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Karbach kassiert 3:1-Niederlage in Koblenz

Karbach. Eine Stunde lang sah es so aus, als ob der FC Karbach in Koblenz bei Rot-Weiß einen Punkt würde ergattern können. Am Ende standen die Hunsrücker aber erneut mit einer 3:1-Niedrlage da.

Von Arno Boes.

 

Personell sah es auf der Karbacher Bank zum Spiel in Koblenz wieder etwas besser aus, nachdem David Eberhardt und Johannes Göderz ihre Gelb-Rot-Strafe abgesessen hatten. Beide blieben aber zunächst draußen, Trainer Torsten Schmidt vertraute erneut Tobias Wirtz im Mittelfeld und im linken Rückraum auf Mario Gietzen. Der zeigte über die gesamte Partie eine starke Leistung, verhinderte besonders in der ersten Hälfte gute Chancen für die Hausherren.

Rot-Weiß drängte in den ersten zehn Minuten, eine zwingende Chance sprang aber nicht heraus. Dann eroberten sich die Hunsrücker immer mehr Spielanteile, die Begegnung war völlig offen, richtige Torchancen allerdings auch nicht gerade üppig. Es dauerte bis zur 41. Minute, eher etwas Zählbares herauskam. Im eigenen Mittelfeld hatten die Koblenzer den Ball verloren, der kam zu Sören Klappert und der Karbacher spitzelte den Ball freistehend am Koblenzer Torwart Luca Beck ins lange Eck. Mit dieser Führung für die Gäste ging es in die Pause.

Rot-Weiß hatte in den letzten Wochen einen guten Lauf und es war schnell klar, dass sie sich auf dem eigenen Platz nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen würden. Der Druck auf das Karbacher Tor erhöhte sich, es war aber nach 60. Minuten dann doch eine umstrittene Szene, mit der die Koblenzer den Ausgleich erzielten. Hendrik Hillen hatte bei der Ballannahme klar den Oberarm eingesetzt, bevor er zum Torschützen Miles weitergab. Der Schiedsrichter gab den Treffer trotzdem. Torsten Schmidt dazu später: „Wenn du mal da unten in der Tabelle stehst, dann hast du in solchen Szenen das Glück selten auf deiner Seite.“

Die Karbacher stellten sich zwar weiter gegen die immer stärker auftretenden Koblenzer, dann war es aber doch in der 78. Minute geschehen. Rot-Weiß ging nach einer von Karbach erneut schlecht verteidigten Ecke in Führung. Zwei Minuten später sah alles nach der Entscheidung aus, aber Kadir Yalcin im Karbacher Tor hielt einen Foulelfmeter. Hoffnung keimte nochmal auf bei den Blau-Weißen, Torsten Schmidt beorderte alles nach vorne, um doch noch den Ausgleich zu erzwingen. Doch damit war der Raum für die Koblenzer auch frei für Konter und in der 89. Minute stellten sie damit das Endergebnis von 3:1 her.

„Eine Halbzeit reicht nicht“, meinte Schmidt nach dem Abpfiff. „Wir haben im ersten Durchgang gut gekämpft und das Spiel offengehalten. Nach einer Stunde aber war die Luft raus, da konnten wir den stärker werdenden Koblenzern nichts mehr entgegensetzen. Wenn dann vor dem Tor zu wenig der Abschluss gesucht wird, kann man so ein Spiel auch nicht gewinnen.“

Damit hat sich der Druck auf den Hunsrücker Oberligisten deutlich erhöht. Am kommenden Mittwoch (1. November, 14.30 Uhr, Quintinsberg) muss gegen den Tabellenvorletzten Dudenhofen ein Sieg her, um nicht noch weiter abzurutschen. Und am Samstag (4.November) geht es zum Letzten der Oberliga nach Salmrohr, gegen den man zuletzt aus dem Rheinland-Pokal ausschied. Auch das ist für die Karbacher ein Sechs-Punkte-Spiel.

 

 

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