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Siebtes "Elternpraktikum" der JBS Boppard für Schüler

Hunsrück/Nahe. Zum siebten Mal wurde das „Elternpraktikum“ mit elf Schülerinnen und einem Schüler des Wahlpflichtfachs „Sozialpädagogik“ der bischöflichen Realschule Marienberg in den Räumen der JugendBegegnungsStätte (JBS) St. Michael durchgeführt. Dieser außerschulische Lernort ist in den Ablauf des Faches Sozialpädagogik fest integriert und die Jugendlichen werden schon bei der Wahl dieses Wahlpflichtfachs über das „Elternpraktikum“ informiert.

Doch, was ist das „Elternpraktikum“? Jugendliche leben einige Zeit, hier ca. 66 Stunden, mit einem Babysimulator, also einer Babypuppe, die die Bedürfnisse eines Babys nach Nahrung, Windelwechsel, Aufstoßen sowie Körperkontakt zu den Eltern simuliert und das Pflegeverhalten aufzeichnet. Die Jugendlichen erhalten ein Erkennungschip durch den die Babypuppe „erkennt“, dass die „Eltern“ anwesend sind und einzelne Pflegemaßnahmen ausführen können. Die Puppe „verhält“ sich in Annäherung an ein echtes Baby, d.h. sie kann sich nur durch Laute und Schreien verständlich machen und erwartet auch nachts Zuwendung.

Neben dem Erlernen der „Bedienung“ des Babysimulators ging es am ersten Tag auch um die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem eigenen Kinderwunsch und der Zukunftsplanung. Außerdem informierte das Team anhand eines Films und einer Puppe, die die körperlichen Auswirkungen von Alkohol in der Schwangerschaft darstellt, über die negative Wirkung von Alkohol (fetales Alkoholsyndrom) und Nikotin auf den Fötus.

Der zweite Tag begann für die SchülerInnen mit einer Gesprächsrunde zu ihren Erfahrungen am ersten Tag und in der ersten Nacht mit dem Babysimulator in der Realschule Marienberg. Die Babysimulatoren wurden in „Tagespflege“ gegeben. Am dritten Tag traf sich die Gruppe in der Beratungsstelle donum vitae e.V. Danach informierte das Team zum Thema Schütteltrauma anhand einer speziellen Puppe und verschiedener Statistiken. Mit den Jugendlichen wurden alternative Verhaltensweisen überlegt, die die Situation deeskalieren können. Im Folgenden wurde mit den Jugendlichen über Verhütungsmittel gesprochen sowie die ethischen Implikationen der „Pille danach“ erörtert.

Der vierte Tag bildete den Abschluss des Projekts. Die SchülerInnen trafen sich hierzu wieder in der JBS St. Michael. Hier wurden die Puppen abgeschaltet, die Jugendlichen von den Eltern-Chips „befreit“. Wegen einer noch folgenden Schulveranstaltung verschob das Team die Besprechung des einzelnen Pflegeverhaltens.

Infos zum „Elternpraktikum“ können interessierte Jugendliche und Erwachsene entweder bei Ingrid Gundert-Waldforst, boppard@donum.vitae.org oder bei Hermann Schmitt, jbs-boppard@rz-online.de erhalten.

 

 

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