Magdalena Bomba

Fachkräftemangel diskutiert

Simmern. Etwa 80 Zuhörer verfolgten bei der zweiten Impulsveranstaltung der Deutsche Fertighaus Holding (DFH)-Reihe "Verantwortung zeigen" die Vorträge zum Thema "Arbeitsmarkt der Zukunft". Zusammen mit dem Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw), dem Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) sowie dem Radiosender RPR.1 hatte die DFH Deutsche Fertighaus Holding AG Unternehmer aus der Region Rhein-Hunsrück zu der Diskussion über Unternehmensverantwortung und Fachkräftegewinnung geladen.

Für die Impulsveranstaltung hatte DFH-Vorstandschef Thomas Sapperden ausgewiesenen Arbeitsmarkt-Experten Prof. Lothar Abicht, Autor desBuches "2025 ? So arbeiten wir in der Zukunft", gewinnen können.

Karriere nicht mehr so wichtig

"Karriere ist vielen jungen Arbeitnehmern nicht mehr so wichtig wie früher", erläuterte der isw-Geschäftsführer und BWA-Vizepräsident. "Gegenüber der Babyboomer-Generation, der ich auch angehöre, hat sich ein starker Wandel vollzogen. Arbeitgeber müssen sich den neuen Werten von Fachkräften stellen, wenn sie auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft nicht das Nachsehen haben möchten."

Als Vertreterin der sogenannten "Generation Y" berichtete die RPR1.Morningshow-Moderatorin Kate Menzyk, worauf junge Talente wie sie bei der Wahl eines Arbeitgebers achten. Ihr Tenor: Geld und Arbeitsplatzsicherheit sind längst nicht mehr die schlagkräftigsten Argumente. Eine große Rolle spiele dagegen das Image eines Unternehmens und seine Außendarstellung in sozialen Netzwerken wie Facebook. "Die Generation Y hinterfragt alles und möchte sich mit einem Arbeitgeber voll und ganz identifizieren können", so Menzyk.

Unternehmen werben um Arbeitskräfte

DFH-Chef Thomas Sapper thematisierte den seit einigen Jahren zubeobachtenden Umbruch vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt. "Qualifizierte Nachwuchskräfte bewerben sich nicht mehr bei Unternehmen, sondern die Unternehmen werben um sie", so Sapper. Um insbesondere in ländlichen Regionen wie dem Hunsrück im Wettbewerbum Fachkräfte zu bestehen, empfahl der DFH-Vorstandsvorsitzende den anwesenden Unternehmern, jungen Leuten nicht nur eine attraktive Perspektive, sondern auch eine Unternehmenskultur der Wertschätzungzu bieten. "Wir selbst zeigen unseren Mitarbeitern auf verschiedenen Wegen, wie wichtig sie uns sind und fördern im Unternehmen mitspeziellen Aktionen den kollegialen Zusammenhalt", so Sapper.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.