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"Wir wollen die auszeichnen, die durchhalten"

Neun Bürger mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet

Ahr. Es waren beeindruckende Zahlen, die Landrat Dr. Jürgen Pföhler im Kreishaus präsentieren konnte. Es ging jedoch nicht um den Haushalt oder Steuereinnahmen – es ging um Zeit, um Jahrzehnte, die Menschen für andere aufgebracht hatten. Sei es als Ortsvorsteher, Vereinsvorstand, Tierschützer oder Helfer in der Not. Neun Menschen aus dem Kreis wurden dafür mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet.

„Dieses selbstlose und unbezahlte Engagement, das heißt bürgerschaftlich, also uneigennützig für die Gesellschaft, geschieht oftmals unbemerkt und bleibt häufig unentdeckt“, so der Landrat. Der Kreis nutzte die Chance die Geehrten in den Vordergrund zu rücken. Pföhler stellte jeden einzelnen vor und erklärte, in welchen ehrenamtlichen Bereich der Geehrte tätig war und verlieh dann die Ehrennadel des Landes im Namen der Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Horst Engelstädter, Michael Geschier, Hans Meyer

Ausgezeichnet wurde Horst Engelstädter aus Löhndorf, der schon seit 1976 im Vorstand des Imkervereins aktiv wurde und bis heute dort mitarbeitet. Michael Geschier, der seit einem halben Jahrhundert in der Hutengemeinschaft St. Katharina sich für die Pflege des Brauchtums und soziale Belange stark macht. Für sein Engagement im Sport wurde Hans Meyer ausgezeichnet, der seit drei Jahrzehnten Vorstandsmitglied beim TV Sinzig und Gründungsmitglied der LG Kreis Ahrweiler ist.

Klemens Milbradt und Erwin Ritterrath

Im Bereich Fußball aktiv sind Klemens Milbradt und Erwin Ritterrath. Sie gehören zum SV Rheinland Westum – Klemens Milbradt dabei schon seit 1955. Er arbeitet im Vorstand mit und unterstützt den Verein als Platzwart. Erwim Ritterrath ist Jugendleiter des SG Westum/Löhndorf und arbeitet aktiv im Männergesangverein Eintracht 1877 Westum mit.

Edgar Rausch

Aus Adenau wurde Edgar Rausch von der KG Rot-Weiß Adenau ausgezeichnet. Doch nicht nur für seine langjährige Mitarbeit als Vorsitzender der Karnevalisten sondern auch als Initiator der Hilfsaktion „Die Kinder von Tschernobyl“. Dabei wurden Hilfsgüter direkt zu strahlenkranken Kindern nach Minsk gebracht. Rausch selber übernahm dabei die Fahrt nach Weissrussland.

Anton Palm, Thomas Schaaf und Hans-Josef Zipp

Zu guter Letzt wurden Anton Palm, Thomas Schaaf und Hans-Josef Zipp ausgezeichnet für ihr kommunalpolitisches Engagement. Anton Palm ist seit 18 Jahren Ortsvorsteher von Ringen, Thomas Schaaf arbeitete zehn Jahre lang als stellvertretender Ortsvorsteher von Lantershofen und war 36 Jahre im Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Grafschaft tätig und Hans-Josef Zipp war von 1989 bis 1994 Beigeordneter und danach bis 2016 Ortsbürgermeister von Königsfeld.

Landrat Pföhler betonte, dass das Engagement für die Ehrenamtler nicht immer nur einfach sei und man oft auch Enttäuschung und Undank aushalten müsse. „Deshalb wollen wir diejenigen auszeichnen, die durchhalten“, so Pföhler. Dabei richte sich der Dank auch an die Familien, die die Arbeit über Jahre unterstützt hatten.

Neun Auszeichnungen

Mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz wurden von Landrat Dr. Jürgen Pföhler ausgezeichnet: Klemens Milbradt und Erwin Ritterrath aus Westum, Horst Engelstädter aus Löhndorf sowie Hans Meyer aus Sinzig, Anton Palm aus Ringen und Thomas Schaaf aus Lantershofen sowie Hans-Josef Zipp aus Königsfeld, Michael Geschier aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und Edgar Rausch aus Adenau.

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Am Konzener Feuerbach wird Zukunft gebaut

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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