Menschen aus der Region

Eine Stadt, eine Kommune, ein Ort lebt von den Menschen, die dort wohnen. Und viele haben etwas zu erzählen: Ein besonderes Hobby, ein ergreifendes Schicksal oder eine scheinbare Belanglosigkeit, die auf großes Interesse stößt. Der WochenSpiegel zeigt Ihnen die „Köpfe“, die unsere Region so lebens- und liebenswert machen…

Henkel nach 100 Tagen: »Meine Arbeit ist gefragt«

Menschen aus der Region. Die Anlaufphase ist beendet: 100 Tage hat der neue Behindertenbeauftragte Andreas Henkel aus Roetgen hinter sich gebracht, über mangelnde Beschäftigung kann er sich wahrlich nicht beklagen. »Die Leute rufen mich an, kommen vorbei, sie haben Fragen über Fragen. Ich bin froh darüber, nun in Roetgen helfen und gezielte Auskunft erteilen zu können«, sagt Henkel bei einem Gespräch gegenüber dem Wochenspiegel. Roetgen (der). 100 Tage Arbeit, da sei es an der Zeit, eine erste Bilanz zu wagen. Die fällt nach Henkels Worten durchaus positiv aus. Immerhin habe er aus dem Nichts heraus begonnen. Franz-Josef Zwingmann und Dr. Georg Dittmer von Roetgens FDP, die beim Gespräch zugegen waren, sprechen eine Reiher profaner Dinge wie Unfallbeseitigungsmaßnahmen an Gehwegen an, die für Unmut sorgen und dringendst einer Abhilfe bedürfen. Gefährliche Löcher im Straßenbelag stellen eine große Gefahr besonders auch für Rollstuhlfahrer dar. Ebenso abgesackte Kanaldeckel oder herausstehende Pflastersteine vor Einfahrten seien Steine des Anstoßes und sorgen für Ärgernisse. Knackpunkt für Zwingmann ist nach wie vor die Ausdehnung von fußläufigen Verbindungen, so konkret eine zehn Meter lange Verlängerung des Verbindungsweges zwischen Wilhelmstraße und Im Winkel. »Die Gemeinde hat eine Überprüfung zugesichert«, so Zwingmann, »aber einige Anwohner signalisieren Ablehnung.« Handlungsbedarf Zurück zu Andreas Henkel und sein umfangreiches Aufgabenfeld. Bei Behinderten und Ratsuchenden habe sich Unzufriedenheit breit gemacht, weil konkrete Ansprechpartner, die ihre Probleme lösen könnten, vor Ort fehlen. »Ich wurde auf der Straße angesprochen und mit Missständen konfrontiert«, sagt Henkel. Überhaupt keine Frage, in Roetgen sei deutlich Handlungsbedarf spürbar gewesen. Wer etwas zu erledigen hatte, Auskunft brauchte, musste den Weg nach Aachen in Kauf nehmen. »Da bin ich gerne auf den Zug aufgesprungen, um den Menschen meine Hilfe angedeihen zu lassen«, ergänzt er. Leider vermisst Andres Henkel eine konkrete Unterstützung - nicht finanzieller Art - seitens der Gemeinde Roetgen. Er habe eine Anfrage gestartet, warte bis heute auf Antwort. Grundversorgung »Es gibt eine Vielzahl von Fragen, auf die konkrete Antworten gegeben werden müssten.« Henkel erwähnt vorrangig die Grundversorgung, Anspruch auf Wohngeld, besserer Service für Behinderte, Ausstellung von Behinderten-Parkausweisen und auch die Regelung für erforderliche Krankenfahrten. »Warum bekommt der Mann kein Zimmer im Rathaus zur Verfügung gestellt, dort wäre die ideale Anlaufstelle, um stundenweise mit Rat und Tat seiner ehrenamtlichen Arbeit nachgehen zu können?«, fragt Zwingmann ein wenig verärgert. Es müsse doch einen Weg geben und im Interesse der Gemeinde sein, rasch Abhilfe zu schaffen, um ideale Verhältnisse zu ermöglichen. Das wäre Service am Bürger... Andreas Henkel ist längst schon kein Anonymer mehr, nicht nur in Roetgen wird er für seine fachmännische und kompetente Arbeit geschätzt und geachtet, die Nachbargemeinde Simmerath und die Stadt Monschau haben ihre Fühler nach Roetgen, nach Henkel, ausgestreckt. »Mein Anrufbeantworter ist pickevoll, es liegen Anfragen noch und noch vor.« Kontaktperson So aus Konzen, Mützenich, Monschau und dem Gemeindegebiet Simmerath. Auch hier verspüre er, dass Handlungsbedarf bestehe und die Menschen Hilfe benötigen. »So eine Kontaktperson sollte eigentlich jede Gemeinde haben«, wünscht sich Franz-Josef Zwingmann. Allerdings, das fügt Henkel ein, müsste das Gemeindepersonal eine bessere Ausbildung erfahren, um gezielt konkrete Fragen zufriedenstellend zu beantworten. »Ich weiß, es müsste einfach mehr gemacht werden, das Angebot erweitern, denn immer häufiger werden ältere und behinderte Menschen mit großen Problemen konfrontiert, leider oft auch sich selbst überlassen«, bedauert Andreas Henkel. Henkels Beratungen sind für die Fragesteller kostenlos, der Mann »arbeitet für lau.« Und dennoch habe er den Sprung ins kalte Wasser bis dato nicht bereut. Infoabende Das »Kind« beginne nun, in kleinen Schritten das Laufen zu lernen. Aller Anfang sei schwer. Leider laufe man sich die Füße platt, wo man was bekommen könne. Immerhin sei Henkel am Tage fünf bis sechs Stunden mit Arbeit beschäftigt, haben Franz-Josef Zwingmann und Dr. Georg Dittmer ausgemacht. »Ich mache das alles gerne, ich freue mich, wenn ich anderen Menschen helfen kann.« Ob in Roetgen, Monschau oder Simmerath, da mache er keine Ausnahmen. Man wolle überlegen, bald schon Aufklärungsarbeit gezielt zu leisten. Henkel denkt mittelfristig an die Abhaltung von Informationsabenden. Kontakt Nähere Auskunft vorab erhält man unter der E-Mail-Anschrift: henkel.andy@googlemail.com oder unter Tel. 02471/134580. »Ich freue mich über jede Anfrage, sie wird auch prompt beantwortet«, verspricht der Behindertenbeauftragte Andreas Henkel. Die Anlaufphase ist beendet: 100 Tage hat der neue Behindertenbeauftragte Andreas Henkel aus Roetgen hinter sich gebracht, über mangelnde Beschäftigung kann er sich wahrlich nicht beklagen. »Die Leute rufen mich an, kommen vorbei, sie haben Fragen…

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Engagiert und kompetent

Menschen aus der Region. Der Gemeinderat votierte einstimmig für ihn und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hat ihn für anstehende, große Projekte im Visier: Mit Vorschusslorbeeren und einem gut gefüllten Terminkalender startet Bennet Gielen in eine neue berufliche Herausforderung: Beigeordneter der Gemeinde Simmerath. Simmerath (Fö). »Ich betrete Neuland - beruflich wie privat«, stellt der zweite Mann im Simmerather Rathaus bei seiner Amtseinführung fest. »Daher bedanke ich mich für das große Vertrauen der Ratsmitglieder und die herzliche Aufnahme in Ihre Reihen.« Ein wenig Schonfrist und Einarbeitungszeit wird er schon bekommen, doch mit dem 1. Oktober hat Bennet Gielen auch eine Menge Verantwortung übernommen. Gielen: »Diese scheue ich keineswegs, ich freue mich auf interessante und erfolgreiche Projekte im Sinne der Gemeinde und der Bürger, die hier leben.« Mit Verwaltungsarbeit kennt sich der 36-Jährige vom Niederrhein aus. Er studierte Jura, arbeitete im Job-Center des Kreises Viersen. »Eine sehr intensive Zeit, die ich nicht missen möchte«, versichert Gielen. Auch für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft in seinem Heimatkreis und den Naturpark Schwalm-Nette hat der gebürtige Niederkrüchtener gewirkt. Schließlich wurde er vier Jahre lang persönlicher Referent des Landrates Peter Ottmann. Nach dessen Ausscheiden fand Gielen im Rechtsamt der Kommunalaufsicht des Kreises Viersen eine neue Herausforderung. 24 Kandidaten Aus dieser Tätigkeit hat ihn nun die Gemeinde Simmerath herauseisen können. 24 Bewerbungen waren bei Karl-Heinz Hermanns eingegangen, nachdem offenkundig wurde, dass Roger Nießen die Nordeifel nach sechs Jahren in Richtung Würselen verlässt. Er konnte nicht nur sämtliche Mitstreiter ausstechen, sondern auch den Gemeinderat überzeugen. »Ein wichtiges Zeichen für eine konstruktive Zusammenarbeit«, nannte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns das einstimmige Votum des Gemeinderates. »Bennet Gielen ist ein engagierter, kompetenter Mann«, freut sich Hermanns auf seinen Stellvertreter im Rathaus. Gemeinsam mit Hauptamtsleiter Manfred Nellessen und Kämmerer Bruno Laschet bilden die Beiden auch den Verwaltungsvorstand. Rückgrat In gemütlicher Runde stellte sich Bennet Gielen dann auch den Fragen der Amtsleiter im Simmerather Rathaus. Fachlich schienen diese gut informiert zu sein, anderes brannte ihnen unter den Nägeln. Zum Leidwesen von Manfred Nellessen, aber auch zur allgemeinen Erheiterung, outete sich der Mann vom Niederrhein als Fan des 1. FC Köln. »Da muss ganz in der Nähe von Mönchengladbach, aber auch in den meisten Spielzeiten ein starkes Rückgrat haben. Aber aktuell läuft es doch - ebenso wie bei mir -sehr gut.« Freund der Eifel Damit er sich so fit hält, wie es für die Kicker seines Lieblingsvereins eine Selbstverständlichkeit ist, bot ihm der zweite stellvertretende Bürgermeister Norbert Brewer (SPD) an, in der Garde der KG Sonnenfunken aktiv zu werden. »Ob Garde das richtige für mich ist, weiß ich nicht. Aber für den Karneval bin ich sehr aufgeschlossen«, skandierte Gielen. Der verheiratete Vater einer zweijährigen Tochter machte auch keinen Hehl daraus, dass er eine weite Anreise zum Arbeitsplatz vor sich habe. »Meine Frau ist ebenfalls Juristin und in Teilzeit berufstätig. Dennoch wollen wir mittelfristig auch unseren privaten Lebensmittelpunkt in die Eifel verlagern«, erklärt Gielen. Die Region kennt der Jurist aus Kurzurlauben mit seiner Familie. Die Monschauer Altstadt hat es ihm genauso angetan wie der Rursee. Und einen Abstecher in den Nationalpark Eifel will er schon bald unternehmen. Dass Bennet Gielen zu höheren Ämtern bereit ist, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr. Da hatte er sich als CDU-Kandidat dem Votum der Wähler um das Bürgermeisteramt in Niederkrüchten gestellt - und verloren. Was nicht ist, kann ja noch werden, wird für den Beigeordneten der Gemeinde Simmerath diese Tätigkeit sicherlich nicht die letzte Sprosse auf der politischen Karriereleiter sein.Der Gemeinderat votierte einstimmig für ihn und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hat ihn für anstehende, große Projekte im Visier: Mit Vorschusslorbeeren und einem gut gefüllten Terminkalender startet Bennet Gielen in eine neue berufliche…

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»Jeder Mensch trägt Gnade Gottes«

Menschen aus der Region. Er war nicht aus den katholischen Pfarrgemeinden von Roetgen und Rott wegzudenken und ist es auch noch nicht. Und doch ist er nicht mehr da, der langjährige Gemeindereferent Michael Reimann. Roetgen (heg). Mit einem Dankgottesdienst in der Roetgener Pfarrkirche verabschiedete sich Michael Reimann nach 31 Jahren aus den Pfarrgemeinden St. Hubertus Roetgen und St. Antonius Rott. Gleichzeitig beendete er seinen Dienst in der GdG Kornelimünster/Roetgen. Der gebürtige Trierer ist seit der Hochzeit mit seiner Frau Rita 1975 in Roetgen zu Hause. Schnell engagierte er sich ehrenamtlich in der Pfarrgemeinde, unter anderem im Kirchenchor, in der Jugendarbeit in der Teestube und in der Firmvorbereitung. Ab 1979 war er einer der ersten Lektoren und Kommunionhelfer. Von der Bundeswehr zur Theologie Nach zehnjährigem Dienst in der Bundeswehr entschloss sich Michael Reimann zu einer Neuorientierung. Er nahm ein Theologie-Fachstudium auf, das er als Fernkurs unter der Begleitung des Bistums Aachen absolvierte. 1985 begann er seinen hauptamtlichen Dienst als Gemeindeassistent unter Pfarrer Walter Knöllinger. Nach dessen Erkrankung musste er schon Leitungsaufgaben übernehmen, obwohl er sich noch im Studium befand. Ab 1988 begann die 25-jährige Zusammenarbeit mit Pfarrer Hans-Georg Schornstein, der nicht nur sein Chef wurde. »Mit einem guten Freund durfte ich die Gemeinden für die Zukunft aufbauen«, beschreibt Michael Reimann im neuen Pfarr-Info den Prozess der Veränderung, der Anfang der 2000er-Jahre einsetzte. Seinen Arbeitsschwerpunkt habe er eigentlich immer als Gemeindereferent für Roetgen und Rott gesehen, der von dort aus auch die Gemeinschaft der Gemeinden Kornelimünster/Roetgen im Blick hatte, erinnert er sich. Doch dieser Blickwinkel habe sich verschieben müssen, nun werde aus der GdG heraus auf die einzelnen Gemeinden geschaut. Ehrenamt »Sehr vielen unterschiedlichen Menschen war er Wegbegleiter, Gesprächspartner, Vorbild und Unterstützer… Er hat das Leben unserer Gemeinden entschieden geprägt und gestaltet«, würdigt das Leitungsteam der Pfarren Roetgen/Rott die langjährige Tätigkeit vom Michael Reimann. Besonders heben Dr. Marion Behrendt-Höhne, Brigitte Palm und Angelika Paßen hervor, dass ihm die Stärkung und Unterstützung der Arbeit von Laien und Ehrenamtlern immer ein wichtiges Anliegen gewesen sei. Er habe Ehrenamtler nie als »Lückenbüßer« gesehen, betont auch Michael Reimann selbst. Entscheidend und wichtig ist die aktive Mitarbeit von Ehrenamtlern in den Gemeinden. Sie in ihrer Verantwortung zu stärken und zu ermutigen, ohne sie zu überfordern, sei in Zukunft eine wichtige Aufgabe der hauptamtlichen Mitarbeiter in der GdG. Bei dem Leitungsteam und dem Pfarreirat sieht er nach seinem Abschied die beiden Gemeinden in guten Händen. In guter Teamarbeit werden unter anderem regelmäßige sonntägliche Wort-Gottes-Feiern, Gemeindekatechese und Caritas sowie die Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf die Sakramente wahrgenommen. Auch für die Herausgabe des Pfarr-Infos konnte ein neuer Mitarbeiter gewonnen werden. Geprägt war der pastorale Dienst von Michael Reimann stets von seinem persönlichen Glauben. In einem katholischen Elternhaus wurde er von einer tief religiösen Mutter erzogen. Anonymer Christ Später hat ihn die Theologie von Karl Rahner stark beeinflusst. Sowohl dessen Forderungen, dass sich die Kirche »Neuem und Unerprobtem« öffnen müsse als auch die These vom »anonymen Christentum«, der zufolge alle Menschen (auch außerhalb des Christentums) aufgrund des für alle geltenden Heilswillens Gottes als »anonyme Christen« anzusehen sind, wenn sie in Selbstlosigkeit und Liebe und damit - ihnen selbst unbewusst - in einer Art Nachfolge Christi leben, haben ihn in seiner Meinung bestärkt, dass jeder Mensch die Gnade Gottes in sich trage. »Für diese Ansichten bin ich auch manchmal angefeindet worden«, erinnert er sich. Jedoch war es diese den Menschen zugewandte Einstellung, die befähigte, ihnen in vielen Begegnungen Trost und Zuwendung zu geben – »mit viel Herz und Engagement«, wie das Leitungsteam hervorhebt. Michael Reimann beendet seinen derzeitigen Dienst aus privaten persönlichen Gründen. In den nächsten Wochen wird dem 61-Jährigen vom Bistum eine neue Aufgabe übertragen.Er war nicht aus den katholischen Pfarrgemeinden von Roetgen und Rott wegzudenken und ist es auch noch nicht. Und doch ist er nicht mehr da, der langjährige Gemeindereferent Michael Reimann. Roetgen (heg). Mit einem Dankgottesdienst in der…

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Bürger wie er machen ein Dorf liebenswert

Menschen aus der Region. Ein Rastplatz am Einruhrer Schlachteplatz, jetzt Orte des Genießens auf dem örtlichen Friedhof - Herbert Nießen sorgt für lauschige Plätze in seinem Heimatort. Einruhr (Fö). Mit viel Liebe zum Detail hat Herbert Nießen aus Einruhr den Friedhof in seinem Heimatdorf verschönert. »Auf den beiden Holzbänken hat nie jemand gesessen, darum habe ich einen neuen Platz ausgesucht. Auf der einen Bank kann man jetzt die Morgensonne und auf der anderen die Abendsonne genießen«, so der fleißige Ehrenamtler. In seiner Freizeit hat er die neuen Standorte ausgeschachtet, mit Splitt verfüllt und Platten verlegt. Dank des eingebauten Fließgewebes, das Unkrautwachstum verhindert, sind die Pflasterarbeiten nicht nur schön anzuschauen, sondern auch leicht zu pflegen. Symbol-Bild Hinter der Bank, an der frisch gestrichenen Mauer, hat Herbert Nießen ein ganz besonderes Bild aufgehängt: »Die Sonne symbolisiert das Leben, der Mond gilt als Zeichen der Vergänglichkeit, während die Sterne für die Unendlichkeit stehen.« Brunnen Auch der beiden Wasser-entnahmestellen hat sich Herbert Nießen angenommen. In Absprache mit der Gemeinde Simmerath und mit Unterstützung der Gemeindearbeiter hat er den Platz neu gepflastert und Halterungen für die Gießkannen aufgehängt. Ein kleines Podest direkt unter dem Wasserhahn sorgt dafür, dass die schwere, mit Wasser gefüllte Kanne leichter angehoben werden kann. Vor allem für ältere Menschen ist dies eine große Erleichterung. Vorbild »In unserer Gemeinde brauchen wir Menschen wie Sie, die ihre Arbeitskraft und ihr Können zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen«, sagte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der gemeinsam mit Ortsvorsteher Christoph Poschen und Annemie Theißen, die bei der Gemeinde Simmerath für das Friedhofswesen verantwortlich ist, die umfassenden Arbeiten begutachtete. Auch einige Einruhrer waren auf den Friedhof gekommen, um die ehrenamtliche Leistung entsprechend zu würdigen. Pflege Besonders freute sich Karl-Heinz Hermanns über die Zusage von Herbert Nießen, auch in Zukunft die Bänke zu pflegen. »Denn oftmals wird in guter Absicht etwas gemacht und hinterher müssen sich andere drum kümmern«, so der Verwaltungschef, deshalb sei die enge Abstimmung mit der Gemeinde auch so wichtig. Auch Ortsvorsteher Christoph Poschen fand lobende Worte: »Wir brauchen Menschen wie Herbert Nießen, die sich für ihren Ort einsetzen.« Herrliches Panorama Schließlich ist das nicht das erste Projekt von Herbert Nießen. Wenige hundert Meter entfernt von seinem Haus an der Franz-Becker-Straße liegt das Werk, das Herbert Nießen im letzten Jahr fast rund um die Uhr beschäftigt hat. Gemeinsam mit drei weiteren Helfern und seiner Frau Doris hatte er oberhalb des Friedhofes in Einruhr einen Rastplatz errichtet. Der liegt genau am Eifelsteig und ist nur schwer mit einem Auto erreichbar. 3000 Euro haben sie investiert und viele Arbeitsstunden, ehe das schmucke Plätzchen fertig war. Dass der Platz am Schlachteberg auch einen ganz besonderen Namen erhielt, dafür hat Herbert Nießen gesorgt. Das Schild mit der Aufschrift »Herberts Eck« ziert die schmucke Ruhestätte - eine traumhafte Aussicht inklusive.Ein Rastplatz am Einruhrer Schlachteplatz, jetzt Orte des Genießens auf dem örtlichen Friedhof - Herbert Nießen sorgt für lauschige Plätze in seinem Heimatort. Einruhr (Fö). Mit viel Liebe zum Detail hat Herbert Nießen aus Einruhr den Friedhof in…

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Roetgener Prinzen am laufenden Band produziert

Menschen aus der Region. Wer närrisches Blut in seinen Adern fließen hat, wer total vom »Bazillus Carnevalitis« befallen ist, für den ist es selbstverständlich, dass er der Karnevalsgesellschaft Roetgen angehört. Fritz Jansen, seit Jahren liebevoll auch »Prinzenmacher« genannt, sorgte ehrenamtlich viele Jahre dafür, dass rechtzeitig zu Beginn der fünften Jahreszeit ein Karnevalsprinz auf den närrischen Schild gehoben werden konnte. Roetgen (Der). Der »Fritz«, wie ihn die Roetgener schätzen und lieben, hatte stets das richtige Händchen und ein goldenes Näschen, um erfolgreich fündig zu werden. Seit 1968 mischte er in der KG Roetgen auf verschieden Posten mit. »Dat jecke Jedöns hat mich schon immer interessiert«, sagt er spontan. Prinz Karneval Getreu dem Kölner Hit von »De Räuber«, »Denn, wenn dat Trömmelche jeht«, zog Fritz Jansen bei Karnevalsumzügen mit einem Trömmelchen vorne weg. Wen wunderte das, war er doch im Trommler- und Pfeiferkorps aktiv dabei. 1982, längst noch nicht der »Prinzenmacher«, wurde er selbst Roetgens Tollität Fritz I. »Das war der Höhepunkt in meiner langjährigen karnevalistischen Karriere«, lacht Jansen. Am Rosenmontag habe er tolles Wetter erwischt, ganz Roetgen ihm zu Füßen gelegen. Und da sei er auf den Geschmack gekommen, jährlich etwas für den »prinzlichen Nachwuchs« zu tun; anfangs gemeinsam mit Alfred Biegmann. Leere Versprechen Ab 1993 gingen die beiden wie Detektive auf die Suche, später war Fritz Jansen alleine unterwegs. »Das war schon harte Knochenarbeit«, weiß er nur allzu gut. Ihm wurden an Karneval Zusagen für das nächste Jahr gemacht, dann aber sei die Ernüchterung gekommen. Als die sich angebotenen Aspiranten daheim mit ihren Frauen darüber gesprochen haben, kamen Absagen, mehr als Zusagen. Die Begeisterung sei bei den möglichen Prinzen plötzlich erloschen gewesen. »Das gehört zum Geschäft«, stellt Jansen fest. Es gab aber auch Jahre, da hätte er sogar zwei Tollitäten präsentieren können. »Nun, da musste ich selektieren«, fügt er hinzu. Aber die »Jagd auf Prinzen« habe er nie bereut, das seien für ihn »tolle Jahre gewesen.« Jecker Pfarrer 1997 landete Fritz Jansen »den« Knüller schlechthin: der katholische Pfarrer Hans-Georg Schornstein war im Visier des »Prinzenmachers«. Nicht ganz einfach, Jansen musste mit Schornsteins Mutter ersten Kontakt aufnehmen, die wiederum dürfte ihrem Söhnchen dazu bewogen haben, die »Sache in Roetgen durchzuziehen.« Der Pfarrer sei mit einer Flasche Sekt bei ihm erschienen, die »frohe Botschaft« wurde damit besiegelt. Von Prinz Hans-Georg I. spreche man heute noch. Prinzenpaar Nach dem Pfarrer ließ Fritz Jansen nicht locker, nach weiteren Promis Ausschau zu halten. Er hatte sich den damaligen Bürgermeister Manfred Eis aufs Korn genommen. Dessen Frau Marion tanzte früher für die KG »Kester Lehmschwalben«, die müsse ihren »Manni« dazu bewogen haben, das Prinzenzepter zu schwingen. Übrigens das erste Prinzenpaar in Roetgen nach bislang nur »Solo-Prinzen«. Die Bilanz der Prinzensuche liest sich wie eine Erfolgsgeschichte. »Über 20 Tollitäten konnte ich seit 1993 an Land ziehen«, lacht Fritz Jansen, der auch heute »immer noch ein wenig mitmischt«, wenn der Ruf nach einem neuen Prinzen erschalle. Dann jucke es in den Fingern. Jansen genießt in Roetgen vollstes Vertrauen. Auch beim Dreigestirn war er beteiligt. Auszeichnungen Nach über 33 Jahren Wirken im Vorstand der KG habe er sich »zurückgezogen«, sei aber als inaktives Mitglied »immer noch närrisch und wenn dat Trömmelche jeht« dabei. Dann stehe er parat. Wenn es um die Gestaltung der jährlichen Orden ging, fehlte Fritz Jansen nicht. So wundert es nicht, dass ihm zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen zuteil wurden. Vom Bund Deutscher Karneval (BdK) gab es für Jansen den Verdienstorden in Silber und Gold, natürlich auch den Verdienstorden der KG Roetgen. Highlight jedoch sei für ihn die »Goldene Ehrenplakette«, die er 2007 vom Ortskartell Roetgen überreicht bekommen habe, gewesen. Eine beträchtliche Ordens- und Urkundensammlung ist in seinem Partykeller zu finden Im Ort aktiv Fritz Jansen kann sich über Hobbys, Steckenpferde und Vereinsaktivitäten nicht beklagen. In den Ortsvereinen Roetgens ist er zu Hause. Beim Tennis-Club (»Ich will es wieder versuchen«), Theaterverein, Trommler- und Pfeiferkorps, Turnverein (er moderierte den Rakkeschlauf) und außerdem hatte Fritz Jansen viele Jahre die Finger in der Programmgestaltung für die Sitzungen der KG Roetgen drin. Fazit: Ein Hans Dampf in allen Gassen! Mehr zum jecken Treiben in Roetgen gibt es unter www.kg-roetgen.deWer närrisches Blut in seinen Adern fließen hat, wer total vom »Bazillus Carnevalitis« befallen ist, für den ist es selbstverständlich, dass er der Karnevalsgesellschaft Roetgen angehört. Fritz Jansen, seit Jahren liebevoll auch »Prinzenmacher«…

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