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Karbach mit zögerlichem Auftritt ohne Chancen in Trier

Hunsrück/Nahe. Irgendwie schien Trainer Torsten Schmidt über die Woche den schweren Gang seiner Mannschaft in Trier geahnt zu haben, als er die Unterschiede zwischen dem SV Eintracht und dem FC Karbach hervorhob. Am Ende standen die Hunsrücker mit einer deutlichen 3:0-Niederlage da.

Von Arno Boes.

Bisher überzeugten die Blau-Weißen bei den Auswärtsspielen meist durch mutige Offensive und eine geordnete Abwehr. Damit siegten sie zweimal in der Oberliga und auch im Pokal. Von alledem war in Trier aber nur wenig zu sehen. Die Hunsrücker kamen zu keiner Zeit ins Spiel, agierten übervorsichtig und überließen den Gastgebern von der Mosel das Feld. Die machten auch sofort Druck auf das Karbacher Tor, hatten ihre Chancen und trafen dann in der 12. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß aus gut 20 Metern zum 1:0.

Nach einer halben Stunde wurde Karbach etwas munterer, kam durch Mathias Fischer zu einer guten Chance. Doch in der 33. Minute folgte fast postwendend der erneute Rückschlag, Lukas Klapper konnte bei einer Flanke der Trierer in den Strafraum die Hand nicht schnell genug wegziehen, Schiedsrichter Schneider erkannte auf Strafstoß. Den verwandelte dann Noutsos mit seinem zweiten Treffer zum 2:0, mit dem es dann auch in die Pause ging.

In der zweiten Halbzeit schalteten die Trierer eine Gang zurück, wodurch Karbach etwas mehr Spielanteile erobern konnte. Nutzen konnten sie die allerdings nicht. Im Gegenteil, Torwart Kadir Yalcin musste mehrfach beherzt eingreifen, als die Mosel-Stürmer mit Kontern fast alleine vor ihm auftauchten. Lange hielt so der Zwei-Tore-Vorsprung, in der 86. Minute setzte dann aber Jan Brandscheid mit seinem Tor zum 3:0-Endstand den Schlusspunkt.

„Bei uns lief heute so gut wie nichts zusammen“, meinte Torsten Schmidt nach der Partie. „Von dem, was wir uns vorgenommen hatten, war auch im Ansatz nichts zu sehen. Da ist es klar, wenn eine Top-Mannschaft wie die Eintracht uns auf ihrem Platz so dominiert. Die beiden ersten Tore waren zwar Standards, aber wir haben es ihnen viel zu leichtgemacht, genau in diese Situationen zu kommen.“ Trier Trainer Daniel Paulus war verständlicherweise mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, fügte aber in der Pressekonferenz noch an, dass man in Trier keineswegs unter Profibedingungen arbeiten könne. Alle Spieler und auch er selber stehen in Arbeitsverhältnissen außerhalb des Vereins oder in einem Studium. Das aber das Moselstadion mit seiner Größe den Oberliga-Gegnern Respekt einflöße, räumte er mit einem Schmunzeln gerne ein.

Am kommenden Samstag, 16. September, erwartet der FC Karbach auf dem heimischen Quintinsberg um 15.30 Uhr die Hertha aus Wiesbach. Schon in den beiden Vorjahren war dies immer ein unangenehmer Gegner für die Hunsrücker. Eine Leistungssteigerung ist angesagt.

 

 

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