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Kavenzmann

Manni kallt platt. Ist etwas groß und imponierend, sagt der Eifeler „Ömmes“ und „staats“ dazu, egal ob es sich um einen Mann (auch „Kabänes“, „Kavenzmann“) handelt oder einen Nasenpopel („Mömmes“).

Nicht nur diese Ausdrücke für Mordsbrocken haben weder etwas mit dem Hochdeutschen, noch mit dem Französischen zu tun. Es gibt auch Ausdrücke in Platt, die weder der einen noch der anderen Hochsprache zuzuordnen sind, aus denen sich unsere Vorfahren seit Jahrhunderten bedient haben.

„Jabbeck“ ist ein neugieriger Besserwisser, „japp“ ist gähnen, „Jebönn“ der Holzfußboden und „Jedöns“ (Getue, erhebliches Aufsehen erregen). Als ausgestorben darf das Substantiv „Jehöchnis“ (Gesellschaft) gelten, während „Jehööch“ für ein bäuerliches Anwesen ebenso in Gebrauch ist wie „Jelooch“ für Umstände machen, „Jematt“ für eine Reihe abgemähtes Gras oder auch den Teil einer Parzelle, „Jöck“ für Rastlosigkeit, „Jröömes“ für Heiserkeit, „Jusch“ für Rute und „Juuz“ für eine Art freudigen Aufschrei.

„Kaasch“ heißt im Rheinland das zweizahnige Gartenwerkzeug zum Ausharken („kaaschte“) der Kartoffeln. „Ne Kabänes va Knoll“ ist eine ziemlich voluminöse Zuckerrübe. „Köbbel“ ist der Käfer, „Kabbel“ der Streit, „Käffere“ sind Dachsparren, „Kalle“ Dachrinnen und „Kaloote“ Streiche.

„Kapäusje“ sind bescheidene Räumlichkeiten, „Klütte“ Briketts und „Knöppe“ kleine Hügel. Das Vorhängeschloss heißt im Eifeler Platt interessanter Weise „Kluuste“ (engl. „to close“) und das ist mit dem hochdeutschen „Kloster“ für monastische Niederlassungen verwandt.

Mit „Knommel“ oder „Knömmelche“ (auch „Visterenöll“) werden Liebschaften umschrieben. „Knüeschel“ heißt die Stachelbeere, „Knüles“ der Dickschädel, „Kock“ der Zapfen oder auch die leere Eierschale, „Krampe“ der Haken und „Kuggelebohm“ der Purzelbaum. Und das waren jetzt nur „unverwandte“ Begriffe mit „J“ und „K“ . . .

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