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Kavenzmann

Manni kallt platt. Ist etwas groß und imponierend, sagt der Eifeler „Ömmes“ und „staats“ dazu, egal ob es sich um einen Mann (auch „Kabänes“, „Kavenzmann“) handelt oder einen Nasenpopel („Mömmes“).

Nicht nur diese Ausdrücke für Mordsbrocken haben weder etwas mit dem Hochdeutschen, noch mit dem Französischen zu tun. Es gibt auch Ausdrücke in Platt, die weder der einen noch der anderen Hochsprache zuzuordnen sind, aus denen sich unsere Vorfahren seit Jahrhunderten bedient haben.

„Jabbeck“ ist ein neugieriger Besserwisser, „japp“ ist gähnen, „Jebönn“ der Holzfußboden und „Jedöns“ (Getue, erhebliches Aufsehen erregen). Als ausgestorben darf das Substantiv „Jehöchnis“ (Gesellschaft) gelten, während „Jehööch“ für ein bäuerliches Anwesen ebenso in Gebrauch ist wie „Jelooch“ für Umstände machen, „Jematt“ für eine Reihe abgemähtes Gras oder auch den Teil einer Parzelle, „Jöck“ für Rastlosigkeit, „Jröömes“ für Heiserkeit, „Jusch“ für Rute und „Juuz“ für eine Art freudigen Aufschrei.

„Kaasch“ heißt im Rheinland das zweizahnige Gartenwerkzeug zum Ausharken („kaaschte“) der Kartoffeln. „Ne Kabänes va Knoll“ ist eine ziemlich voluminöse Zuckerrübe. „Köbbel“ ist der Käfer, „Kabbel“ der Streit, „Käffere“ sind Dachsparren, „Kalle“ Dachrinnen und „Kaloote“ Streiche.

„Kapäusje“ sind bescheidene Räumlichkeiten, „Klütte“ Briketts und „Knöppe“ kleine Hügel. Das Vorhängeschloss heißt im Eifeler Platt interessanter Weise „Kluuste“ (engl. „to close“) und das ist mit dem hochdeutschen „Kloster“ für monastische Niederlassungen verwandt.

Mit „Knommel“ oder „Knömmelche“ (auch „Visterenöll“) werden Liebschaften umschrieben. „Knüeschel“ heißt die Stachelbeere, „Knüles“ der Dickschädel, „Kock“ der Zapfen oder auch die leere Eierschale, „Krampe“ der Haken und „Kuggelebohm“ der Purzelbaum. Und das waren jetzt nur „unverwandte“ Begriffe mit „J“ und „K“ . . .

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Preis für Umweltprojekte verliehen

Kreis Bitburg / Prüm. In den Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Speicher geht der innogy Klimaschutzpreis 2017 an insgesamt neunzehn Preisträger. Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, überreichte in Bitburg gemeinsam mit dem Leiter der Region Trier von innogy Michael Arens die Urkunden an die Gewinner. Insgesamt vergibt innogy beim Klimaschutzpreis Preisgelder in Höhe von 9.500 Euro im südlichen Eifelkreis. Die Palette der prämierten Projekte reichte von Dreck-Weg-Tagen im Gemeindegebiet über die energetische Sanierung eines Vereinsheimes bis hin zur Pflege von Grünflächen. Mit dem Preis zeichnet der Eifelkreis gemeinsam mit innogy das Engagement zur Förderung von Umwelt und Natur aus. Landrat Dr. Joachim Streit und Michael Arens von innogy würdigten den bürgerschaftlichen Einsatz der Preisträger. Das Preisgeld von jeweils 500 Euro kommt dabei der Weiterführung des Projektes zugute. „Dass Klimaschutz direkt vor unserer Haustür beginnt und auch funktioniert, haben die Preisträger bewiesen. Wir brauchen Vorbilder, an denen sich andere orientieren können“, betonte Landrat Dr. Streit und ergänzte: „Gemeinsam sind wir stark – ich wünsche mir, dass viele weitere Gemeinden dem Anreiz des Klimaschutzpreises folgen und sich mit kleineren Maßnahmen in ihrer Heimatgemeinde engagieren, um den Klimaschutz voranzubringen.“ Michael Arens von innogy erklärte: „Jede Initiative für den Umweltschutz verdient unsere Hochachtung und Wertschätzung. Gerade das Umweltschutz-Engagement geschieht oft im Verborgenen. Umso wichtiger ist uns diese Möglichkeit der Auszeichnung.“ Der Klimaschutzpreis der innogy wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Die Städte und Gemeinden sind aufgerufen, besondere Projekte zur Prämierung vorzuschlagen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Nähere Informationen unter www.innogy.com /klimaschutzpreis. Und das sind die Gewinner des innogy Klimaschutzpreises 2017 in den Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Speicher im Eifelkreis Bitburg-Prüm, der mit einem Preisgeld von je 500 Euro dotiert ist: ·        Sportverein Baustert (Aktion „Saubere Landschaft“ im Gemeindegebiet) ·        Musikverein Bickendorf (Einbau von energieeffizienten Geräten in der Küche des Vereinsheims) ·        Jugendfeuerwehr Brecht (Aktion „Saubere Landschaft“ in der Ortslage und der Kreisstraße K 67) ·        Pia Lehnen aus Gondorf  (Verschönerung und Pflege der Grünflächen und Blumenbeete der Gemeinde) ·        Kinder u. Jugendliche Theatergruppe Gransdorf (Aktion „Saubere Landschaft“ in der Gemeinde) ·        Geschichtlicher Arbeitskreis Nattenheim (Pflege der Wanderwege) ·        Freiwillige Feuerwehr Niederweiler (Aktion „Saubere Landschaft“ an Straßen und Gewässern) ·        Arbeitskreis "Grüngestaltung" im Rahmen Zukunftscheck Dorf (Umwandlung von Grünflächen in Blumenwiesen innerhalb der Ortslage von Oberkail) ·        Förderverein Freiwillige Feuerwehr Oberweiler/Merkeshausen (Gewässer- und Uferreinigung entlang der Prüm in einem Teilstück von 3 Kilometern in Merkeshausen) ·        DJK Wißmannsdorf - Abteilung Fischerei (langjähriges Engagement zur Gewässerreinhaltung und der Uferrandstreifen-Reinigung in der Gemarkung Hermesdorf) ·        Gabi Lücker-Driesen aus Auw an der Kyll (floristische Gestaltung Grünflächen in der Gemeinde) ·        Senioren-Arbeitsgemeinschaft Orenhofen (langjährige Pflegearbeiten an Hecken, Bäumen und Grünflächen im Gemeindegebiet) ·        Freizeit Spielgemeinschaft Philippsheim (energetische Sanierung Vereinsheim durch energieeffiziente Beleuchtung) ·        Bürgergruppe Altscheid (nachhaltige Landschaftspflege in der Gemeinde) ·        FFW Emmelbaum (Baumpflege in den Ausgleichsflächen im Gemeindegebiet) ·        Frauengruppe Kaschenbach (langjährige Pflege der öffentlichen Grünflächen im Gemeindegebiet) ·        Schock-Club Menningen (energetische Sanierung eines Gemeinschaftshauses in der Ortslage) ·        Frauengemeinschaft Utscheid (Pflege und Gestaltung des Dorfplatzes und der Brunnenanlage) ·        Kreisimkerverband Bitburg (Anlegen von Blumenwiesen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge)In den Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Speicher geht der innogy Klimaschutzpreis 2017 an insgesamt neunzehn Preisträger. Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, überreichte in Bitburg gemeinsam mit dem Leiter der…

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