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FC Karbach feiert wichtigen 2:0-Sieg

Karbach. Das waren die erhofften und auch nötigen drei Punkte, die der FC Karbach am Ende des Heimspiels gegen den FV Dudenhofen für sich verbuchen konnte. Mit 2:0 gelang zudem ein Sieg ohne Gegentor, was für das angeknackste Selbstvertrauen der Hunsrücker zusätzlicher Balsam war.

Von Arno Boes.

In der ersten Halbzeit sahen die gut 400 Zuschauer auf dem Quintinsberg ein zunächst offenes Spiel. Beide Mannschaften waren sichtlich bemüht, eigene Fehler zu vermeiden und dem Gegner möglichst keine Vorteile im jeweiligen Angriffsspiel zu verschaffen. Erst zum Ende des ersten Durchgangs kamen die Karbacher etwas öfter vor das Tor der Rheinpfälzer, die konnten aber den Kasten sauber halten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte Trainer Torsten Schmidt seine Spieler dann noch etwas offensiver ein. Das galt vor allem für Christoph Gerhartz, der als A-Jugendlicher erstmals von Beginn an für den Karbacher Oberligisten auf dem Platz stand. „Chris hat in den letzten Wochen sehr gut trainiert, ist fit und von der negativen Serie des Teams kaum betroffen, da ja er und Linus Peuter meist im JFV spielen“, meinte Co-Trainer Klaus Ohnesorge nach dem Spiel. „Außerdem kamen aus der Mannschaft selber entsprechende Impulse, so dass wir uns für den Start-Elf-Einsatz entschieden haben.“ Ohnesorge vertrat im Pressegespräch Cheftrainer Schmidt, der aus beruflichen Gründen gleich nach Spielschluss den Quintinsberg verließ.

Der Einsatz der Youngster – auch Peuter spielte in den letzten 15 Minuten – sollte sich als Glücksfall für Karbach erweisen. In der 50. Minute trieb Gerhartz den Ball aus dem Mittelfeld an den gegnerischen Strafraum. Sein Zuspiel ging an Dominik Kunz, der an Freund und Feind vorbei den Ball zur 1:0-Führung schoss. Der Jubel war groß, aber noch war reichlich Spielzeit übrig. Dudenhofen ist als Tabellenletzter ebenfalls auf jeden Punkt angewiesen. Deshalb gaben sie sich auch nicht auf, sondern erhöhten ihrerseits den Druck auf das Karbacher Tor. Aber mehr als ein Lattentreffer in der 62. Minute kam dabei nicht heraus.

Dafür hatte Linus Peuter drei Minuten nach seiner Einwechslung das richtige Auge für die Situation. Gefühlvoll brachte er einen Pass genau auf Enrico Köppen am Strafraum der Dudenhofener. Köppen schob rüber zu Sturmkollege Sören Klappert, der dann den 2:0-Endstand herstellte. Und die beiden Stürmer sollten wenige Minuten nochmal groß in Szene treten. Kurz vor Spielschluss ging der in den letzten Wochen oftmals glücklose Köppen allein auf das gegnerische Tor zu, sein Schuss verfehlte das Gehäuse aber um Zentimeter. Köppen sank vor Enttäuschung auf die Knie, der erste, der aber sofort bei ihm war und ihn wieder aufrichtete war Sören Klappert. Für alle sichtbar war das ein großes Zeichen, dass die Moral bei den Karbachern trotz Niederlagen-Serie und Kritik noch intakt ist.

Entsprechende Komplimente gab es von Torsten Schmidt für das Team im Spielerkreis nach dem Abpfiff: „Heute hat die Mannschaft gekämpft, musste alles reingeben, um das Spiel zu gewinnen. Nur so kommen wir aus dem Tabellenkeller raus deshalb kann ich euch allen heute nur ein großes Kompliment machen für die gezeigte Einstellung. Am Samstag gegen Salmrohr haben wir noch ein paar Rechnungen offen, aber mit einem solchen Einsatz könnten wir auch da bestehen.“

Im Vorjahr gab es im Salmtal in den letzten Spielminuten ein wahres Torfeuerwerk, bei dem es trotz dreimaliger Karbacher Führung am Ende „nur“ 4:4 stand. Und erst vor wenigen Wochen warf der FSV Salmrohr die Karbacher aus dem Rheinland-Pokal. Das dürfte genügend Grundlage sein für ein spannendes Oberligaspiel am 4. Spetember ab 14.30 Uhr im Salmtal-Stadion.

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