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Wird Treis-Kardener schönster Handwerker Deutschlands?

Endauswahl um den Titel als "Mister Handwerk 2018"

Treis. Bereits zum neunten Mal wird er beziehungsweise sie gesucht: Deutschlands schönste/r Handwerker/in.

Das Deutsche Handwerksblatt sucht gemeinsam mit seinen Partnern, der Signal Iduna Gruppe und der IKK classic, attraktive Handwerkerinnen und Handwerker, die sich und ihren Beruf in Szene setzen und vor der Kamera präsentieren möchten. Interessierte Handwerker und all diejenigen, die in einem anerkannten Handwerksbetrieb arbeiten, konnten sich im April ganz einfach online Bewerben.

Bis zum 24. August war die Online-Community dazu aufgerufen, abzustimmen, wer eine Runde weiter kommen soll. Die 37 Bewerberinnen und Bewerber mit den meisten Stimmen wurden über mehrere Tage verteilt nach Düsseldorf zum großen Fotoshooting eingeladen. 24 der Kandidaten/innen zieren schließlich als Monats-Star den großen Kalender des Handwerks "Germany‘s next Power People 2018". Eine Jury entscheidet im Dezember darüber, wer ins Rennen um den Titel "Miss und Mister Handwerk" geht. Je sechs Männer und Frauen dürfen dann im März des kommenden Jahres nach München zur Internationalen Handwerksmesse, wo die Entscheidung fällt. Auch hier kommt es wieder auf eine große Fan-Gemeinschaft an, da eine Online-Abstimmung entscheidet.


Einer der Kandidaten, der seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt und dabei einen guten optischen Eindruck macht, ist Marius Coche. Der Treis-Kardener arbeitet in Bruttig-Fankel als Dachdecker bei der "Grünewald Dachtechnik GmbH & Co.KG".
"Ich habe mir zunächst nichts weiter bei der Bewerbung gedacht und keine großen Hoffnungen gemacht", verrät der Dachdecker. "Als ich den Anruf bekam, dass ich bei der Abstimmung unter die ersten zehn von 117 Bewerberinnen und Bewerber gekommen bin, war ich platt, habe mich aber natürlich riesig gefreut", erzählt er im Gespräch. Er habe einfach nur den Link zu seiner Bewerbung geteilt und rund 5.300 Votings bekommen. "Das gute Ergebnis hat sicher mit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim DRK, der Freiwilligen Feuerwehr und im Motorsport zu tun."

Auf die Frage, wie sein Chef seine Teilnahme an der Wahl bewerte, antwortete er: "Mein Chef unterstützt mich da vollkommen. Der ist richtig begeistert und gibt mir zum Beispiel auch für das Fotoshooting in Düsseldorf frei. Außerdem hat er mich dafür mit neuer Arbeitsbekleidung und Werkzeug ausgestattet", erklärt Coche. Ob er jetzt schon auf der Straße angesprochen werde, berichtet er: "Tatsächlich hat mich vor wenigen Tagen ein Elektriker angesprochen. Er hat gesehen, dass ich in der Endauswahl bin. Er hatte sich auch beworben, ist aber nicht weitergekommen." Neid oder Missgunst gebe es aber keine, versichert er. "Der Kollege hat mir viel Glück und Erfolg gewünscht".

Marius Coche ist sich zudem sicher, dass sich selbst im Fall der Wahl zum "Mister Handwerk 2018" wenig ändern würde. "Klar, ich wäre stolz, aber ich würde mich nicht als etwas Besseres sehen. Ich lasse das alles einfach auf mich zukommen." Sollte er den Titel wirklich einheimsen, kann er sich - neben der Anerkennung als Deutschlands schönster Handwerker - auch auf den ein oder anderen Gewinn freuen. "In den letzten Jahren gab es eine Reise als Bonus und man wurde ein Jahr lang mit der Kamera auf der Baustelle begleitet. Dieses Jahr soll sich das Konzept aber ändern." Die Damenwelt muss allerdings stark sein, denn der attraktive Dachdecker ist bereits in festen Händen.


Weitere Informationen gibt es unter www.handwerksblatt.de

Foto: Mario Zender

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