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Eine "explosive" Firmengeschichte

Müllenbach. Am Sonntagabend, 22. Oktober, schallt es wieder "Ah" und "Oh" durch die Mayener Innenstadt. Das Abschlussfeuerwerk des Lukasmarkts lockt noch einmal Tausende in die Eifelstadt. Verantwortlich für das farbenfrohe Spektakel ist seit über 50 Jahren die Firma "Steffes-Ollig" aus Müllenbach.

Wenn Helmut Reuter am Sonntagnachmittag das Feuerwerk an und in der Mayener Genovevaburg aufbaut, denkt er noch gerne an seine Kindheit und Schulzeit zurück. "Da war das Feuerwerk zum Abschluss des Lukasmarkts ein absoluter Höhepunkt", erzählt der Pyrotechnik-Experte aus der Eifel. Rund 30 Sequenzen akustischer und optischer Effekte - von Silberfontänen über einen Lauf um die Burg und Trommelfeuer bis hin zur Blitz-Bombe - hat Reuter geplant. Das Einhalten von Sicherheitsabständen schränkt die Kreativität des Feuerwerkers in Mayen zwar ein, aber davon werden die Zuschauer gefühlt nur wenig mitbekommen, wenn sich ihr Blick in den Abendhimmel wendet. "Es sind halt keine Großkaliber möglich, aber die Feuerwerkstechnik kann doch einiges bieten", so Reuter.

Viermal Weltmeister

Dass sich in Mayen auch wieder eine Illumination in den Stadtfarben am Himmel abzeichnet, ist sowieso Ehrensache. Ehre, wem Ehre gebührt ist auch ein Motto, das gut zur jüngsten Firmengeschichte passt. In den vergangenen 15 Jahren erreichten die Müllenbacher viermal den Titel eines Weltmeisters im Musik-Feuerwerk. "Das fasziniert mich, weil es mehr Sinne anspricht. Ein solches Feuerwerk steht und fällt natürlich mit der Beschallung und bei der Liederauswahl gibt es sowieso viele Möglichkeiten. Geld verdient man damit nicht, aber unsere Kunden - beispielsweise bei Weinfesten - werben gerne mit unseren Erfolgen", merkt man, dass diese Art des Feuerwerks für Reuter eine Passion ist. Vor wenigen Wochen heimste Reuter bei einem Wettbewerb in Litauen den Publikumspreis und den ersten Platz ein.

Präsentation in Müllenbach

Jeweils am zweiten Samstag im Dezember illuminiert Reuter den Müllenbacher Abendhimmel, um seine Produkte vorzuführen. Rund 500 Interessierte finden dann den Weg in den Eifelort. "Es ist mittlerweile die zweitgrößte Veranstaltung im Ort", schmunzelt er. Reuter lässt mittlerweile in China eigene Feuerwerksbatterien bauen, die er auch an Privatkunden veräußert.

Fotos: Pauly / Archiv/Seydel

www.steffes-ollig.de

 

 

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