Andrea Wagner

Tag des offenen Denkmals: Blick hinter verschlossene Türen

Simmern. Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September gibt es auch im Rhein-Hunsrück-Kreis Einblicke in sonst verborgene Denkmäler. Im Mittelpunkt des diesjährigen Denkmaltags steht der Werkstoff Holz.

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September bietetet Interessierten mit Führungen und abwechslungsreichen Rahmenprogrammen Gelegenheit, einen Blick hinter sonst verschlossene Türen zu werfen.

Holz ist seit Menschengedenken ein zentraler Baustoff, in manchen Zeiten und mancherorts der wichtigste. Holz ist und war in unseren Breitengraden fast immer und überall verfügbar. Als Baustoff konnte es von allen Bevölkerungsschichten zum Bau der eigenen Häuser, Hütten, Katen oder Höfe genutzt werden. 

Im Rhein-Hunsrück-Kreis können zahlreiche Denkmäler besichtigt werden: 

Boppard, Villa Belgrano, Rheinallee 55 Die repräsentative späthistoristische Backsteinvilla in Neurenaissanceformen wurde 1889/90 nach Plänen des Architekten August Heins als Sommerhaus für die Ehefrau eines Industriellen aus Boppard erbaut. Die Villa ist geöffnet von 14 bis 17 Uhr, Führungen finden von 14 bis 16 Uhr statt. In Boppard-Herschwiesen ist Schloss Schöneck Reichsministerialburg des 13. Jahrhunderts, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen finden statt um 11 und 14 Uhr. Außerdem gibt es ein musikalisches Rahmenprogramm. In Boppard-Hirzenach öffnet der Garten der Benediktinerpropstei St. Maria und Johannes Ev., Rheinstraße (Ortsmitte) von 13.30 bis zirka 17 Uhr, Führungen sind um 14 und 15 Uhr.    

In Hahn öffnet die Simultankirche von 13 bis 16 Uhr, Führung 13.30 Uhr, zusätzlich findet eine Ausstellung von Dokumenten zur Kirchengeschichte statt. Der kleine gestaffelte Saalbau steht inmitten des von alten Bäumen beschatteten Friedhofs.  

In Kirchberg gibt es gleich drei offene Denkmäler: das Fachwerkhaus, ein Nebengebäude der Verbandsgemeindeverwaltung, am Marktplatz 6 öffnet zu Führungen um 12 und 14 Uhr. Es gibt einen Vortrag zur Geschichte des Hauses und der Stadt Kirchberg seit der Erbauungszeit. Ebenfalls kann das Heimathaus, Eifelgasse/Schülergasse besichtigt werden von 12 bis 16 Uhr. Führungen finden nach Bedarf statt. An der Römischen Holzrohrleitung, Marktplatz 5 ist das Archiv der Verbandsgemeinde Kirchberg ist geöffnet zu den Führungen 12 und 14 Uhr, Vortrag zur Geschichte der Stadt in der Zeit der Kelten, Römer, Sponheimer, Badener und Preußen bis zum heutigen Rheinland-Pfalz.  

In Kirchberg-Denzen gibt es um 12.15 und 15.15 Uhr Führungen durch die katholische Filialkapelle St. Nikolaus, Dumnissusstraße sowie eine Ausstellung von Dokumenten zur Kirchen- und Ortsgeschichte (u. a. Urkunde von 995).  

In Metzenhausen ist die Filialkapelle Mariä Himmelfahrt geöffnet zur Führung um 13.30 Uhr und zeigt eine Ausstellung des dendrochronologisch datierten Holzes und gibt Einblick in die Ortsgeschichte mit Dokumenten und der Chronik.  

Auch die katholische Filialkapelle Mariä Heimsuchung in Nieder Kostenz, ist geöffnet zur Führung 14 Uhr mit Einblick in die Dachkonstruktion sowie Demonstration und Erklärung der originalen Urkunde. 

Die Eremitage Maria Reizenborn "Räzebore" in Riesweiler umfasst Grundmauerreste der Wallfahrtskirche und der Eremitage des 18. Jh. sowie eine Quellfassung. Geöffnet von 10 bis 18 Uhr, Führungen nach Bedarf, Vortrag und Buchvorstellung.  

In Simmern öffnen die evangelische Stephanskirche (ehem. Schlosskirche) und ihre Grabmäler, Römerberg 2 von  9 bis 18 Uhr, um 15 und 17 Uhr findet "Erlebnisorientierte Führung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene" und um 20 Uhr ein Orgelkonzert statt.  

Eine Broschüre über die diesjährig gemeldeten Objekte in Rheinland-Pfalz kann bei der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück, Birgit Backes, Telefon 0 67 61 / 8 26 01 oder per E-Mail: birgit.backes@rheinhunsrueck.de angefordert werden. Die Broschüre gibt es auch im Internet unter www.gdke-rlp.de.

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