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Bienenfreundlichkeit ist gemeinsames Ziel

Kooperationsvertrag unterzeichnet

Lutzerath. Der Begriff "fleißiges Bienchen" kommt nicht von ungefähr. Bienen sind halt Multitalente: sie nutzen Natur und Mensch, weil sie für biologische Vielfalt und für die Vielfalt der Nahrungsmittel sorgen. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung haben der Kreisimkerverband und der Landkreis Cochem-Zell jetzt die Bienenfreundlichkeit zu einem gemeinsamen Ziel erklärt.

Ein Honigbrot gehöre zu einem guten Frühstück, so Landrat Manfred Schnur. Und wenn er dann noch den Imker persönlich kenne und wisse, wo die Bienen fliegen, dann sei das noch besser. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine. Die Imker des Kreisverbandes musste er sicher nicht überzeugen. Und das gilt auch für das frisch formulierte gemeinsame Ziel: "Cochem-Zell soll ein bienenfreundlicher Landkreis sein".

Mit den Unterschriften vom Kreischef der Imker, Franz-Josef Schneider, und Schnur ist der Startschuss dafür gefallen. Gefahren gibt es für die Bienen reichlich von der Varroamilbe angefangen, die reihenweise ganze Völker dahinrafft, zur "veränderten Landnutzung die Honigbienen und jede Zehnte der über 570 Wildbienenarten bedroht".

In Deutschland bestäuben die Bienen rund 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen. Durch die Bestäubung - vor allem im Obst- und Gemüseanbau - haben Bienen auch eine zentrale Rolle für die Verfügbarkeit anderer wichtiger Nahrungsmittel. Sie tragen damit zum Erhalt der natürlichen Artenvielfalt bei und sichern damit auch vielen anderen Tieren die Nahrungsgrundlage. Dem Kreisimkerverband und dem Landkreis sei es deshalb ein Anliegen, den Erhalt der Bienen, Wildbienen und anderer Blüten besuchenden Insekten im Landkreis zu fördern.

Weitere Informationen unter www.kivcochem-zell.de

Fotos: Archiv/Pauly

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