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Der Traum vom "Eisenmann"

Klottener startet beim "Ironman" in Roth

Klotten. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zu guter Letzt noch einen Marathon laufen. Diese 42,195 Kilometer sollen für Timo Bertram aus Klotten am Sonntag ein Triumphlauf werden, denn dann startet er beim "Ironman" in Roth.

Timo Bertram ist heiß auf den ersten Ironman-Triathlon seines Lebens. Der 41-Jährige hatte bereits vor sechs Jahren einen ersten Anlauf genommen, doch ein Kreuzbandriss, den er sich beim Training zugezogen hatte, bremste ihn aus. "Da bin ich leider auf einer Eisplatte ausgerutscht und das wars", erzählt der Klottener, der sich vom passionierten Fußballer zum ambitionierten Triathleten entwickelte."Mein Bruder ist 2008 und 2010 in Roth an den Start gegangen und das hat mir imponiert. Mit 10:56 und 10:15 Stunden hat er eine tolle Leistung hingelegt. Das war Ansporn genug", erzählt Bertram, der nicht alleine nach Franken reist.

Die Trainingsgruppe des RSC Untermosel besteht aus sechs Athleten. Mit ihm werden Hansi Theobald, Michael Pillig, Oliver Beck, Matthias Zuchet und David Simon dabei sein. Seit sieben Monaten stehen in jeder Woche sechs Trainingseinheiten an, um am Wochenende vor einer Viertelmillion Zuschauer zu bestehen. Los geht es mit dem Schwimmen und das wurde in der Mosel trainiert. Von Klotten bis Pommern ging es im Pulk mit allen Stößen und Tritten, die ein Massenstart bieten kann. Etwas mehr als 90 Minuten brauchte die Gruppe für den rund fünf Kilometer langen Moselabschnitt. Danach geht es 180 Kilometer aufs Rad - inklusive 1.000 Höhenmeter. Windschattenfahren ist nicht erlaubt - zwölf Meter Abstand sind Pflicht. "Und einen Platten muss ich selber wechseln", schmunzelt der Schornsteinfegermeister, der sich einen Schnitt von mehr als 30 km/h vorgenommen hat. Nach dieser Tortur wartet die nächste - der abschließende Marathon. Hier hat sich der RSCler 3:30 Stunden als Ziel gesetzt.

Seit vergangener Woche hat Timo Bertram die Trainingsbelastung gesenkt, damit er am Sonntag seine optimale Leistung abrufen kann. Und dann träumt er davon mit seinen Kindern gemeinsam ins Ziel zu laufen. "Da hab‘ ich jetzt schon Gänsehaut", verspürt er Vorfreude und Anspannung in einem. Seine Frau hat schon einmal vorbeugend gefragt, ob danach Schluss wäre. "Zumindest abtrainieren muss ich noch", ist sich Timo Bertram seiner familiären Verantwortung bewusst. 

Fotos: privat

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