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"Antennen" haben, um Kinder zu verstehen

Kinderbuch rund um Pflegekinder und -familien

Eulgem. Barbara Walker aus Eulgem ist seit 2008 Pflegemutter. Zurzeit sind vier Jungen im Alter von vier bis zwölf Jahre Teil ihrer Familie. Mit der Bilderbuchgeschichte "Jonathan" hat die Erzieherin ihre Erfahrungen kindgerecht in eine Erzählung eingebettet.

Warum kommt eigentlich ein Kind in eine Pflegefamilie? Kann es auch wieder zu seinen leiblichen Eltern zurück? Zwei von vielen Fragen, die Barbara Walker in der Geschichte "Jonathan" kindgerecht beantwortet. "Da es bislang kaum Literatur für Kinder über Pflegekinder gibt, habe ich vor zwei Jahren die Bilderbuchgeschichte geschrieben, das die Aufnahme und die Rückführung eines Pflegekindes für Kinder beschreibt", erzählt die erfahrene Pflegemutter.

In der Pflegefamilie und zurück zur eigenen Familie

Das Kinderbuch handelt von der Familie Sorglos, die fremde Kinder aufnimmt, deren Eltern sich nicht um sie kümmern können, weil sie zum Beispiel krank sind. "Jedes Kind hat eine Vorgeschichte. Man muss ,Antennen‘ haben, um sie zu verstehen", berichtet Barbara Walker. Die gebürtige Kölnerin legt aber auch viel Wert auf "Umgangskontakte der Kinder" mit den leiblichen Eltern. Dabei weiß sie auch, dass es schwierige Zeiten gibt. Dann wenn die Kinder ihre Grenzen austesten oder in die Pubertät kommen, gibt es nicht nur Eitel, Freude und Sonnenschein. Eine weitere schwierige Phase stellt auch die "Rückführung" zu den leiblichen Eltern dar. Hier ist die Titelgeschichte von "Jonathan" ein Leitfaden - auch wenn sich das für Kinder etwas hochtrabend anhört. "Das Zurück zu den Eltern kann und soll gelingen. Deshalb ist es wichtig die Kinder darauf vorzubereiten, auch wenn es trotzdem hart sein kann", berichtet die Pflegemutter, die mit den zuständigen Jugendämtern immer in Kontakt steht.

Junge Illustratorin

Für ihr Kinderbuch hat die Eulgemerin in der 17-jährigen Fachoberschülerin Jasmin Frank eine begabte Illustratorin gefunden. Die junge Nachbarin habe, so Barbara Walker, das Thema kindgerecht umgesetzt hat und dazu beigetragen, dass die Geschichten auch optisch nachvollziehbar seien. "Ich musste ja immer gleiche Figuren zeichnen. Das war nicht so einfach", schmunzelt die Nachwuchsillustratorin zufrieden.

Pflegeeltern-Stammtisch

Übrigens: Im Rahmen eines Stammtischs treffen sich Pflegeeltern regelmäßig in Kaisersesch. Informationen gibt es unter anderem beim Jugendamt Cochem-Zell. "Jonathan" ist in der Buchhandlung Walgenbach in Kaisersesch und bei »Reuffel« erhältlich.

Foto: Pauly

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„Schule mit Courage“ erhält Auszeichnung in Berlin

VG Traben-Trarbach. Traben-Trarbach / Berlin. Das Gymnasium Traben-Trarbach ist seit Januar offiziell „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Es setzt sich mit seinem demokratischen Schulentwicklungsprozess “Denk mal - mach mal“ seit Längerem in der Region für Fairness und Miteinander ein und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Ausbau demokratischer und toleranter Strukturen innerhalb unserer Gesellschaft.   Auch auf Bundesebene tritt das Thema „Demokratie“ und „Toleranz“, wohl auch wegen der schwierigen Entwicklungen der letzten Jahre innerhalb wie auch außerhalb Deutschlands, immer mehr in den Vordergrund. Daher macht die Bundesregierung es sich zur Aufgabe, vorbildliche Projekte zu fördern, in denen sich junge Leute als Zukunftsträger unserer Gesellschaft für tolerantes Handeln einsetzen.   Zum Jugendkongress nach Berlin Unter dem Motto „Junge Ideen - Für eine lebendige Demokratie“ lädt das von der Bundesregierung gegründete „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt“ (BfDT) vom 20. bis 24. Mai 2017 zum diesjährigen Jugendkongress nach Berlin ein. In über 70 Workshops und Außenforen beschäftigen sich etwa 470 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus ganz Deutschland mit zivilgesellschaftlichem Engagement und Fragen der Partizipation von Jugendlichen. So werden die vielfältigsten Themenbereiche gemeinsam bearbeitet wie Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten, Salafismus, Sensibilisierung gegen Rechtsextremismus, Homophobie, Konfliktmanagement oder Öffentlichkeitsarbeit.   Des Weiteren laufen Workshops und Außenforen zum Thema „Sport mit Courage – Demokratietraining“, „Zusammendenken - Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus“, „Hip Hop meets Politik“ oder „Rechte Symbole und Lifestyle“. Das komplette Programm ist online unter www.jugendkongress-berlin.de einsehbar.   Herausragende demokratiepädagogische Qualität Das Gymnasium Traben-Trarbach erhält in diesem Jahr erneut die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Förderprogramm Demokratisch Handeln“. Letzteres bescheinigt dem Gymnasium eine herausragende und besondere demokratiepädagogische Qualität. Als Vertreter für ihre Schule reisen Tom Binninger, Leo Kölsch, Sophia Meuser, Emma Müller, Rilind Sahitaj und Jost Stölben mit ihrer Lehrerin Anette Heintzen nach Berlin, um sich mit anderen jungen Engagierten auszutauschen und neue Ideen und Anregungen für ihr eigenes Engagement zu erhalten. Der Jugendkongress bietet den Jugendlichen die Gelegenheit, über verschiedene Themen zu diskutieren, sich für das eigene Engagement weiter zu professionalisieren und sich mit anderen Aktiven auszutauschen. Gemeinsam mit dem BfDT möchten sie der Öffentlichkeit zeigen, dass Jugendliche großes Interesse daran haben, sich für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie einzusetzen und sich bereits jetzt auf vielfältige Arten engagieren. Foto: FF.   Traben-Trarbach / Berlin. Das Gymnasium Traben-Trarbach ist seit Januar offiziell „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Es setzt sich mit seinem demokratischen Schulentwicklungsprozess “Denk mal - mach mal“ seit Längerem in der Region für…

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