Klaus Desinger

Haus am Marktplatz völlig ausgebrannt

Unruhige Nacht in Weiler bei Monzingen

Monzingen. „Gebäudebrand am Marktplatz in Weiler bei Monzingen“: So alarmierte die Leitstelle Bad Kreuznach am Donnerstagabend um 21:45 Uhr die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim. Bereits auf der Anfahrt nach Weiler sahen die Wehrleute die riesige Rauchsäule und die Meter hohen Flammen aus dem Dachstuhl schlagen.

„Ein riesen Lob geht an die Bewohner von Weiler. Am Ortseingang wartete ein Mopedfahrer und fuhr vor uns her, so klappte die Einweisung des Löschfahrzeugs 20/16 und aller nachrückender Kräfte super“, lobte der Fahrer des Einsatzfahrzeuges. Die Flammen loderten Meter hoch aus dem Dachstuhl und sorgten dafür, dass umliegenden Hausbesitzer große Angst um ihre Anwesen hatten.

Anwohner war zum Glück campen

Der Rettungsdienst aus Bad Sobernheim kam über die B 41, auch von dieser war die Rauchsäule weithin sichtbar. Als die Wehrleute eintrafen, schlugen ihnen meterhohe Flammen entgegen, aber die Bewohner waren Gott sei Dank in Kirn auf dem Campingplatz. „Wir wurden angerufen, unser Haus würde lichterloh brennen, dann sind wir von dem Campingplatz Papiermühle schnell los. Die Feuerwehr rettete eine unserer vier Katzen aus dem Haus, ich hoffe, dass die anderen drei unterwegs waren“, berichtet der Anwohner. Als die Wehrleute mit zahlreichen Fahrzeugen unter der Führung von Einsatzleiter Lothar Tressel eintrafen, stand der Dachstuhl in Vollbrand. Das Zusammenspiel der Ortswehren und die Einweisung der nachrückenden Hilfskräfte funktionierten tadellos. Auch die Einweisung der Drehleiter der Feuerwehr aus Bad Sobernheim, funktionierte dank gemeinsamer Übungen reibungslos.   

Schlimmeres verhindert

Nach 60 Minuten hatte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle. Aber das Feuer hatte sich ebenfalls in das Dachgeschoss der Werkstatt ausgebreitet.  Aus weiteren Fenstern und sonstigen Öffnungen kam der Rauch und die Flammen. Der Feuerschein und der Brandgeruch waren in großen Teilen der Nachbargemeinden wahrnehmbar. Das Großaufgebot von mehr als 60 Rettungskräften sorgte dafür, dass die besorgten Anwohner den Brandort während des Einsatzes in gebührendem Abstand beobachteten. Die Feuerwehrleute konnten die Flammen durch massiven Wassereinsatz unter Kontrolle bringen und verhinderten so im dichtbebauten Ortskern schlimmeres. 

Schwieriger gestalteten sich die Nachlöscharbeiten in der Dachisolierung des Wohnhauses. Sämtliche Klappen, Fenster, Isolierungen und Öffnungen wurden aufgetan, um die Glutnester abzulöschen. Zu Beginn wurde die Werkstatt von den Atemschutzträgern durchsucht und ein Schweißgerät mit Gasflaschen ins Freie transportiert. Mehrere Einsatzkräfte gingen dabei unter umluftunabhängigen Atemschutz vor, um das brennende Haus von innen zu löschen.

Gegen Mitternacht hatten die Feuerwehrleute die letzten Glutnester gelöscht. Kripobeamte aus Mainz kamen noch während der Löscharbeiten nach Weiler und unterstützten die Kirner Polizeibeamten.

Foto: Sebastian Schmitt

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