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Bleser als Direktkandidat nominiert

"Spendenaffäre" Thema auf CDU-Kreisparteitag

Binningen. Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, ist auf dem Kreisparteitag der CDU Cochem-Zell in Binningen einstimmig als Direktkandidat der Union für die Bundestagswahl 2017 nominiert worden.

Eine Palastrevolution blieb nach den turbulenten Wochen um die Parteispenden des Ex-Agenten Werner Mauss an die CDU Cochem-Zell und die CDU Rheinland-Pfalz,deren Schatzmeister Bleser seit mehr als zehn Jahren ist, aus. Die 102 Delegierten nominierten den Brachtendorfer einstimmig als CDU-Direktkandidat des Wahlkreises Mosel/Rhein-Hunsrück zu dem die Landkreise Cochem/Zell, Rhein-Hunsrück und der Altkreis Bernkastel gehört. Die endgültige Entscheidung über die Kandidatur Blesers, der zum achten Mal antreten will, fällt auf einem Wahlkreisdelegierten-Konferenz in Bernkastel.

Die "Spendenaffäre" wurde aber nicht ausgeblendet. "Die vergangenen wochen sind mir an die Nerven gegangen und ich wünsche sie niemanden", so die CDU-Kreisvorsitzende Anke Beilstein, die betonte, dass eine schnellere und transparentere Aufklärung nicht möglich sei. Die Spenden seien an die Bundestagsverwaltung weitergegeben worden, die über die Rechtmäßigkeit befinde. Erst seit dem 30. September wisse man, dass das Geld nicht von einer Rechtsanwaltskanzlei gekommen sei, sondern von Mauss und seinen Firmen. Einen Tag zuvor sei sie von der Presse nach dem Spender gefragt worden. Sie widersprach auch "Verschwörungstheorien" nach denen es Gegenleistungen gegeben hätte und die Spenden aktiv eingeworben wurden. Und die Tarnidentitäten für den Ex-Agenten seien von SPD-geführten VG-Verwaltungen in Zell und Simmern erteilt worden. "Es gibt Kräfte, die wollen Köpfe rollen sehen. Und dann wundern sich alle über Politikverdrossenheit und Wahlsiege von Populisten", erklärte Beilstein.

"Wir haben uns an Recht und Gesetz gehalten", befand auch Peter Bleser betonte, der dabei auch auf die Spendenabwicklung verwies. Bei den entsprechenden Spenden sei noch einmal ein Schreiben an die Anschrift des Spenders gegangen. "Es gab keine Korrektur der Spenderadresse", so Bleser, der anschließend die "wahren und wichtigen Themen" in den Fokus rückte. Vieles sei auf den Weg gebracht - unter anderem der Hochmoselübergang, die Breitbandversorgung im Landkreis Cochem-Zell sowie die Sicherung und die Erweiterung des Bundeswehrstandorts Büchel. Für Landrat Manfred Schnur ist es deshalb auch keine Frage, dass er Blesers erneute Kandidatur unterstützt: "Der ländliche Raum braucht eine Stimme in Berlin!" Und die ist in seinen Augen Bleser.

Foto: Pauly

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