ab

Empfindliche 2:4-Niederlage für Karbach

Hunsrück/Nahe. Das war ein tiefer Kratzer, den sich der FC Karbach im Heimspiel gegen die TSG Pfeddersheim geholt hat. Durch eine Reihe von Fehlern schenkte man quasi den Gästen bei der 2:4-Heimniederlage die Punkte.

Von Arno Boes.

Es ist schon auffällig: Auch im dritten Heimspiel der neuen Oberligasaison hatte das Team von Trainer Torsten Schmidt erkennbare Schwierigkeiten, in das Spiel zu kommen. Pfeddersheim stand gut in der Abwehr und sorgte mit zwei Spitzen auch für Gefahr vor dem Karbacher Tor. Die Blau-Weißen fanden fast eine Stunde lang kein vernünftiges Mittel, um sich selber mit gekonnten Aktionen in Szene zu setzen. Da stand es schon lange 0:1 für die Wormser Vorstädter, die in der 24. Minute durch Sebastian Schulz nach einer genau passenden Flanke in den Strafraum ungehindert den Ball über die Linie schieben konnte.

Nach einer knappen Stunde merkte Schmidt, dass er frischen Wind in die Partie bringen musste. Göderz und L. Klappert kamen. Damit konnte Tim Puttkammer wieder offensive Aufgaben übernehmen und das zahlte sich zunächst aus. Ein gutes Kombinationsspiel brachte den Ball zu Sören Klappert und der machte in der 62. Minute mit einem Schuss ins lange Eck den Ausgleich. Keine zwei Minuten später schien Karbach die Begegnung drehen zu können, denn Enrico Köppen nahm diesmal einen Ball von S. Klappert mit dem Kopf und traf zum 2:1 für Karbach.

Doch die Freude währte auf Karbacher Seite nur kurz. Quasi im Gegenzug gelang Pfeddersheim der Ausgleich, als Karbachs Verteidiger David Eberhardt einen TSG- Schuss aufs Tor so unglücklich abfälschte, das Torhüter Kadir Yalcin keine Chance hatte.

Und das Unglück schien sich auf Karbacher Seite wohl zu fühlen, denn in der 84. Minute sprang der von Kapitän Maxi Junk gespielte Ball nicht zum eigentlichen Empfänger Lukas Klappert, sondern dem gegnerischen Stürmer Kaster vor die Füße, der sich mit dem 2:3 für sein Team „bedankte“. Maxi Junk, sonst einer der sichersten und erfahrensten Spieler im Karbacher Team war am Boden zerstört.

Wenig Trost war es für den Kapitän, dass am Ende auch Torhüter Yalcin in der Nachspielzeit einen Black-Out hatte und den Ball viel zu kurz in Richtung Mathias Fischer spielte. Der TSGler Oppermann sprang dazwischen und schob zum 2:4-Endstand ins leere Tor ein.

„Da haben wir heute durch Geschenke an den Gegner das Spiel verloren“, meinte Torsten Schmidt. „Und dass wir im Gegenzug direkt die Führung wieder verlieren, zeigt mir, woran wir in den nächsten Tagen arbeiten müssen.“

Am kommenden Samstag, 9. September, steht mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Trier eine schwere Aufgabe für die Karbacher an. Der Regionalliga-Absteiger verlor ebenfalls am letzten Spieltag und wird alles versuchen, diese Niederlage wett zu machen.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Bühne frei für die Künstler von morgen

Höfen. Spaßig, bunt und unterhaltsam sollen sie werden, die zehnten Schultheatertage, an denen sich 46 Bildungseinrichtungen aus den Kreisen Heinsberg und Düren sowie der Städteregion Aachen beteiligen.Eifel (Fö). Spaßig, bunt und unterhaltsam war auch die Präsentation des Programms im Aachener Grenzlandtheater. Und das lag nicht am gut aufgelegten Intendanten Uwe Brandt, sondern an Judith Okon. Die 16-jährige Schülerin aus Aachen moderierte die Programmvorstellung derart professionell, das selbst gestandene Politiker ins Schwärmen gerieten.Getreu dem Motto »Raus aus dem Klassenzimmer, rauf auf die Bühne« findet die zehnte Auflage der Schultheatertage statt. Und genau dieses Motto lebt Judith Okon, die nicht erst durch ein Berufspraktikum am »Theater 99« für die Schauspielerei Feuer und Flamme ist.Etwa 1000 Schüler aller Altersklassen und aus allen Schulformen werden mit 46 Aufführungen die Bühnen der Theaterhäuser in der Region stürmen und mit ihren eigenen Produktionen ein großes Publikum beeindrucken. »Wir erwarten etwa 5000 Gäste«, hofft Jutta Kroehnert von der Aachener Kultur- und Theaterinitiative (AKuT).Unterstützt werden die Kinder und Jugendlichen dabei nicht nur von ihren Lehrern, sondern auch von professionellen Theaterleuten aus der Region. Theaterpädagogen, Schauspieler, Regisseure, Kostüm- und Bühnenbilder und Tänzer stellen ihr Wissen und Können in den Dienst der jungen »Nachwuchskünstler«.»Ihr habt die Chance, aktiv an euren eigenen Stücken zu arbeiten und sie später vor einem großen Publikum aufzuführen. Dazu gehört dann natürlich auch eine professionelle Bühne, wie auch das richtige Bühnenbild, Kostüm und Schminke«, appeliiert Judith Okon an viele Gleichaltrige, die große Bühne zu betreten.Förderung von Kompetenzen»Im Übrigen fördert das sogar persönliche, soziale, emotionale und kulturelle Kompetenzen«, unterstreicht Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters Aachen. »Auch im digitalen Zeitalter ist Theater und Schauspiel immer noch Handarbeit. Sie ist die ursprünglichste Unterhaltungsform - zappen wie am Fernseher oder klicken an PC oder Smartphone geht hier nicht«, stellt Brandt klar. Das Publikum müsse sich mit dem Stück und den Darstellern auseinandersetzen. »Und wir bewegen etwas - bei Schauspielern wie Publikum«, ist Brandt stolz.Kulturelle Vielfalt in den Schulen»Uns wurde so etwas in unserer Schulzeit nicht geboten«, bedauert Georg Beyß, Kreisdirektor des Kreises Düren, der zum dritten Mal an den Schultheatertagen teilnimmt. Als Neuzugang beteiligt sich erstmals auch der Kreis Heinsberg. »Solch außerschulische Lernorte sind wertvoll für unsere Schüler«, freut sich der stellvertretende Städteregionsrat Axel Wirtz über das Engagement an Schulen und Theatern. »Die kulturelle Vielfalt ist wichtig für unsere gesellschaftliche Entwicklung. Und auf der Bühne kann man das vorleben.«Wer teilnimmt, stellt eine eigene Theaterproduktion auf die Beine. Für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen bedeutet das nun: Kulissen bauen, Kostüme schneidern, proben und mit ihren eigenen Produktionen ein großes Publikum beeindrucken. Aufgeführt wird schließlich auf einer »richtigen« professionellen Bühne mit allem, was dazugehört. Der Eintritt zu allen Produktionen ist frei.Das Programmheft zu den zehnten Schultheatertagen gibt es in allen Rathäusern, Schulen und Geschäftsstellen der Sparkasse Aachen. Zum Download liegt es bereit auf www.schultheatertage.euGymnasium und GrundschuleMit zwei Aufführungen beteiligt sich auch die Eifel an den Schultheatertagen:Freitag, 4. Mai, 11 Uhr - Aula des St. Michael-Gymnasiums Monschau: »Die Vogelhochzeit« nach Rolf Zuckowski - präsentiert von der Katholischen Grundschule Höfen-MützenichMittwoch, 20. Juni, 18 Uhr - Space im Ludwig Forum Aachen: »Die Kleinbürgerhochzeit« präsentiert vom St. Michael-Gymnasium Monschau Spaßig, bunt und unterhaltsam sollen sie werden, die zehnten Schultheatertage, an denen sich 46 Bildungseinrichtungen aus den Kreisen Heinsberg und Düren sowie der Städteregion Aachen beteiligen.Eifel (Fö). Spaßig, bunt und unterhaltsam war…

weiterlesen