Raub im Morgengrauen

Morbach. Am Montag, 4. Januar, gegen 5.20 Uhr haben drei Männer im Bereich der Straße „Auf dem Lauborn“ in der Gemeinde Morbach einen 31-jährigen Mann überfallen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen fuhren sie mit einem VW oder Ford-Transit Transporter, dunkle Farbe, Dieselmotor, getönte Scheiben, vor das Anwesen des Geschädigten. Der hatte gerade seine Arbeitsschuhe angezogen und das Garagentor geöffnet. Einer der drei Gewalttäter bedrohte den Geschädigtenmit einem Messer. Im Rahmen einer Abwehrbewegung wird er leicht verletzt. Im weiteren Verlauf schlägt der Täter den Geschädigten nieder und entwendet aus dessen Jacke den Geldbeutel. Die beiden anderen schauten ein Stück entfernt dem Überfall zu. Gemeinsam stiegen sie wieder in ihr Fahrzeug und und flüchteten in unbekannte Richtung. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen bisher negativ. Den Angreifer kann der Geschädigte wie folgt beschreiben:   ca. 20 – 30 Jahre alt ca. 184 cm groß schlanke Figur bekleidet mit einer rötlichen Lederjacke und Jeans Zu den beiden anderen Geschädigten kann der Geschädigte nur angeben, dass sie ca. 190 cm groß waren und schwarze Jacken trugen.  Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 06782 / 107 20.    Foto: FotoliaAm Montag, 4. Januar, gegen 5.20 Uhr haben drei Männer im Bereich der Straße „Auf dem Lauborn“ in der Gemeinde Morbach einen 31-jährigen Mann überfallen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen fuhren sie mit einem VW oder Ford-Transit…

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Erst der Anbau, dann die Operationen

Morbach. Leon kam körperbehindert zur Welt. Der Achtjährige hat schon etliche Operationen hinter sich. Nun ist sein linkes Bein an der Reihe. Doch zuvor braucht das Haus der Familie einen behindertengerechten Anbau. Eigentlich hatten die neuerlichen Operationen und der notwendige Anbau im vergangenen Jahr angestanden. Doch dann kam der Wasserschaden, das Haus war ruiniert, für Monate unbewohnbar - und unterversichert. Leon musste ausziehen, und mit ihm die Geschwister Lars, 17, Lara-Marie, 13, Mama Kerstin und ihr neuer Partner. Wie viel Lebensmut in der Familie steckt, belegt der Fortgang der Geschichte: Man wohnte über ein halbes Jahr in einem anderen Haus, die Mutter heiratete wieder, wurde schwanger und bekam im Frühjahr Kind Nummer 4, Laron, den »Zwerg«. »Ich bin eine Vollzeitmami mit ganz viel Herz«, sagt Kerstin Lang über sich selbst. Familie voller Lebensmut Dennoch stieß auch sie an ihre Grenzen, sowohl nervlich als auch finanziell. Maria Klein, Vorsitzende des Elternkreises behinderter Kinder, mit der die Familie im Dauerkontakt steht, informierte sie dann im Sommer: »Wir werden euch dabei unterstützen, den Anbau endlich zu realisieren.« Leon kann ohne diesen Anbau mit ebenerdiger, behindertengerechter Dusche und WC nicht operiert werden. Lediglich die Schlafräume liegen im ersten Stockwerk; unten spielt sich das gesamte Leben ab. Dort wird gekocht, gegessen, die Hausaufgaben gemacht oder ferngesehen. Von all dem wäre Leon abgeschnitten, wenn er jetzt operiert würde. Maria Klein: »Leon ist ein kräftiges Kerlchen.« Bei seinem Körpergewicht ist es der Mutter unmöglich, ihn mehrmals am Tag die Treppe hoch und runter zu tragen. »Ich müsste ihn fix dort oben einquartieren. Er wäre für einen langen Zeitraum allein. Das kommt überhaupt nicht in Frage.« Krankheit ohne Namen Für Leons Krankheit gibt es keinen Namen. »Eine Laune der Natur« hatten drei Ärzte unabhängig voneinander diagnostiziert. Seine linke Körperhälfte wächst anders als die rechte, weist Fehlbildungen auf. Die Hand hatte keine Finger, das Bein ist deutlich kürzer. So einzigartig seine Einschränkungen sind, so einzigartig ist auch die Behandlung: Niemand kann sagen, wie Leon auf die erste OP an seinem Bein ansprechen wird, wie viele OP´s es schlussendlich braucht, wielange der Heilungsprozess dauern oder wie erfolgreich die chirurgischen Eingriffe generell sein werden. Viel Mut gehört dazu, sich dieser Ungewissheit zu stellen. Leon ist mutig. Auch die Geschwister sind es, stellen Fragen, lösen Herausforderungen gemeinsam, suchen und finden Antworten, was die eigene und die Zukunft ihres Bruders betrifft. Einmal in den Centerpark Leons Weihnachtswunsch? »Noch einmal in den Center Park fahren.« Dorthin war im August die dreitägige Hochzeitsreise seiner Eltern gegangen: mit Kind - mit vier Kindern - und Kegel. Der Elternkreis hat ein Konto eingerichtet, um die Operationen zu ermöglichen. Und vielleicht lässt sich auch Lichtkünstler R. O. Schabbach etwas für Leon einfallen... Wer helfen möchte: Elternkreis behinderter Kinder, Konto 100 70 60 54, BLZ 587 609 54, bei den VVR, Stichwort: »Leon«. pug Hintergrund Der Elternkreis behinderter Kinder Wittlich e.V. ist eine Selbsthilfegruppe, die Betroffenen u.a. einen fundierten Erfahrungsaustausch und Seminare bietet. Er hilft bei der Beschaffung von Hilfsmitteln, informiert über alternative Heilverfahren und hilft in Notfällen mit Spendengeldern. Kontakt: Tel. 06571 / 66 96 (M. Klein)Leon kam körperbehindert zur Welt. Der Achtjährige hat schon etliche Operationen hinter sich. Nun ist sein linkes Bein an der Reihe. Doch zuvor braucht das Haus der Familie einen behindertengerechten Anbau. Eigentlich hatten die neuerlichen…

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Weltrekord: Stefan Gemmel bewältigt schnellste Lesereise

Kreis Bernkastel-Wittlich. 81 Lesungen vor insgesamt rund 15.500 Kindern hat der Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel aus Morbach in den vergangenen zwei Wochen gemeistert. Zusammen mit seiner Lesungsagentin Eva Pfitzner von der Leserattenservice GmbH war er ganz Deutschland als Vorleser zu Gast, um zu beweisen, dass Lesen Menschen verbindet und gemeinsam begeistern kann.   Bei seiner letzten Rekordlesung im Festsaal des Berliner Johannisstifts war seine Stimme schon merklich angeschlagen als er begann, die ersten Sätze aus seinem neuen Buch „Im Zeichen der Zauberkugel“ (Carlsen Verlag, Hamburg) vorzutragen. Doch der ansteckenden Begeisterung des quirligen Autors tat das keinen Abbruch. Wie fast überall auf der Tour lauschten ihm die Kinder - und auch die Erwachsenen - gespannt.   Nach exakt einer Stunde klickte die Stoppuhr von Eva Pfitzner, und Olaf Kuchenbecker vom Rekord-Institut für Deutschland (RID) sprach ihm die offizielle Bestätigung aus, dass er mit der „schnellsten Lesereise der Welt“ einen neuen Weltrekord aufgestellt hat.   „In dem Moment waren wir erst einmal erleichtert, dass die ganze Tour, die Eva fast ein Jahr lang vorbereitet hat, so gut funktioniert hat“, so der 45-jährige Autor. Kein einziges Mal waren sie zu spät, überall gab es positive Resonanz auf seine sehr lebendige Art, Literatur zu präsentieren.   Schon 2012 hatte Stefan Gemmel mithilfe der Leserattenservice GmbH einen Leseweltrekord vor über 10.000 Kindern auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz aufgestellt. „Das war der Erfolg im Sprint. Die Tour in diesem Jahr war ein Marathon. 2012 war alles komprimierter und auf einen einzigen Tag ausgerichtet. Da schlug der Adrenalinpegel den ganzen Tag bis obenhin aus. Dieses Jahr war es eher ein Langstreckenlauf, den wir tatsächlich als anstrengender empfanden“, sagte Gemmel.   Lange Autofahrten, Schlafmangel, unregelmäßiges Essen und eine gereizte Stimme waren die Begleiterscheinungen dieser Tour. All das machten aber die begeisterten Kinder und Jugendlichen in den einzelnen Orten wieder wett: „Es gab so viele wunderbare Überraschungen. Schulklassen, die uns mit Theaterstücken zum Buch überraschten. Kinder, die uns mit ‚Stefan-Stefan’- und ‚Eva-Eva’-Rufen begrüßten. Eltern, die uns tatsächlich mit Standing-Ovations verabschiedeten. Und immer wieder die ‚Nochmal-nochmal’-Rufe des Publikums - das alles hat uns sehr getragen bei der Reise und die Anstrengungen und die Müdigkeit sofort vergessen lassen.“   Besonders zwei Lesung auf der Rekordtour werden den beiden noch lange im Gedächtnis bleiben, meinte Eva Pfitzner. Eine in der Jugendhaftanstalt Neustrelitz und eine am Bahnhof Zoo in Berlin für obdachlose Jugendliche. „Die Begegnungen und die Gespräche mit unseren Zuhörern dort haben uns sehr bewegt und werden uns noch lange begleiten.“   Würden die beiden eine solche Tour wieder machen? „Wir nicht“, so Eva Pfitzner. „Aber wir freuen uns auf jeden, der unsere beiden Rekorde überbieten möchte. Wir würden gern sehen, auf welche Weise man so etwas auch noch aufziehen kann.“   Foto: Jonas Pfitzner.  81 Lesungen vor insgesamt rund 15.500 Kindern hat der Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel aus Morbach in den vergangenen zwei Wochen gemeistert. Zusammen mit seiner Lesungsagentin Eva Pfitzner von der Leserattenservice GmbH war er ganz…

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