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225 Jahre mit der "Deck Booch"

Kaisersesch. Bäume sind für die Eifellandschaft was das Salz für eine gute Suppe ist. Die abgetrennte Scheibe eines ganz besonderen Exemplares lässt sich jetzt in Kaisersesch am "Alten Prison" bestaunen.

Die stattliche Baumscheibe gehört zu einem ehemaligen Naturdenkmal, das die Kaisersescher liebevoll "Deck Booch" (Dicke Buche) nannten. Der mächtige Baum wurde 2010 durch den Frühlingssturm "Xynthia" entwurzelt. Der Eifelverein Kaisersesch sicherte sich durch Manfred Dietzen eine Scheibe des gewaltigen Stammes. Nach einer Behandlung und Befreiung des Holzes von Schädlingen, wurde sie jetzt in einer speziell gefertigten Halterung am "Alten Prison" von Mitgliedern des Kaisersescher Eifelvereins aufgestellt.

Über einen maximalen Stammdurchmesser von rund 1,60 Meter verteilen sich 225 Jahresringe. Als zartes Pflänzchen erblickte die Buche somit 1785/86, noch vor der Französischen Revolution das Licht der Welt. Anhand von Markierungen an den Jahresringen auf der Baumscheibe und Erläuterungen dazu auf der daneben hängenden Informationstafel, erfährt der Betrachter wertvolle historische Informationen. Die Buche berichtet quasi als Zeitzeugin von Kaisersescher Ereignissen. So "erlebte" sie beispielsweise wie französische Revolutionstruppen 1794 in Kaisersesch einmarschierten und der Ort über zwölf Jahre formal zu Frankreich gehörte. Bis 2010 hatte sie also Anteil an vier Jahrhunderten - viele interessante Jahre mit ihren Ereignissen, speziell auch für Kaisersesch, sind hier beschrieben.

Foto: privat

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Künstler gesucht nach 40 Jahren

Monschau. 1975 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Monschau und Bourg St. Andéol begründet. Bereits ein Jahr später fand der erste Schüleraustausch statt, der bis heute mehreren Hundert Schülern aus der Stadt Monschau ermöglicht hat, sich mit Südfrankreich, seinen Bewohnern sowie deren Kultur und Lebensgewohnheiten vertraut zu machen. Hubert Leyendecker ist von Beginn an dabei gewesen, sein Vater war in dieser Phase der für die Partnerschaft zuständige Sachbearbeiter im Rathaus, seine aus Belgien stammende Mutter fungierte als Dolmetscherin. Er erinnert sich an den Morgen im Frühjahr 1976, als in der Monschauer Laufenstraße die bekannte Notarswitwe und FDP-Politikerin Anita Schotten als Verantwortliche mit resoluter Stimme alle Jungen und Mädchen zum Einsteigen in den Bus drängte. Ein langer Weg lag vor der Reisegruppe. Bei der »Jungfernfahrt« dabei war  Hubert Leyendeckers Schwester Karin. 1978 reiste Leyendecker selbst als Austauschschüler nach Bourg St. Andéol. Die Frontscheibe des Busses schmückte damals ein Plakat, das die Reiseroute von Monschau nach Bourg-Saint-Andéol zeigte. Dieses Plakat ist anschließend in seinen Besitz gelangt, es dürfte ein einzigartiges und wichtiges Dokument der Geschichte der Städtepartnerschaft sein. 40 Jahre nach dieser Schülerfahrt möchte Hubert Leyendecker das Plakat dem Förderverein der Städtepartnerschaft übergeben. Da er leider nicht weiß, wer das Plakat gestaltet hat, hofft er, dass sich einer der damals rund 40 Teilnehmer des Schüleraustausches an das Plakat erinnert und über den Urheber Auskunft geben kann. Kontakt bei Daniel Neuß vom »Förderverein der Partnerschaft«, Tel. 0176/63178956.1975 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Monschau und Bourg St. Andéol begründet. Bereits ein Jahr später fand der erste Schüleraustausch statt, der bis heute mehreren Hundert Schülern aus der Stadt Monschau ermöglicht hat, sich mit Südfrankreich,…

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