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Neue Feuerwache: Mehr als 1 650 Arbeitsstunden geleistet

Neues Fahrzeug und neue Halle für die Feuerwache 4

Idar-Oberstein Stadt. Am vergangenen Freitag weihte Bürgermeister Friedrich Marx die neue Fahrzeughalle der Feuerwache 4 im Stadtteil Weierbach ein, zudem übergab Landrat Dr. Matthias Schneider der Freiwilligen Feuerwehr Idar-Oberstein ein Fahrzeug zur Schienenrettung. Als Überraschung und Höhepunkt der Veranstaltung wurde sowohl Landrat Schneider als auch dem Unternehmer Wolfgang Loch eine hochkarätige Auszeichnung zuteil.

„Was lange währt wird endlich gut“, mit diesem Ausspruch traf Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Marx sicherlich die Stimmungslage der Angehörigen der Feuerwache 4. Denn viele Jahre lang mussten diese in ihrem Wachgebäude mit erheblichem Platzmangel zurecht kommen.

„Weil die Feuerwehrfahrzeuge immer größer werden, führte dies seit längerem zu sehr beengten, teilweise gefährlichen, Verhältnissen“, so Marx. Aber aufgrund der schlechten Haushaltslage hatte die Stadt die Errichtung einer neuen Fahrzeughalle immer wieder aufgeschoben. Bis Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Eberhard Fuhr und die Führungskräfte der Idar-Obersteiner Feuerwehr gemeinsam ein umfangreiches Konzept erarbeiteten, mit dem letztlich drei Probleme gleichzeitig gelöst werden konnten.

Beengte Verhältnisse haben endlich ein Ende

Doch der Reihe nach: Schon seit geraumer Zeit bestand für den Landkreis Birkenfeld die Vorgabe, im Rahmen des Katastrophenschutzes ein Fahrzeug vorzuhalten, das bei Unfällen auf dem Schienennetz eingesetzt werden kann. „Das ist notwendig, damit die Feuerwehr im Notfall auch entlegene Teile des Bahnnetzes erreichen kann“, erklärte Landrat Dr. Schneider. Sein KFI habe ihn immer wieder auf diese Versorgungslücke aufmerksam gemacht, „aber ein solches Sonderfahrzeug kostet natürlich richtig viel Geld, da ist man schnell im siebenstelligen Eurobereich.“ Nach langem Suchen stieß Eberhard Fuhr dann auf den Hinweis, dass die Verbandsgemeinde Cochem ein solches gebrauchtes Fahrzeug – ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug / Schiene HLF 24/16S – zum Preis von 85 000 Euro verkauft.

Doch bevor über die Anschaffung entschieden werden konnte, war zunächst zu klären, wo dieses Fahrzeug stationiert werden könnte. Denn der Kreis hat keine eigenen Möglichkeiten zur Unterbringung und zum Betrieb eines HLF. Hier kamen dann die Freiwillige Feuerwehr Idar-Oberstein und deren Feuerwache 4 ins Spiel. Denn diese verfügt über einen geeigneten Gleiszugang, zudem erklärte sich das Personal der Wache bereit, die Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges sicherzustellen. Der Vorteil für die Stadt und ihre Feuerwehr: Da das Fahrzeug nicht nur zur Hilfeleistung bei Bahnunfällen, sondern gleichzeitig auch im örtlichen Brandschutz einsetzbar ist, konnte ein hierfür bisher in Weierbach vorgehaltenes Löschfahrzeug in die Feuerwache 2 nach Tiefenstein verlegt werden. Dort ersetzt es ein mittlerweile 33 Jahre altes Löschfahrzeug, für das ansonsten eine Ersatzbeschaffung angestanden hätte.

Schlüssiges Gesamtkonzept ermöglicht Einsparungen und Neuerungen

Mit den so im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit eingesparten Mitteln konnte die Stadt dann die Errichtung der neuen Fahrzeughalle für die Feuerwache 4 realisieren. „Dieses schlüssige Gesamtkonzept haben Kreisfeuerwehrinspekteur Fuhr und die Führungskräfte der Idar-Obersteiner Feuerwehr zusammen ausgearbeitet und damit letztlich auch die politischen Gremien von Kreis und Stadt überzeugt“, hoben Bürgermeister und Landrat hervor und dankten allen Beteiligten für deren Ausdauer und Beharrlichkeit bei der Umsetzung dieses Projektes.

Fazit: Der Kreis verfügt nunmehr über ein Fahrzeug zur Schienenrettung, die Stadt Idar-Oberstein konnte ein altes Löschfahrzeug ersetzen, ohne selbst ein neues anschaffen zu müssen und die Feuerwache 4 hat endlich die längst überfällige neue Fahrzeughalle erhalten. Der neue Anbau beinhaltet neben zwei Stellplätzen für Löschfahrzeuge auch noch Umkleideräume sowie Toilettenanlage zur Damen und Herren, die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich 255 000 Euro. Da das Land Rheinland-Pfalz das Projekt mit einem Festbetrag von 63 000 Euro fördert, verbleibt bei der Stadt ein Betrag von rund 190 000 Euro.

Feuerwehrleute steckten viel Eigenleistung rein

Bürgermeister Marx lobte das städtische Gebäudemanagement für die Umsetzung der Baumaßnahme, einen besonderen Dank stattete er jedoch den Angehörigen der Feuerwache 4 ab: „Die Baukosten wären noch um einiges höher ausgefallen, wenn die Feuerwehrleute nicht so viele Stunden an Eigenleistung in dieses Projekt investiert hätten.“ Neben dem sowieso schon ehrenamtlichen Feuerwehrdienst absolvierten die Floriansjünger Abriss- und Rückbauarbeiten, Mauer-, Verputz-, und Malerarbeiten, Fliesenarbeiten, Elektroinstallation, Beleuchtungsarbeiten und einigem mehr.

„Mindestens 1 650 Arbeitsstunden haben sie hier geleistet“, unterstrich Marx und dankte den Kameradinnen und Kameraden für dieses herausragende Engagement. Diesem Dank schloss sich auch Wehrleiter Jörg Riemer an, der vor allem den unermüdlichen Einsatz des stellvertretenden Wachführers Frank Knapp hervorhob, der quasi als Bauleiter fungiert hatte. Der Wachführer der Feuerwache 4, Martin Weber, versprach dem Landrat und dem Bürgermeister, mit dem neuen Gebäude und dem neuen Fahrzeug pfleglich umzugehen, „so wie mit allen Ausrüstungsgegenständen, die der Feuerwehr anvertraut werden.“ Kreisfeuerwehrinspekteur Eberhard Fuhr dankte abschließend nochmals allen Beteiligten, die an diesem umfangreichen Projekt mitgewirkt hatten und hob die gute interkommunale Zusammenarbeit hervor.

Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille verliehen

Außerdem hatten er und der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Birkenfeld, Dirk Backes, noch eine besondere Überraschung für zwei Teilnehmer der Einweihungsfeier parat. Für ihre hervorragenden Verdienste um das Feuerwehrwesen wurden Landrat Dr. Schneider sowie der Unternehmer Wolfgang Loch mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Das ist die höchste Auszeichnung, die an Personen, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören, vergeben werden kann. „Es ist ungewöhnlich, dass in einem Jahr gleich zwei Personen aus einem Landkreis mit dieser Medaille geehrt werden. Das wird vom Deutschen Feuerwehrverband sehr restriktiv gehandhabt“, erklärte der KFI. Aber im Fall dieser beiden Persönlichkeiten und ihrer Verdienste hätte der Verband eine Ausnahme gemacht.  

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