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Wenn Kühlschränke Schach spielen

American Football boomt - Auch bei uns im Hunsrück

Emmelshausen. Seit vier Wochen fliegt das Ei wieder, in der Nordamerikanischen Football-Liga NFL. Und auch hierzulande erlebt die Sportart nicht zuletzt dank längerer TV-Zeiten einen Hype wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das merken auch die Footballer von den »Celtic Guardians« aus Emmelshausen.

Fumble, Pick Six, O-Line, Hail Mary. Na? Klingelt‘s da bei Ihnen? Wenn nicht, gehören Sie zu einem immer kleiner werdenden Teil der deutschen Bevölkerung. Denn American Football boomt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. TV-Sender locken mit den Übertragungen mehr Zuschauer vor den Schirm als mit Handball oder Basketball und selbst altehrwürdige Regionalzeitungen berichten, wenn in der amerikanischen Profiliga NFL (National Football League) der Spielbetrieb beginnt.

"Beim Football findet jeder seine Aufgabe"

Football fasziniert. Und immer mehr Fans wollen nicht mehr nur am Bildschirm zusehen, sondern sich gleich selbst ins Getümmel werfen – so wie Tobias Diemer. Seit rund drei Jahren trainiert er zweimal pro Woche mit den 30 Aktiven der »Celtic Guardians« aus Emmelshausen. Auch sein Interesse am Football würde übers TV geweckt. »Dann wollte ich es selbst ausprobieren und bin dabei geblieben«, sagt Diemer. »Dabei war ich bis dahin eigentlich ein totaler Sportmuffel.«

Doch was macht den Reiz des auf den ersten Blick so martialischen Sports aus? Für Tobias Diemer ist es die Vielseitigkeit. »American Football ist eine Mischung aus Kontaktsport, Ballspiel und Leichtathletik«, erklärt er. Anders als etwa beim Fußball erfordert beim Football jede Position vollkommen unterschiedliche Fertigkeiten. Der Quarterback liest das Spiel und verteilt die Bälle, der Runningback muss sich zuweilen im Stil eines Hürdenläufers durch die Verteidigung wursteln, die Wide Receiver erlaufen sich im Sprint die hohen Pässe, während massivere Naturen versuchen, den ballführenden Spielern die Verteidigung vom Hals zu halten. »In einem Football-Team findet sich für jeden eine Aufgabe«, sagt Diemer. »Egal welche Statur, egal welches Talent.«

Trotz wachsender Beliebtheit ihres Sports haben die »Celtic Guardians« dennoch Probleme, interessierte Gäste für ein dauerhaftes Engagement zu begeistern. Zwar teilen Sie dieses Schicksal mit den meisten anderen Sportvereinen, trotzdem haben die Footballer – nicht nur die aus Emmelshausen – mit sehr speziellen Problemen zu kämpfen: »Oft scheitert es an den Bedenken der Eltern, die ein völlig falsches Bild vom Football haben«, sagt Thomas Augustinowski, als Spieler bis in die Bundesliga aktiv und seit Gründung des Vereins im Jahr 2012 Trainer bei den »Guardians«.
Dabei ist Football bei weitem kein Prügelsport, sondern äußerst anspruchsvoll und taktisch. Selbst in den untersten Ligen wird jeder Spielzug akribisch geplant und einstudiert. Nicht ganz von ungefähr wird der Sport auch als »Rasenschach mit Kühlschränken« bezeichnet. »Klar geht es auch ganz schön zur Sache«, erklärt Coach Augustinowski, »doch die Spieler sind entsprechend geschützt und werden im Training gezielt darauf vorbereitet.« Er habe in seiner mittlerweile mehr als 20-jährigen Football-Karriere nicht mehr oder schwerere Verletzungen erlebt als etwa beim Fußball oder Handball. Für Augustinowski ist es zudem der mannschaftliche Zusammenhalt, der den Football von den meisten anderen Sportarten unterscheidet. »Gerade weil es auch mal wehtun kann, wenn die Abstimmung nicht passt, muss man sich ganz besonders auf seine Mitspieler verlassen können«, erklärt er. Besondere körperliche Voraussetzungen müsse man deshalb gar nicht mitbringen, wenn man ernsthaft Football spielen möchte. »Ob groß, klein, dick oder dünn, das ist völlig egal«, sagt Trainer Augustinowski. »Alles was man braucht, ist der Wille, sich zu verbessern.«

Ausprobieren? "Tryout" am kommenden Sonntag

Auch vom Football-Fieber gepackt? Beim »Tryout« am Sonntag, 9. Oktober, laden die Aktiven der Celtic Guardians dazu ein, zwischen 14 und 17 Uhr auf dem Sportplatz in Liesenfeld in ihren Sport hineinzuschnuppern. Mehr Info: www.facebook.com/celticguardians

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Am Konzener Feuerbach wird Zukunft gebaut

Konzen. »Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die Städteregion viel Geld kostet. Aber wenn es um den Bau einer Kindertagesstätte geht, sind sich glücklicherweise alle einig.« Helmut Etschenberg lobte die schnellen Entscheidungen in den politischen Gremien von Stadt Monschau und im Haus der Städteregion, sodass schon im kommenden Sommer den Kleinsten aus Konzen und Umgebung eine neue Bildungseinrichtung zur Verfügung steht. »Eine Erweiterung hätte keinen Sinn gemacht - der Neubau ist richtig«, stellte der Städteregionsrat fest. Auch wenn es rund 3,5 Millionen Euro kosten wird.»Dörfer wie Konzen und Imgenbroich wachsen, da haben wir einen wichtigen Bildungsauftrag«, so Etschenberg weiter.»Eltern und Kinder - alle Konzener Familien sind sehr dankbar«, unterstrich Ortsvorsteher Matthias Steffens. »Wir bauen ein modernes Haus, in dem zeitgemäße Bildungsarbeit möglich ist«, versichert Bauamtsleiter Sander Lutterbach. So werde jede Gruppe mit eigener Be- und Entlüftung ausgestattet. Das Heizen mittels Blockheizkraftwerk und der Einsatz von LED-Beleuchtung seien selbstverständlich. »Ambitioniert« nennt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Bauzeit bis zum kommenden Sommer - sieht die Arbeiten aber bei ortsansässigen Firmen in besten Händen.BetreuungszeitErzieherinnen, Pflegerinnen, therapeutisches Fachpersonal: »Das Team um Silke Bongard wird allen modernen Anforderungen gerecht«, stellt der neue Leiter des »Jugendamtes«, Sebastian Heinen fest. Die künftigen Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr sollen einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. »Das Familienzentrum ist Anlaufstelle für alle Monschauer Eltern«, so Heinen.Die StädteRegion Aachen ist Träger der Kindertageseinrichtung Konzen. Darin werden 100 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt betreut. Als zertifiziertes Familienzentrum NRW soll die Einrichtung zu einer Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern. Das Raumprogramm wird den neuesten Empfehlungen des Landschaftsverbands Rheinland entsprechen und damit neben den Gruppen- Neben- und Abstellräumen unter anderem auch für die inklusive Betreuung einen Raum zur Differenzierung und therapeutischen Betreuung vorsehen. Alle Räume werden barrierefrei zugänglich sein.Die Freude über die neue Kindertagesstätte brachten die Kleinen in einem Lied zum Ausdruck: www.youtube.com/wochenspiegelliveAktuell ist das fünfgruppige Familienzentrum der StädteRegion in Konzen teilweise in Räumen der dortigen Grundschule untergebracht. Als Folge der Schulentwicklungsplanung der Stadt Monschau (Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen am Konzener Standort) stehen die zurzeit vom Familienzentrum im Gebäude der Grundschule genutzten Räume ab dem Schuljahr 2018/2019 nicht mehr zur Verfügung.»Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die…

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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