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Lea Ackermann erhält Hauptpreis der Else-Mayer-Stiftung

Hunsrück/Nahe. Schwester Dr. Lea Ackermann, Gründerin der Menschenrechtsorganisation Solwodi, ist die diesjährige Trägerin des Hauptpreises der Else-Mayer-Stiftung Bonn in der Kategorie "Soziales Engagement". Bei dem Festakt im Cusanuswerk Bonn ging Laudatorin Margareta Matuszewska einfühlsam auf das Lebenswerk von Schwester Lea ein, die den Grundstein für ihre Hilfsorganisation 1985 in Mombasa legte.

Laudatorin Margareta Matuszewska hob das gute Solwodi-Netzwerk hervor und unterstrich Schwester Leas Durchhaltevermögen: „Sie ließ sich nie einschüchtern, kämpft bis heute für die Notleidenden und setzt sich energisch für das Priesterinnenamt ein.“  

Dr. Herbert Mohr-Mayer vom Stiftungsvorstand würdigte Schwester. Lea als "eine der großen Frauen unserer Zeit". Seine Tante, Else Mayer, gründete mit der gleichgesinnten Alexandra Bischoff 1916 den katholischen Frauenorden Erlöserbund (Congregatio Salvatoris Mundi). Trotz Repressalien kämpfte Else Mayer jahrzehntelang in kirchlichen und politischen Kreisen für die Emanzipation der Frau. Ihr unermüdlicher Einsatz für Frauenrechte hat die Bonner Gesetzgebung positiv beeinflusst. Im Sinne der Gründerin wirkt die 2005 aus der Taufe gehobene „Stiftung Else Mayer“ mit ihrer jährlichen Preisvergabe.

Ackermann betonte in ihrer Dankesrede: „Jede Frau und jedes Mädchen hat von Gott Stärken und Gaben mitbekommen, aber viele haben keine Chance. Dabei sind gut ausgebildete Frauen von Vorteil für die Gesellschaft.“ Mit ihrer Arbeit setzt Solwodi an diesem Punkt an und entwickelt für Frauen und Mädchen in Not neue Lebenskonzepte und berufliche Perspektiven.

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