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De Fiffi öss duert

Manni kallt platt. Den Eifeler bringt nichts so schnell aus der Fassung. Dafür hat „Preussisch Sibirien“ zu viele Besatzungen, Missernten und eisige Winter erlebt. Die stoische Grundhaltung ist von Humor begleitet, auch wenn der, wie in der folgenden Anekdote, völlig fehl am Platz ist.

In der Geschichte bemüht sich ein Eifeler Großknecht, seinem Bauern möglichst schonend in kleinen Portionen beizubringen, dass sich in seiner Abwesenheit beim Landwirtschaftskongress in Köln-Deutz tragische Dinge auf dem Bauernhof abgespielt haben.

Also beginnt der „Knääht“, als er „senge Buur“ am „Bahnhoff“ abholt, völlig harmlos auf dessen Frage, ob in der Zwischenzeit „jett passiert“ wäre: „Nee, nett, datt ich wöss.“ Und nach einer kurzen Pause: „Ah jo, de Fiffi öss duert“. Wieso ist der „Fiffi“ gestorben, will der Bauer wissen: „Datt wohr doch noch su e röstisch Hönkche, als ich jefahre ben.“

Aber was hat dem Hündchen seine Rüstigkeit genutzt, als es sich an verbranntem Pferdefleisch überfraß? „Wieso verbrannt Päerdsfleesch, wie kütt de Fiffi dann an verbrannt Päerdsfleesch?“ Man ahnt es schon: „Weil de Päerdstall affjebrannt öss“.

„Wiesu datt dann?“, entsetzt sich der Bauer. Allem wohnt vernichtende Logik inne, so die Gegenfrage des Knechtes: „Wenn der Köhstall unn die Schür brenne, dann soll der Päerdstall stohn blieve?“

„Watt?“ Kuhstall und Scheune sind auch abgebrannt. Wie konnte das geschehen? „Durch Funkenfluch . . .“ Wie durch Funkenflug? „Ja, vom Wonnhuus eröver“, vom Wohnhaus. Und das entzündete sich, als die Familie bei der Totenwache am „Schoof“ der Mutter betete und eine Kerze umkippte und die Gardinen Feuer fingen. Die letzte Frage, woran die Altbäuerin denn gestorben sei, beantwortet der Knecht im Showdown seiner salamitaktischen Schilderung: „Deng Motte hätt ne Schlaach kreije, als die jehuert hätt, datt Deng Frau mömm Noobe dörchjebrannt öss . . .“

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