Menschen aus der Region

Eine Stadt, eine Kommune, ein Ort lebt von den Menschen, die dort wohnen. Und viele haben etwas zu erzählen: Ein besonderes Hobby, ein ergreifendes Schicksal oder eine scheinbare Belanglosigkeit, die auf großes Interesse stößt. Der WochenSpiegel zeigt Ihnen die „Köpfe“, die unsere Region so lebens- und liebenswert machen…

Henkel nach 100 Tagen: »Meine Arbeit ist gefragt«

Menschen aus der Region. Die Anlaufphase ist beendet: 100 Tage hat der neue Behindertenbeauftragte Andreas Henkel aus Roetgen hinter sich gebracht, über mangelnde Beschäftigung kann er sich wahrlich nicht beklagen. »Die Leute rufen mich an, kommen vorbei, sie haben Fragen über Fragen. Ich bin froh darüber, nun in Roetgen helfen und gezielte Auskunft erteilen zu können«, sagt Henkel bei einem Gespräch gegenüber dem Wochenspiegel. Roetgen (der). 100 Tage Arbeit, da sei es an der Zeit, eine erste Bilanz zu wagen. Die fällt nach Henkels Worten durchaus positiv aus. Immerhin habe er aus dem Nichts heraus begonnen. Franz-Josef Zwingmann und Dr. Georg Dittmer von Roetgens FDP, die beim Gespräch zugegen waren, sprechen eine Reiher profaner Dinge wie Unfallbeseitigungsmaßnahmen an Gehwegen an, die für Unmut sorgen und dringendst einer Abhilfe bedürfen. Gefährliche Löcher im Straßenbelag stellen eine große Gefahr besonders auch für Rollstuhlfahrer dar. Ebenso abgesackte Kanaldeckel oder herausstehende Pflastersteine vor Einfahrten seien Steine des Anstoßes und sorgen für Ärgernisse. Knackpunkt für Zwingmann ist nach wie vor die Ausdehnung von fußläufigen Verbindungen, so konkret eine zehn Meter lange Verlängerung des Verbindungsweges zwischen Wilhelmstraße und Im Winkel. »Die Gemeinde hat eine Überprüfung zugesichert«, so Zwingmann, »aber einige Anwohner signalisieren Ablehnung.« Handlungsbedarf Zurück zu Andreas Henkel und sein umfangreiches Aufgabenfeld. Bei Behinderten und Ratsuchenden habe sich Unzufriedenheit breit gemacht, weil konkrete Ansprechpartner, die ihre Probleme lösen könnten, vor Ort fehlen. »Ich wurde auf der Straße angesprochen und mit Missständen konfrontiert«, sagt Henkel. Überhaupt keine Frage, in Roetgen sei deutlich Handlungsbedarf spürbar gewesen. Wer etwas zu erledigen hatte, Auskunft brauchte, musste den Weg nach Aachen in Kauf nehmen. »Da bin ich gerne auf den Zug aufgesprungen, um den Menschen meine Hilfe angedeihen zu lassen«, ergänzt er. Leider vermisst Andres Henkel eine konkrete Unterstützung - nicht finanzieller Art - seitens der Gemeinde Roetgen. Er habe eine Anfrage gestartet, warte bis heute auf Antwort. Grundversorgung »Es gibt eine Vielzahl von Fragen, auf die konkrete Antworten gegeben werden müssten.« Henkel erwähnt vorrangig die Grundversorgung, Anspruch auf Wohngeld, besserer Service für Behinderte, Ausstellung von Behinderten-Parkausweisen und auch die Regelung für erforderliche Krankenfahrten. »Warum bekommt der Mann kein Zimmer im Rathaus zur Verfügung gestellt, dort wäre die ideale Anlaufstelle, um stundenweise mit Rat und Tat seiner ehrenamtlichen Arbeit nachgehen zu können?«, fragt Zwingmann ein wenig verärgert. Es müsse doch einen Weg geben und im Interesse der Gemeinde sein, rasch Abhilfe zu schaffen, um ideale Verhältnisse zu ermöglichen. Das wäre Service am Bürger... Andreas Henkel ist längst schon kein Anonymer mehr, nicht nur in Roetgen wird er für seine fachmännische und kompetente Arbeit geschätzt und geachtet, die Nachbargemeinde Simmerath und die Stadt Monschau haben ihre Fühler nach Roetgen, nach Henkel, ausgestreckt. »Mein Anrufbeantworter ist pickevoll, es liegen Anfragen noch und noch vor.« Kontaktperson So aus Konzen, Mützenich, Monschau und dem Gemeindegebiet Simmerath. Auch hier verspüre er, dass Handlungsbedarf bestehe und die Menschen Hilfe benötigen. »So eine Kontaktperson sollte eigentlich jede Gemeinde haben«, wünscht sich Franz-Josef Zwingmann. Allerdings, das fügt Henkel ein, müsste das Gemeindepersonal eine bessere Ausbildung erfahren, um gezielt konkrete Fragen zufriedenstellend zu beantworten. »Ich weiß, es müsste einfach mehr gemacht werden, das Angebot erweitern, denn immer häufiger werden ältere und behinderte Menschen mit großen Problemen konfrontiert, leider oft auch sich selbst überlassen«, bedauert Andreas Henkel. Henkels Beratungen sind für die Fragesteller kostenlos, der Mann »arbeitet für lau.« Und dennoch habe er den Sprung ins kalte Wasser bis dato nicht bereut. Infoabende Das »Kind« beginne nun, in kleinen Schritten das Laufen zu lernen. Aller Anfang sei schwer. Leider laufe man sich die Füße platt, wo man was bekommen könne. Immerhin sei Henkel am Tage fünf bis sechs Stunden mit Arbeit beschäftigt, haben Franz-Josef Zwingmann und Dr. Georg Dittmer ausgemacht. »Ich mache das alles gerne, ich freue mich, wenn ich anderen Menschen helfen kann.« Ob in Roetgen, Monschau oder Simmerath, da mache er keine Ausnahmen. Man wolle überlegen, bald schon Aufklärungsarbeit gezielt zu leisten. Henkel denkt mittelfristig an die Abhaltung von Informationsabenden. Kontakt Nähere Auskunft vorab erhält man unter der E-Mail-Anschrift: henkel.andy@googlemail.com oder unter Tel. 02471/134580. »Ich freue mich über jede Anfrage, sie wird auch prompt beantwortet«, verspricht der Behindertenbeauftragte Andreas Henkel. Die Anlaufphase ist beendet: 100 Tage hat der neue Behindertenbeauftragte Andreas Henkel aus Roetgen hinter sich gebracht, über mangelnde Beschäftigung kann er sich wahrlich nicht beklagen. »Die Leute rufen mich an, kommen vorbei, sie haben Fragen…

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