Andrea Wagner

Känguru im Hunsrück

Boppard. In den frühen Morgenstunden haben Polizisten und Helfer des Tierheims Koblenz ein entlaufenes Känguru im Industriepark Wiebelsheim eingefangen. Das agile Tier hielt sowohl die Polizisten als auch die Tierschützer auf Trab: erst nach über zwei Stunden Jagd war das Känguru in Gewahrsam.

Da staunte die Polizei nicht schlecht: Am 13. August gegen 4.30 Uhr haben mehrere Verkehrsteilnehmer die Polizeiinspektion Boppard über ein freilaufendes Känguru auf der L 220 in Höhe des Industriepark Wiebelsheim informiert. Das Tier würde im Scheinwerferlicht der Fahrzeuge auf der Fahrbahn hin und her hüpfen. 

Eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Boppard fuhr an die genannte Stelle und konnte sich selbst davon überzeugen, dass sich dort tatsächlich ein zirka ein Meter großes und äußerst lebendiges Känguru aufhielt. 

Damit das Tier nicht über die Anschlussstelle Wiebelsheim auf die A 61 laufen konnte, wurde es zunächst in Richtung Industriepark Wiebelsheim weggetrieben. Mit Europaletten errichteten die Polizisten ein provisorisches Gatter und trieben das Tier dort hinein. Mittlerweile waren auch zwei Mitarbeiter des Tierheim Koblenz eingetroffen. Beim Versuch das Tier einzufangen, unterschätzten die Fänger die Körperkraft des Kängurus, so dass es wieder ausbüxte.

Bei einem zweiten Versuch gelang es dann den Kräften das Känguru zu fangen und so zu fixieren, dass es nicht mehr weglaufen konnte. Hierbei entwickelte das Tier so starke Kräfte, dass es ein Fangnetz zerriss und auch den Käfig, den man über das Tier stülpte, in seinem Rahmen verbog.

Erst nach zweieinhalb Stunden war das Känguru in sicherem Gewahrsam und wurde zunächst ins Tierheim nach Koblenz gebracht.

Mittlerweile hat sich auf der Polizeiinspektion der Hochwildschutzpark Rheinböllen gemeldet, dem das Känguru entlaufen war. Damit waren die Besitzverhältnisse geklärt und der kleinen Kraftprotz kann wieder in seine gewohnte Umgebung zurückgebracht werden.

 

 

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