sozialversicherungspflichtig. Dies sind allerdings nur die Vakanzen, die auch der Agentur für Arbeit gemeldet wurden.

Innerhalb Jahresfrist (von Juli 2011 ? Juli 2012) ging die Arbeitslosigkeiteinzig in Birkenfeld (- 3,2 Prozent) zurück. In allen anderen Regionen stiegdie Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres an: In Idar-Oberstein um 1,5 Prozentund in Simmern um 4,8 Prozent. Stärker fiel der Anstieg für Bad Kreuznach(+7,7 Prozent) und Kirn (+ 9,3 Prozent) aus.

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