Stephanie Baumann

Das Gute wächst so nah. . .

Thalfang. . . . also warum also in der Ferne kaufen!" diese Feststellung machten nahezu 2000 Besucher des Schlemmermarktes am Erbeskopf. Bei strahlendem Bilderbuch-Wetter auf den Hunsrückhöhen genossen sie an ca. 30 Ständen Köstlichkeiten aus der Region.

Für Verkostungen von Apfelsaft bis Zwetschgenmus hörten die Anbieter viel Lob und Anerkennung. Almuth Brandstetter, Leiterin des Hunsrückhauses, und Daniel Thiel von der Touristinfo Thalfang wollten mit dieser Veranstaltung Produkte aus der Region in das Bewusstsein bringen: "Wie selbstverständlich kaufen wir spanische Salami, Kiwis aus Neuseeland, Erdbeeren aus Andalusien, Steaks aus Argentinien ? ob wir da immer an die Umwelt denken?  Unser Hunsrück und seine umliegenden Regionen bieten so eine tolle, vielfältige Produktpalette, leckere Rezepte aus Großmutters Küche und raffinierten Köstlichkeiten!"

 "Alte Traditionen müssen erhalten bleiben und den Jungen näher gebracht werden" - dafür sorgte Reinhold Biel mit seinen Mannen von der "Alten Kameradschaft der Freiwilligen Feuerwehr" aus Hilscheid, auf dessen Gemarkung der Erbeskopf ja liegt. Mit Muskelkraft und einer antiken Kelter produzierte die wohlgelaunte Truppe frischen Apfelsaft. Essen und Trinken hatten an dem goldenen Herbsttag zwar den Vorrang, aber andere Sinne kamen auch nicht zu kurz. 

Den Auftakt bildete eine acht-köpfige Bläsergruppe aus dem Fichtelgebirge mit einem Hörgenuss. Sie verbrachten ein paar Tage an der Mosel und waren spontan mit ihrem Gastgeber,  Franz-Josef Ferres, einem Winzer aus Kesten ? und Jäger ? für ein kleines Bläserkonzert zum Erbeskopf gekommen. Werner Ruppenthal aus dem Vorstand der Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich im LJV danke ihnen dafür mit einem edlen, heimischen Hochprozentigen. In der "Rollenden Waldschule" erklärte Albert Steinmeyer vielen Wissenshungrigen alles über unsere einheimische Tierwelt, während nebenan fleißig Fledermauswohnungen zum kostenlosen Mitnehmen gezimmert wurden. Zur Erholung drehten Mutige danach einige Runden auf braven Ponys oder stärkten sich an Wildschweinbratwurst. Die ganz Kreativen fanden im Inneren des Hunsrückhauses jede Menge Bastel- und Schminkaktionen oder durchstöberten mit Erlebnisförster Bernd Lischke das nahe gelegene Reich der Wildkatze. Den "Machern" im Hunsrückhaus ist ein ausgesprochen informativerer Tag gelungen.   Foto: M.Reugels

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