aa

"Hammerharte Woche" steht dem SV Morbach bevor

Fußball-Rheinlandligist nach gutem Start voll gefordert

Morbach. Auch das Aus im Rheinlandpokal beim klassentieferen Bezirksligisten SG Schneifel Auw kann den guten und so nicht unbedingt erwarteten Start des SV Morbach nicht verwischen. Wie stark das Team von Trainer-Rückkehrer Thorsten Haubst wirklich ist, kann es nun in den nächsten, schweren Spielen gegen Titelmitfavoriten unter Beweis stellen.

»Grundsätzlich verliere ich nie gerne.  Wir wollten auf jeden Fall in die dritte Pokalrunde einziehen«, sagt SVM-Trainer Thorsten Haubst im Rückblick auf das 7:8 im Elfmeterschießen in der vorvergangenen Woche in Auw. »Keinen Vorwurf« mache er seinen Schützlingen. Schließlich sei die Schneifel-SG gut besetzt und habe man selbst am Ende trotz vollem Einsatz etwas unglücklich verloren, so der Morbacher Trainer weiter.  Die Zusammenarbeit mit zahlreichen jener Spieler, die er bereits zu Jugendzeiten im Hunsrück gecoacht hat und weshalb er schweren Herzens von seinem A-Jugend-Trainer-Job in Salmrohr abgetreten war, mache ihm »riesengroßen Spaß«, berichtet Haubst. In den ersten Monaten sei er darin bestätigt worden, dass die »Jungs spielerisch und charakterlich einwandfrei sind«.

 

Nur in Tarforst verloren

Angetreten mit dem Ziel, die 40-Punkte-Marke zu durchbrechen und nach der eingeleiteten Verjüngungskur  den Klassenverbleib in der höchsten Spielklasse des Fußballverbands Rheinland zu schaffen, können sie im Morbacher Lager mit sieben Zählern aus den ersten vier Begegnungen gut leben. Zum Auftakt gab es ein 1:1 beim aktuellen Tabellenführer TuS Koblenz II, die Heimspiele gegen den TSV Emmelshausen (2:0) und die SG Mendig/Bell (4:1) wurden verdient gewonnen. Dazwischen gab es eine 1:2-Niederlage im Derby beim FSV Trier-Tarforst. »Diese Niederlage«, so Haubst, »war sicherlich vermeidbar.« Nach dem frühen Führungstor durch Sebastian Schell sei man nicht mehr so konsequent gewesen. »Da dachten einige, das läuft schon irgendwie. Prompt haben wir noch zwei Tore kassiert«, erinnert sich der 45-jährige Übungsleiter.

 

Mittwoch in Mehring

Wieviel der gute Start wert ist und ob sich sein Team dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte behaupten kann, dürften die nächsten drei Spiele zeigen. Sonntag, 15 Uhr, ist zunächst der amtierende Vizemeister und aktuelle Fünfte SG 2000 Mülheim-Kärlich zu Gast im Alfons-Jakobs-Stadion. Mittwoch, 7. September, 19.30 Uhr, folgt die vom vergangenen Wochenende verlegte Partie auf dem dann neuen und freigegebenen Kunstrasenplatz auf der Mehringer Lay bei Oberliga-absteiger SVM. Den Abschluss einer »hammerharten Woche«, wie sie der Morbacher Coach umschreibt, bildet dann am Samstag, 10. September, 15.30 Uhr, das Match bei der wiedererstarkten SG Betzdorf 06. Cam Inal (Leistenbruch?) und Matthias Haubst (Patellasehnenprobleme) fallen vorläufig weiter aus. Besserung ist bei Marius Kneppel und Lukas Steinbach in Sicht.              aa/red

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Am Konzener Feuerbach wird Zukunft gebaut

Konzen. »Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die Städteregion viel Geld kostet. Aber wenn es um den Bau einer Kindertagesstätte geht, sind sich glücklicherweise alle einig.« Helmut Etschenberg lobte die schnellen Entscheidungen in den politischen Gremien von Stadt Monschau und im Haus der Städteregion, sodass schon im kommenden Sommer den Kleinsten aus Konzen und Umgebung eine neue Bildungseinrichtung zur Verfügung steht. »Eine Erweiterung hätte keinen Sinn gemacht - der Neubau ist richtig«, stellte der Städteregionsrat fest. Auch wenn es rund 3,5 Millionen Euro kosten wird.»Dörfer wie Konzen und Imgenbroich wachsen, da haben wir einen wichtigen Bildungsauftrag«, so Etschenberg weiter.»Eltern und Kinder - alle Konzener Familien sind sehr dankbar«, unterstrich Ortsvorsteher Matthias Steffens. »Wir bauen ein modernes Haus, in dem zeitgemäße Bildungsarbeit möglich ist«, versichert Bauamtsleiter Sander Lutterbach. So werde jede Gruppe mit eigener Be- und Entlüftung ausgestattet. Das Heizen mittels Blockheizkraftwerk und der Einsatz von LED-Beleuchtung seien selbstverständlich. »Ambitioniert« nennt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Bauzeit bis zum kommenden Sommer - sieht die Arbeiten aber bei ortsansässigen Firmen in besten Händen.BetreuungszeitErzieherinnen, Pflegerinnen, therapeutisches Fachpersonal: »Das Team um Silke Bongard wird allen modernen Anforderungen gerecht«, stellt der neue Leiter des »Jugendamtes«, Sebastian Heinen fest. Die künftigen Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr sollen einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. »Das Familienzentrum ist Anlaufstelle für alle Monschauer Eltern«, so Heinen.Die StädteRegion Aachen ist Träger der Kindertageseinrichtung Konzen. Darin werden 100 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt betreut. Als zertifiziertes Familienzentrum NRW soll die Einrichtung zu einer Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern. Das Raumprogramm wird den neuesten Empfehlungen des Landschaftsverbands Rheinland entsprechen und damit neben den Gruppen- Neben- und Abstellräumen unter anderem auch für die inklusive Betreuung einen Raum zur Differenzierung und therapeutischen Betreuung vorsehen. Alle Räume werden barrierefrei zugänglich sein.Die Freude über die neue Kindertagesstätte brachten die Kleinen in einem Lied zum Ausdruck: www.youtube.com/wochenspiegelliveAktuell ist das fünfgruppige Familienzentrum der StädteRegion in Konzen teilweise in Räumen der dortigen Grundschule untergebracht. Als Folge der Schulentwicklungsplanung der Stadt Monschau (Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen am Konzener Standort) stehen die zurzeit vom Familienzentrum im Gebäude der Grundschule genutzten Räume ab dem Schuljahr 2018/2019 nicht mehr zur Verfügung.»Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die…

weiterlesen

Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

weiterlesen