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Hoffnungswoche startet auf der Fazenda

Hunsrück/Nahe. 43 junge Männer von vier verschiedenen Kontinenten kamen am Montag, 22. Mai, in Boppard auf der Fazenda da Esperança zusammen mit den Gründern der christlichen Gemeinschaft an. Hier werden sie eine Woche lang verschiedene Aktionen machen, um ihre Hoffnung und Lebensfreude mit den Menschen in der Region zu teilen. Der Besuch in Boppard ist Teil einer dreimonatigen Reise, bei der die Gruppe alle Fazendas in Europa ansteuert.

Alle Teilnehmer der Reise haben in ihren Heimatländern in Sucht, Kriminalität oder sozialer Ausgrenzung gelebt und durch die Fazenda einen Neuanfang geschafft. In Boppard kommen sie zu einem ganz besonderen Zeitpunkt. Noch vor wenigen Wochen wurde ein Antrag der Fazenda auf einen Zuschuss zu dringend benötigten Renovierungsarbeiten des alten, denkmalgeschützten Gebäudes, mit historischer Bedeutung und landschaftsprägendem Charakter vom Kreisausschuss des Rhein-Hunsrück-Kreis abgelehnt.

Der internationale Besuch ist aber ein deutliches Zeichen, dass es für die Gemeinschaft der Fazenda hier weiter geht. Und so ist Hofleiter Roland Mühlig zuversichtlich: „Wir sind hier, weil auf der Fazenda immer wieder neu erleben, wie Menschen, deren Leben völlig ausweglos erschien, einen neu Anfang schaffen und sogar für andere Hoffnungsträger werden.“ Die Gemeinschaft will, trotz aller Einfachheit und Bescheidenheit ein offenes Haus sein, in dem jeder willkommen ist. Und so ist diese Projektwoche auf Begegnung und Mitmachen ausgerichtet. Gleich nach der Ankunft der Gruppe hört man ein fröhliches Stimmengewirr, Musik und Lachen und es riecht nach brasilianischem Bohneneintopf, der extra für das Willkommens-Essen mit den Nachbarn aufgesetzt wurde.

Am heutigen Mittwoch macht sich die Fazenda auf den Weg um beim Bopparder Mailauf mitzulaufen und anzufeuern und am Donnerstag findet um 19 Uhr ein großes UNO-Tunier statt. Zu allen Veranstaltungen wird herzlich eingeladen. Außerdem wird die Gruppe Schulen, Jugendgruppen, Obdachlose, Bischöfe und verschiedene Organisationen besuchen. Höhepunkt der Woche wird das Hoffest am 28. Mai von 11 bis 18 Uhr, zu dem auch Bischof Ackermann erwartet wird. Das Hoffest schließt mit einem Gottesdienst um 17 Uhr.

Der Gründer, Franziskaner Pater Hans Stapel, bringt auf den Punkt, was das besondere der Fazenda ist: „Die Menschen, die in Drogen und Sucht waren, finden hier nicht nur Halt und Sinn für ein neues Leben, vielmehr stehen sie selber im Mittelpunkt und geben aktiv Hoffnung weiter an andere.“

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