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Rhein wird zur Notlandebahn

Hunsrück/Nahe. Auf Höhe des Geisenrückens, zwischen den Ortslagen Oberwesel und St. Goar, musste ein Flugzeug am Dienstag, 31. Oktober, gegen 13.02 Uhr eine Notwasserung auf dem Rhein vornehmen.

Der Pilot heute war mit zwei Fluggästen auf einen geplanten Rundflug von Mainz-Finthen nach St. Goarshausen (Loreley) unterwegs. In Höhe der Ortslage Kaub fiel aufgrund eines Defektes der Motor aus. Der Pilot schaltet daraufhin die elektrische Ersatz-Benzinpumpe händisch ein. Aufgrund der relativ geringen Flughöhe (ca. 1 000 Meter) konnte die Benzinpumpe nicht genug an Fördermenge bereitstellen, um die Treibstoffleitungen zu füllen.

Dem Piloten blieb jedoch noch genug Zeit, um das Flugzeug sicher im linksrheinischen Geisenrückener-Fahrwasser zu landen. Hierbei kam es zu keinen Beeinträchtigungen der Schifffahrt. Im Rahmen der Notwasserung kam es ebenfalls weder zu Personen, noch zu Sachschäden.

Ein talfahrendes Sportboot erkannte die Situation und leistete Hilfe. Mittels einer ausgebrachten Leine konnte das Flugzeug an einer Öse unterhalb des Cockpits gesichert werden und in Schlepp genommen werden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich keinerlei gewerbliche Schifffahrt im unmittelbaren Bereich.

Kurz unterhalb des Bettecks, Rhein-km 554,4, trafen zwei Feuerwehr-Mehrzweckboote (jeweils ein Boot von St. Goar und Oberwesel) ein, welche die Sicherung des Flugzeugs übernahmen. Nachdem das Flugzeug durch die Feuerwehr in Schlepp genommen wurde, wurde dieses anschließend  in den Loreleyhafen verbracht und zunächst an dem dort stillliegenden Feuerlöschboot vertäut.

Die Schifffahrt wurde im Rahmen der Bergung, zwischen Oberwesel und  St. Goar komplett für 40 Minuten gesperrt. Die Feuerwehren Oberwesel und St. Goar waren mit ca. 50 Personen im Einsatz.

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