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Neumagener werden trotz 1:4 in Trier groß gefeiert

Rheinlandpokal: Bezirksligist zieht sich achtbar aus Affäre

Neumagen. Stehende Ovationen, La-Ola-Wellen und lautstarke Sprechchöre: All´ das wurde am Mittwoch Abend im Trierer Moselstadion der SG Neumagen-Dhron/Trittenheim zuteil. Zwar hatte der Fußball-Bezirksligist im Achtelfinale um den Rheinlandpokal beim drei Klassen höher angesiedelten Regionalligisten Eintracht Trier mit 1:4 den Kürzeren gezogen, stellte aber die zahlreich erschienenen Anhänger sehr zufrieden. Unter den 817 zahlenden Zuschauern war gut und gerne ein Drittel aus Neumagen-Dhron oder Umgebung angereist.

Mit einem solchen Zuspruch konnten SG-Trainer Sascha Kohr und sein Team im Vorfeld nicht unbedingt rechnen, schließlich hatte es einigen Unmut unter der eigenen Anhängerschaft gegeben, da die Partie wegen offenbar unüberwindbarer Sicherheitsanforderungen nicht daheim hatte ausgetragen werden können. "Wieviel Leute uns hier unterstützt haben, war nicht normal", war auch Coach Kohr über die breite Rückendeckung hoch erfreut. Auch mit dem, was seine Schützlinge während der 90 Minuten auf dem Platz geboten hatten, durfte er sehr einverstanden sein. Nicht umsonst verteilte auch SVE-Trainer Peter Rubeck ein "Riesenkompliment an den Gegner", der laufstark dagegen hielt, bei Trierer Ballbesitz mit einer Fünferkette immer wieder die Räume geschickt eng machte, insgesamt eine außergewöhnlich disziplinierte taktische Leistung bot und auch durchaus immer versuchte, mutig nach vorne zu spielen.

Trierer Doppelschlag nach gut einer Viertelstunde

Zufrieden konnte Rubeck wiederum nur mit dem sein, was seine Mannen bis zum 2:0 geboten hatten - in der 16. Minute markierte Christian Telch auf Zuspiel von Daniel Hammel das 1:0, wenig später war Hammel selbst auf Vorlage von Robin Garnier erfolgreich (17.). Einen Stellungsfehler von Mario Müller, der Rubeck noch in der Pressekonferenz auf die Palme brachte, gestattete der SG Neumagen in der 21. Minute das 2:1-Anschlusstor durch Sebastian Leitzgen. Mehr als das 3:1 durch Hammel per Hacke (35.) ließen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste bis zur Halbzeit nicht mehr zu. "Nach dem 2:1 kam unnötige Hektik auf. In der zweiten Hälfte müssen wir dann früher für die endgültige Entscheidung sorgen", kritisierte Rubeck. Mehrfach rettete Carsten Bastuck im Tor der Neumagener bravourös, in der 57. Minute kratzte SG-Spielführer Marc Lemmermeyer den Ball mit letzten Einsatz von der Linie; es wäre Hammels dritter Treffer an diesem Abend gewesen. Erst in der 88. Minute gelang der Eintracht der vierte und letzte Treffer; nach einem von Schiedsrichter Philipp Michels als unfair eingestuften Einsteigen von Bastuck an Garnier nahm SVE-Käpt´n Michael Dingels Maß und donnerte den Ball in die Maschen. Damit ist die Eintracht ihrem großen Ziel, den Rheinlandpokal zu gewinnen und damit in die erste DFB-Pokal-Hautrunde einzuziehen , ein weiteres Stück näher gekommen.

Auslosung am Dienstag

Das Viertelfinale und die möglichen Paarungen der Vorschlussrunde werden nun am Dienstag, 27. Oktober, ab 18 Uhr, bei der Bitburger Brauerei, die weiterhin Namenssponsor des Wettbewerbs ist, ausgelost. Neben der Eintracht sind noch die drei Oberligisten FC Karbach, der SV Mehring, der FSV Salmrohr, die Rheinlandligisten SG Betzdorf und Sportfreunde Eisbachtal, Bezirksligist TuS Oberwinter und der vom früheren Eintrachtler Nihad Mujakic trainierte A-Ligist SG Niederroßbach im Rennen. AA Statistik:

Eintracht Trier: Thömmes - Fiedler (74.Hollmann), Laux, Dingels, Müller - Garnier, Spang (46. Varnhagen), Telch, Bidon (52.Anton) - Hammel, Koep SG Neumagen-Dhron/Trittenheim: Bastuck - Jannik Klaeren (46. Stefan Thomas), Bollig, Lemmermeyer, Hermandung - Leitzgen, Görgen, Maurice Klaren, Chalve (46. Eifel) - Uwe Thomas (74. Constantin Quint) - Johannes Thomas Tore: 1:0 (16.) Telch, 2:0 (17.) Hammel, 2:1 (21.) Leitzgen, 3:1 (35.) Hammel, 4:1 (88.) Dingels Schiedsrichter: Philipp Michels aus Lissendorf Zuschauer: 817

 

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